Jährlicher Archiv: 1995

Samstag, 16.12.1995 – Olivia am Christkindlmarkt

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Gleich nach dem Frühstück holte ich die Kinder von der Familie D. ab, und wir fuhren ins AKH. Gegen 14:00 Uhr hatten wir „news“ versprochen, mit den Kindern zum Christkindlmarkt am Rathaus zu gehen, was auch gelang, da Olivia es selbst so wollte. Die Kinder konnten auf Ponys reiten, mit dem Karussell und einem kleinen […]

Freitag, 15.12.1995 – Runder Tisch bei „news“

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Die Nacht war ruhig verlaufen. Gestern waren wir einmal früher schlafen gegangen. so waren wir beide auch besser ausgeschlafen. Ultraschall: Seit der letzten Untersuchung hätte sich nichts verändert, erklärte mir der untersuchende Arzt. Ich machte gute Miene zu bösem Spiel und verhielt mich, wie sich ein braver Vater im Sinne der Schulmediziner eben zu verhalten […]

Donnerstag, 14.12.1995 – Olivia und die Reporter

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Morgens war Olivia etwas bedrückt. Es ging ihr nicht sonderlich gut. Gegen 9:00 Uhr brachte ich sie zur Schule. Telefonat mit Frau Taube, „bild“: Sie war sehr zudringlich. Schließlich gab ich nach und für 14:00 Uhr wollte sie einen Fotografen zu uns nach Maiersdorf schicken. Ich veranlasste Erika, auch „täglich alles“ für diesen Termin zu […]

Mittwoch, 13.12.1995 – Berufsverbot für unsere Vertrauensärztin

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Erst gegen 11:00 Uhr kam ich aus dem Bett und konnte gerade noch zeitgerecht Elisabeth vom Kindergarten holen. Danach fuhr ich zum Treffen mit Frau Dr. Rostovsky. Treffen Frau Dr. Rostovsky: Ich überreichte ihr die Kopie meines Antichemo-Ordners und sie übergab mir die Kopie eines sehr brisanten Buches. In einem Restaurant besprachen wir uns betreffend […]

Dienstag, 12.12.1995 – mein nächster Job muss Sinn machen

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Elisabeth ging nun bereits mit Begeisterung in den Kindergarten. Es zeigte sich wieder der Unterschied zwischen Zwangsausübung auf ein Kind und dessen eigener Bereitschaft gegenüber einer Tätigkeit. Zwingen kann man jedes Kind, die Frage bleibt immer nur, welchen Schaden es davonträgt. Telefonat mit Erika: Sie hatte sich mit Richter Zak für kommenden Freitag um 9:00 […]

Montag, 11.12.1995 – Chemo wird reduziert

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Gegen 8:00 Uhr wurden wir von einem Pfleger, der das Frühstück bringen wollte, geweckt. Olivia war nur schwer wach zu bekommen, denn wir hatten wieder einmal bis 23:00 Uhr ferngesehen. Zum Frühstück wollte sie nichts, das war üblich. Nach der Schule bekam sie die Chemospritze, und ich drehte mich zum Fenster. Kurz darauf kam die […]

Sonntag, 10.12.1995 – auf Hohe Wand zum Rodeln

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Gegen 11:00 Uhr kam Olivia mit Veronika in Winzendorf an. Es war ein nebliger Wintertag, deshalb fuhren wir später, als auch Christoph von meiner Schwester Silvia gebracht worden war, auf die Hohe Wand zum Schlittenfahren. Oben am Berg war prächtigster Sonnenschein, und die Kinder konnten sich im Schnee austoben. Um Olivia kümmerte sich jedes der […]

Samstag, 09.12.1995 – Olivia ist immer wieder zum Kotzen

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AKH: Während der Nacht wachte Olivia weinend auf. Sie hatte Bauchschmerzen und schrie regelrecht nach ihrer Mutter. Ihren Oberkörper wippte sie im Bett sitzend vor und zurück und jammerte kläglich. Ich versuchte beruhigend auf sie einzureden und dachte, dass vielleicht auch sie die Magengrippe erwischt hatte, die gestern noch mir ziemlich zugesetzt hatte. Sie musste […]

Mittwoch, 06.12.1995 – Erikas Schwangerschaftsuntersuchung

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Telefonat mit Hofrat Marady: Ich entschuldigte mich für mein Nichterscheinen und kündigte ein Schreiben vom Rechtsanwalt an, in dem wir um einen neuerlichen Termin mit ihm und Herrn Gruber bitten werden. Meiner Meinung würde die Angelegenheit derzeit stagnieren, und ich wolle sie deshalb konstruktiv vorantreiben. Telefonat mit Dr. Hamer: Nach seinen Informationen war die gestrige […]

Dienstag, 05.12.1995 – heftiger Diskurs mit meiner Schwester wegen Sorgerecht

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Olivia: Am Morgen klagte sie wieder über Bauchschmerzen. Sie wirkte auch bedrückt. Telefonat mit Silvia: Sie wurde von der BH-Mödling angerufen. Es wurde ihr erklärt, dass Olivia über die Weihnachtszeit nach Hause dürfe, dafür aber müsste Silvia die Verantwortung übernehmen. Sie solle also einen Teil des Sorgerechts erhalten. Ich sprach nochmals auf sie ein, diese […]

Montag, 04.12.1995 – wir wollen keine Sorgerechtsübertragung an Familienangehörige

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Telefonat mit Dr. Hamer: Der Sender „tm3“ gehört angeblich zum „spiegel“. Das muss man sich einmal vorstellen! Über das französische Büro aus Paris nahm „swiss news“ mit uns Kontakt auf, verlor aber über „spiegel-tv“ kein Wort. Mich hatte also mein Gespür, das Interview gleiche einem Verhör, nicht getrogen! Olivia: Während der Nacht wachte sie einmal […]

Sonntag, 03.12.1995 – das erste Mal zu Hause

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Telefonat mit Erika: Sie möchte mit Olivia gegen Mittag nach Hause kommen. Besuch bei meinen Eltern in Grünbach: Ich versuchte, meiner Mutter meinen Standpunkt betreffend der Übertragung des Teilsorgerechts darzustellen. Als ich aber einleitend die Geschichte des elfeinhalbjährigen Buben mit der „Fastamputation“ beider Beine begann, verließ meine Schwester Michaela das Zimmer. Sie ertrug nicht diese […]

Samstag, 02.12.1995 – Sorgerecht einer vernünftigen Tante übertragen

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Warum unterbreitet Richter Masizek uns den Vorschlag, meine Schwester Silvia solle die Verantwortung für das regelmäßige Erscheinen Olivias im AKH tragen, wo doch bisher das Jugendamt die Verantwortung getragen hatte und auch nach der Therapie, also nach Ende März dafür zu sorgen hatte, dass Olivia zu den Nachsorgeuntersuchungen erscheinen würde? Wozu sollte Silvia für den […]

Freitag, 01.12.1995 – Gespräch mit Pflegschaftsrichter

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Um 9:30 Uhr kam meine Mutter, damit ich nach Hause fahren konnte. Erika musste mich von Wr. Neustadt holen und ging dann zum Elternsprechtag von Alexander. 14:00 Uhr, Gespräch mit Richter Masizek: Sein Vorschlag war der, dass Silvia die Verantwortung für das regelmäßige Erscheinen bei der Therapiefortsetzung tragen müsste. Für die Gesundheit von Olivia müsste […]

Donnerstag, 30.11.1995 – meine Schwester sollte Olivias Vormund werden

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Die Nacht bei Olivia war grauenhaft. Die Klimaanlage erhitzte den Raum auf unerträgliches Maß, dann wieder war einem fürchterlich kalt. Das Gebläse erzeugte einen andauernden Luftstrom. Am Morgen hatte ich einen steifen Rücken und eine verstopfte Nase. Telefonat mit Richter Masizek: Er meinte, der von ihm unterbreitete Vorschlag könnte von Erika falsch verstanden worden sein, […]