Erst gegen 11:00 Uhr kam ich aus dem Bett und konnte gerade noch zeitgerecht Elisabeth vom Kindergarten holen. Danach fuhr ich zum Treffen mit Frau Dr. Rostovsky.

Treffen Frau Dr. Rostovsky:

Ich überreichte ihr die Kopie meines Antichemo-Ordners und sie übergab mir die Kopie eines sehr brisanten Buches.

In einem Restaurant besprachen wir uns betreffend des Filmes. Ich riet ihr, einfach bei der Wahrheit zu bleiben, so dass keinerlei Widersprüche auftauchen könnten.

Ihr selbst ging es momentan eher schlecht. Durch den erfolgten Rufmord und das monatelange Berufsverbot hatte sie viele ihrer Patienten verloren und nun musste sie mit der Arbeitslosenunterstützung ihr Auskommen finden.

Telefonat mit „news“, Herr Pohl:

In einem älteren „profil“-Artikel, den ich gestern erst wieder durchgelesen hatte, hatte Herr Pohl gesagt, dass Olivia ohne schulmedizinische Behandlung „verendet“ wäre. Dies nahm ich ihm übel. Ein Tier kann vielleicht verenden, bei einem Menschen muss man schon eine andere Formulierung wählen.

Er unterbreitete den Vorschlag, für kommendes Wochenende bei uns zu Hause einen Weihnachtsbaum mit allem Drumunddran aufzustellen, von Olivia ein paar Fotos zu schießen und für die Ausgabe vor Weihnachten eine schöne Geschichte zu gestalten.

Ich behielt mir vor, darüber noch mit meiner Frau sprechen zu müssen.

AKH:

Erika und meine Mutter waren bei Olivia. Gerade machten sie sich für einen Spaziergang bereit. Im Cafe wartete ich auf Dr. Martin Zimper.

Treffen mit Dr. Martin Zimper:

Er roch den Braten. Wir forderten als weitere Sicherheit zur Vertragseinhaltung seitens „ARENA-Film GesmbH“ eine Woche vor Ausstrahlung die Einsichtnahme des fertigen Filmes. Natürlich zu dem Zwecke, eine einstweilige Verfügung erwirken zu können. Mit diesem Recht könnten wir Druck auf den Produzenten ausüben und sichergehen, dass wir eben nicht verrissen würden.

Nach langem Hin und Her erklärte er sich bereit, diesbezüglich mit Herrn Malmedy zu sprechen.

Betreffend der Aussage des Herrn Schmier erklärte Dr. Martin Zimper, es stimme, dass er mit diesem Herrn gesprochen habe, allerdings sei der Sachverhalt der, dass für die Dreharbeiten innerhalb Österreichs eine Ausschreibung erfolgen solle, bei der Herr Schmier sicherlich mitbieten könne. Herr Schmier soll angeblich erzählt haben, dass bei Inanspruchnahme von Filmförderungen, bis zu ÖS fünf Millionen möglich wären.

Telefonat mit Herrn Sellin, „bild am sonntag“:

Auch er machte den Vorschlag, bei uns zu Hause einen Weihnachtsbaum aufstellen zu wollen. Nach kurzem Überlegen entschied ich, dass er die Geschichte bekommen soll. Grund dafür war sicherlich auch die gerade geführten rechtlichen Auseinandersetzungen mit „kronen“, „kurier“ und „news“, bei denen ich nur profitieren konnte. Sigrun bat ich, ein entsprechendes Fax an Herrn Sellin zu schicken. Wegen „news“ musste ich mir noch etwas einfallen lassen, um sie nicht völlig zu verärgern.

Telefonat mit Frau Taube, „bild“:

Sie wollte Fotos von Olivia im Schnee. Ich erklärte ihr, dass diese Fotos nunmehr Herr Sellin erhalten werde. Sie war natürlich beleidigt.


Erika hatte den Wunsch, mit Maria D. und Helga K. einen gemeinsamen Abend zu verbringen. Also löste ich sie bei Olivia ab.

Die Nacht war schrecklich. Olivia wachte weinend auf und wand sich vor Bauchschmerzen, bis sie endlich erbrechen konnte. Dies geschah etwas später nochmals.

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