Sehr geehrter Herr Pilhar,

ich beschäftige mich,- angeregt durch die Heilpraktikerin, die meinen an Chemotherapie und Bestrahlung gestorbenen Mann in seinen letzten Lebenswochen betreute – seit 2008 mit der Germanischen, die wir für ihn leider zu spät kennenlernten. Mit größtem Interesse verfolge ich die Erfahrungsberichte auf Ihrer Internetseite, die mir schon oftmals geholfen haben, Konflikte zu finden und zuzuordnen. Darum möchte ich Ihnen heute ein Erlebnis aus der jüngsten Vergangenheit schildern, das Sie gern veröffentlichen können.

Ich – RH, keine Pille – wachte eines Nachts von ziehenden Schmerzen direkt unter meiner Kaiserschnittnarbe auf, die in immer kürzeren Abständen auf- und abschwollen und sich nicht mit einem Wärmekissen beruhigen ließen. Im Gegenteil, sie wurden immer stärker, und zu meiner größten Verwunderung bemerkte ich, dass Blutungen einsetzten. Meine letzte Regelblutung lag gerade erst eine Woche zurück, aber nun hatte ich einen Blutsturz, wie ich ihn noch nie erlebt hatte, verbunden mit diesen heftigen Schmerzen, die mich an Wehen erinnerten. Auch in den folgenden Tagen verlor ich viel Blut, das krampfartige Ziehen im Unterleib ließ im Laufe von 3-4 Tagen nach, alles in allem dauerten die sich schrittweise abschwächenden Blutungen etwa 14 Tage.

Nun gehe ich schon seit einigen Jahren nicht mehr zum Frauenarzt und habe mich auch für sämtliche „Vorsorge“-Untersuchungen abgemeldet – auf schulmedizinische Diagnosen und vor allem Behandlungsmethoden verzichte ich seit dem Tod meines Mannes. Ich wollte also selber herausfinden, was zu dieser „Sturzgeburt“ geführt hatte, und ein Blick in die Diagnosetabelle brachte mich auf die Spur: Verlustkonflikt, meist Großmutter Enkel. Nach längerem Nachdenken fiel mir auch ein, was etwa 14 Tage zuvor vorgefallen war.

Mit meinen 52 Jahren bin ich stolze Oma zweier Enkel, die ich 1-2x im Monat besuche. Der „Große“ ist gut 2 Jahre alt und ein quicklebendiges Kerlchen, das sich immer sehr freut, wenn ich zu Besuch komme und mich hauptsächlich ihm widme. Kürzlich verbrachte ich also wieder meinen Feierabend bei meiner Tochter. Der Große und ich spielten und tobten so viel und so laut es in einer Mietwohnung eben möglich ist. Nach dem Abendessen wurden beide Kinder von ihrer Mama ins Bett gebracht, nicht ganz ohne Proteste und Ningeleien des Großen, der gern noch länger mit mir gespielt hätte. Auch ich konnte mich nur schwer von ihm trennen und hätte allzu gerne noch etwas bei ihm am Bett gesessen und ihn auf seinem Weg ins Traumland begleitet. Als ich jedoch ins Kinderzimmer kam, wo meine Tochter mit Mühe und Not beide Kinder kurz vor dem Einschlafen hatte, zischte sie mir ein „NICHT, Mama! Er dreht bloß wieder auf, wenn er dich sieht!“ zu, ehe ich um die Ecke zum Bettchen des Großen biegen konnte. Also verabschiedete ich mich erschrocken von der Tür aus und fuhr nach Hause.

Die beiden Wochen danach sah ich Tochter und Enkel nicht. Ich schlief schlecht, was ich jedoch auf den ganz normalen Alltagswahnsinn schob. Früh beim Aufwachen war mein linkes Auge meist verklebt, außerdem hatte ich geschwollene, schmerzende Brüste und einen so „aufgeblähten“ Bauch, dass ich mir bei einem Blick in den Spiegel scherzhaft sagte, ich sähe irgendwie schwanger aus. Dann kam der Tag, an dem ich meinen Enkel zum ersten Mal übers Wochenende mit zu mir nach Hause nahm und ihn so ganz für mich allein hatte. Wir haben es beide sehr genossen, jede Menge Zeit miteinander zu haben, und als ich ihn am Sonntagabend wieder bei seinen Eltern ablieferte, weinte er dicke Kullertränen, als ich ohne ihn davonfuhr – es muss ihm also gefallen haben bei mir.

In der Nacht darauf hatte ich die oben beschriebene „Fehlgeburt“, außerdem hatte sich ein Gerstenkorn im linken Oberlid gebildet. Für mich war erstaunlich, dass eine scheinbar lapidare Begebenheit mich derartig auf dem falschen Fuß erwischt. Rein vom Verstand her war mir ja klar, dass ich – emotional – überhaupt nicht von meinem Enkel getrennt werden kann. Aber Biologie funktioniert eben, ohne vorher den Verstand zu fragen, und in dem Moment muss ich mich – räumlich – von ihm getrennt gefühlt haben. Eine Konfliktsituation, die ich wohl so ziemlich verdrängt hatte und die sich erst löste, als ich ihn ein ganzes Wochenende bei mir und vor Augen hatte.

Das Gerstenkorn ist nun – ca. 3 Monate danach – zwar nicht mehr entzündlich, aber es ist immer noch da und hat sich etwas eingekapselt. Eine Regelblutung hatte ich seitdem nicht mehr. Um gar nicht erst eine Schiene aufzubauen, gehe ich meinen Enkel nun regelmäßig 1x die Woche besuchen, und wenn Schlafenszeit ist, verabschieden wir uns in Ruhe und mit einem kleinen Schlaflied voneinander, bevor er von seinen Eltern ins Bett gebracht wird. Auch nehme ich ihn immer mal wieder übers Wochenende mit zu mir. Zwischendurch mache ich mir das schöne Gefühl bewusst, dass wir beide durch ein starkes emotionales Band miteinander verbunden sind – auch wenn wir uns nicht sehen.

Mit herzlichen Grüßen
P.T.


Anmerkung von H. Pilhar

Auge

Ob es sich dabei wirklich um ein Gerstenkorn (Attacke gegen das Auge) handelt? Warum dann das verklebte Auge? Vielmehr glaube ich, dass es sich um die Tränendrüsen-Ausführungsgänge (gesehen werden oder nicht gesehen werden wollen). Ulcera in der aktiven Phase, Schwellung in der Heilungsphase.

Eventuell reagierte auch die Tränendrüse selbst mit (eine Sache nicht loswerden zu können, die nicht rechtzeitig gesehen wird). In der Heilungsphase tuberkuloser Abbau (eitrige Tränen).

Gebärmutter

der Konflikt Verlust Großmutter/Enkel geht auf die Gebärmutterkörper-Schleimhaut. Zell+ in der aktiven Phase, tuberkulöser Abbau in der Heilungsphase.

Vielleicht kommentiert Dr. Hamer diesen Fall, wie es zu diesem Blutsturz, den schmerzen Brüsten und plötzlichem Ausbleiben der Regelblutung (Menopause?) kommen konnte.

Eine junge Großmutter, die ihr Enkelkind von Herzen liebt! Eine liebenswürdige Fallbeschreibung, welche dem Interessierten an der Germanischen Heilkunde hilft, sich in die Seele des Betroffenen besser einfühlen zu können.

Danke!

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