Ich erhielt von Freunden das österreichische Ärztegesetz und fand darin drei sehr interessante Punkte:

ÄrzteG §1:

… Verstößt der Arzt bei seiner Behandlung gegen auf medizinischwissenschaftlicher Erkenntnis aufbauende Regeln, begeht er einen Kunstfehler ieS. (Holzer/Posch/Schick, Arzthaftung 103 mwN in FN 73,

Behandlungsfehler beruhen nicht auf Nichtwissen oder nicht Beherrschen von Kunstregeln, sondern auf Nachlässigkeit). Der Begriff der medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnis ist mit dem der anerkannten Schulmedizin nicht gleichzusetzen. … Der Oberste Sanitätsrat beschließt jeweils, was als „wissenschaftlich erprobte Heilmethode“ anerkannt wird.

Demnach ist die irrtümliche Hodenentfernung an einem Patienten des AKH kein Kunstfehler, sondern Schlamperei.

Und sollte jemals die Neue Medizin anerkannt sein, so ist rückblickend die herkömmliche Onkologie als Ganzes ein Kunstfehler.

Zu bemerken ist noch, dass ein Video einer Überprüfung der Neuen Medizin existiert, welche in Burgau unter Teilnahme vieler Ärzte sowie des Vertreters des Obersten Sanitätsrats Dr. Rauter aufgezeichnet wurde. Dieses Video zeigt, wie dieser Herr, wie ein Hase, unter den „Buh-Rufen“ aller aus dem Saal lief. Als die Überprüfung die Korrektheit der nach den Kriterien der Neuen Medizin überprüften anwesenden Patienten zeigte, weigerte sich dieser Herr einfach seine Unterschrift zu leisten!

Weiter im Zitat:

… Der freiberuflich tätige Arzt ist nicht verpflichtet, nur anerkannte Behandlungs- und Heilmethoden anzuwenden; wendet er aber nicht anerkannte Methoden der medizinischen Wissenschaft an, hat er den Patienten besonders eingehend zu belehren (siehe Rz 21 zu § 22 ÄrztG) und seine Zustimmung einzuholen (siehe Rz 20 zu § 22 ÄrztG) §8 Abs 2 KAG verpflichtet alle in Krankenanstalten tätigen Ärzte, nur anerkannte Methoden der medizinischen Wissenschaft anzuwenden.

Hierin lag die Falle für mich, als ich überredet wurde, Olivia in die Klinik nach Tulln zu bringen. Hätte ich damals von diesem Paragraphen gewusst, ich hätte mich dazu niemals bereit erklärt.

Dagegen gestattet dieser Paragraph allen Ärzten, Patienten nach deren Aufklärung, außerhalb einer Klinik auch nach „nicht anerkannten Methoden der medizinischen Wissenschaft“ zu behandeln.

Zum sogenannten „Schulenstreit“ hat der OGH in seiner E. 16.3.1989, 8 Ob 825, 826/88 = Nrsp 1989/154 ua ausgeführt.

„… Ein Arzt handelt nicht fahrlässig, wenn die von ihm gewählte Behandlungsmethode einer Praxis entspricht, die von angesehenen, mit dieser Methode vertrauten Medizinern anerkannt ist, selbst wenn ebenfalls kompetente Kollegen eine andere Methode bevorzugt hätten. Eine Behandlungsmethode kann grundsätzlich so lange als fachgerecht angesehen werden, wie sie von einer anerkannten Schule medizinischer Wissenschaft vertreten wird. Anders wäre es, wenn ein gewichtiger Teil der medizinischen Wissenschaft und Praxis eine bislang akzeptierte Behandlungsmethode für bedenklich hält. Solange ein „Schulenstreit“ währt, sind beide Behandlungsmethoden als „gleichwertig“ heranzuziehen. „Obsiegt“ aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse und Erfahrung eine der beiden „Schulen“, so ist die Behandlungsmethode der „obsiegenden“ Schule als Maßstab heranzuziehen.“

Hier bleibt nur die Frage offen, wie es gelingen kann, den Status „Schulenstreit“ zu erreichen. Es gibt viele Ärzte, die die Neue Medizin als richtig erkannt haben und dies auch mit ihrer Unterschrift bestätigt haben. Es gibt auch eine städtische Kinderklinik unter der Leitung von Prof. Stammer, der nach wie vor zu der Neuen Medizin positiv steht. Hier möchte ich diesem Arzt meine Hochachtung aussprechen. Dr. Hamers Neue Medizin wurde aber derart öffentlich in den Schmutz gezogen, damit nicht der Umstand eines „Schulenstreites“ in der Bevölkerung bewusst werden konnte.

Sehen Sie, wie die Medien arbeiten? Wer bleibt dabei als Dummer auf der Strecke? Sind es nicht wir selbst? Wir, die Patienten, die bei dieser Unterdrückung neuer Erkenntnisse zu Schaden kommen!

Noch einmal: Die Medien haben in der „Causa OLIVIA“ polemisiert. Sie haben mit allgemeinen Begriffen wie „Scharlatan“, „Sektenführer“, „Psychopath“, mit Bildern über die schmerzleidende Olivia usw. die Emotionen der Bevölkerung geweckt und gelenkt. Die Bevölkerung wurde an der Nase herumgeführt. Es wurde ganz bewusst von Fakten abgelenkt. Und im Stillen, hinter unserem Rücken, wurde beraten, wie dieses Problem am besten in den Griff zu bringen sei. Es durfte auf keinen Fall ein Funken an Glaubwürdigkeit der Neuen Medizin der Bevölkerung vermittelt werden. Trotz vielfachen Bemühens wurde seitens der Medien kein nach der Neuen Medizin erfolgreich Therapierter vorgestellt. Sämtliche Fälle wurden abgewiesen. Gibt das nicht zu denken?

Jetzt taucht die Frage nach dem „WARUM“ auf. Warum sollte man so belogen werden? Wäre es nicht logischer, dass alle, auch Ärzte, nach erfolgreichen Therapiewegen in der Krebsbehandlung förmlich lechzen und danach verlangen? Es ist auch so, zumindest fast so. Aber leider haben nicht alle daran Interesse. Und zu jenen, die kein Interesse daran haben, gehören zumindest einmal die Obersten der Pharmalobby und deren Freunde in den Medien, in der Politik und den Kammern, die sich in aller Ruhe und in „brüderlicher“ Eintracht ihre nächsten Schritte überlegen. Jene mutigen Ärzte, die es wagen, gegen die Oktroi der Pharmakonzerne Stellung zu beziehen, werden meist sogleich von ihrer eigenen Kammer zurechtgewiesen.

Herr Dipl. Ing. Wolfgang Fröhlich sandte mir ein bemerkenswertes Schreiben:

Sehr geehrter Herr Pilhar!

Ihre telefonisch geäußerten Bedenken über die Schulmedizin und über die Organisation in den österreichischen Spitälern teile ich. Besonders chaotisch geht es dort zu, wo Spitäler in einem engen Nahverhältnis zur Politik stehen, wie zum Beispiel in Wien. In den Fällen geht es in erster Linie ums „Absahnen“. Der Patient ist der unwichtigste Teil. Er wird vorwiegend als ewig nörgelnder Störenfried, der auch noch die „Frechheit“ besitzt, überleben und sogar auch noch genesen zu wollen, betrachtet.

Es gibt aber noch immer wieder Ärzte, die die Konsequenzen daraus ziehen und still und heimlich gegensteuern. Wenn sie es öffentlich täten, dann ginge es ihnen so wie es Dr. Hamer, Ihnen oder auch mir und vielen anderen ergangen ist. Zumindest wären sie ihren Posten los. „Fertig machen“ nennt man das in den Kreisen dieser furchtbaren, von niedrigsten Motiven geleiteten Menschen.

Ein bemerkenswertes Erlebnis hatte ich dazu erst vor einiger Zeit. Meinem siebenjährigen Sohn wurden im Wiener St. Anna-Kinderspital Polypen im Hals- Nasenbereich entfernt. Bei der Vorbesprechung, in der Ordination des Vorstandes der HNO-Abteilung des St. Anna-Kinderspitals, Prim. Dr. Stark, sagte ich zu ihm, dass ich für meinen Sohn keine Infusionen aus dem AKH wünsche. Er erwiderte spontan und ohne jede erkennbare Emotion: „Ach so, wegen dem Asbest!“

Meine Gattin zuckte zusammen. Ich gab daraufhin zu erkennen, dass ich es gewesen sei, der diesen Missstand aufgedeckt hatte, was bei Dr. Stark nicht ohne Wirkung blieb. Glaubhaft versicherte er mir dann, dass er, seit er von der Asbestfilterung erfahren habe, nur mehr Infusionen von der pharmazeutischen Industrie, die den strengen FDA-Regeln entsprechen würden und daher asbestfrei seien, an seine Patienten verabreichen würde, und nie welche aus dem Wiener AKH! – Nach dem Verlassen der Ordination sagte meine Gattin empört zu mir: „Sie haben es alle gewusst, und sie haben dich im Regen stehen lassen!“

So unangenehm der Nachgeschmack auch sein mag, Prim. Dr. Stark hat wenigstens gehandelt und so unzähligen Kindern eine Krebserkrankung erspart. Hingegen imitieren die meisten Ärzte die drei chinesischen Affen, und sie leben damit glücklich und zufrieden. Wer kein Gewissen hat, den kann es auch nicht drücken.

Mit besten Grüßen an Ihre Gattin und mit unendlich vielen Genesungswünschen für Olivia verbleibe ich Ihr

Unterschrift…

Die „Götter in Weiß“ ziehen einen „schwarzen Schatten“ hinter sich her!

Das Telefon lief heiß. Das deutsche Fernsehen meldete starkes Interesse. Ein „pro 7“-Team war bei mir zu Hause und wollte sofort Aufnahmen machen, was ich jedoch ablehnte. Für Live-Sendungen war ich zu haben, für manipulierbare Aufzeichnungen jedoch nicht. Es wurde akzeptiert, und ich bekam die Zusage für die Live-Sendungen „Taff“ und „Explosiv“ als Studiogast.

Erika erzählte, dass sich Olivia schon wieder auf dem Weg der Besserung befand. Sie lachte schon wieder. Eventuell soll sie schon morgen wieder auf die Interne verlegt werden. Das war weniger begrüßenswert, denn dann würde auch wieder mit der Chemo begonnen werden.

In Gesprächen mit meinem Freund Sepp erkannte ich, dass auch bei ihm starke persönliche Veränderungen vor sich gingen. Er erfuhr durch unsere Geschichte Ungeheuerlichkeiten, die er sich noch vor wenigen Monaten nicht auszumalen imstande war.

Bezirkshauptmannschaft:

Unser Rechtsanwalt bat in Form eines Schreibens um

  • nunmehrigen besseren Dialog zwischen BH und uns und
  • Einsichtnahme in die Krankengeschichte, CTs und Operationsvideos

Liste mit allen Tagebucheinträge, chronologisch sortiert, aufrufen

Olivas tagebuch als PDF-Datei

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