Die schulmedizinische Krebstherapie war für uns eine patientenverachtende Pseudotherapie, welche sich in ihrem Dogma sogar über grundlegende Menschen- und Patientenrechte hinwegsetzte und als Handlanger der Pharma- und Gerätelobby die Bevölkerung und somit die Patienten bewusst über bessere Krebstherapieformen uninformiert hielt, Ja sogar soweit ging, diese mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, wie Diffamierung, Terror und Lügen, unterdrückte.

Erika erzählte mir nach ihrem Besuch bei Olivia:

Olivia ging es soweit gut. Als sie mit den Schwestern gemeinsam ihren Verband wechselte, war Olivia sogleich derart entkräftet, dass sie einschlief. Bei Prof. Dr. Urbanek hatte sie wegen meines Besuchsverbotes vorgesprochen. Dieser schob die Verantwortung ab und meinte, dass wohl Prof. Horcher auf mich wütend wäre.

In den Medien war ausführlich von der Pressekonferenz berichtet worden.

Als Mag. Rebasso Herrn Hofrat Marady aufmerksam machte, dass für die Operation kein Pflegschaftsbeschluss vorlag, meinte dieser trocken. „Dann müssen Sie eben klagen.“

AKH:

Das folgende Schreiben war an alle möglichen Reporter während der Pressekonferenz verteilt worden. Wir erhielten es über einen befreundeten Journalisten.

Pressegespräch „Olivia“:

Ihre Gesprächspartner:
Professor Gadner, Prof. Horcher, Dr. Krepler, Hofrat Marady, Prof. Pötter, Doz. Semsroth, Dr. Slavc, Prof. Urbanek, Dr. Wandl-Vergesslich, Dr. Zimpfer.

Krankheitsverlauf bei 6-jähriger Olivia:

Aufnahme 29.7.1995
Tumorbedingte Kachexie, schlechter Allgemeinzustand, Bauch durch einen großen Tumor stark vorgewölbt, Körpergewicht 27 kg bei Soll 27,5 kg (Tumormasse ca. 6 kg)
Leber und rechte Lunge durch den Tumor zusammengedrückt, Lungenentzündung rechts, feuchter Husten und Atemnot.
Wegen zunehmender Erschöpfung, Appetitlosigkeit und Atemnot sowie ausgeprägter Entzündungszeichen sind am 2. Behandlungstag folgende Maßnahmen erforderlich:
1. Ernährung durch Infusion
2. Therapie mit Antibiotika
3. Beginn einer Beatmung

Nach Auswertung klinischer Untersuchungen, Blutwerte sowie der Befunde der bildgebenden Verfahren, Festlegung der Diagnose. Nephroblastom / Wilmstumor (Größe ca. 6 Liter) mit Metastasen in der Lunge und Leber (Stadium IV)

Beginn der zytostatischen Therapie und Bestrahlung ab 2. Behandlungstag.

Psychologische Gesprächstherapie mit den Eltern / Familie, Physiotherapie.

Die Beatmung bzw. die Intubation kann innerhalb von 2 Wochen beendet werden, die Gabe von Zytostatika wird planmäßig fortgesetzt.

Schrumpfung des Tumors ab 2. Behandlungswoche bis auf 1 Zehntel des Ausgangsvolumens (ca. 450ml), Verschwinden der Metastasen aus der Lunge sowie Leber.

Entzündungszeichen im Blut sowie von Anfang an bestehende Lungenentzündung gehen unter Antibiotika zurück.

Das Mädchen kann ab 3. Behandlungswoche allmählich wieder trinken und essen.

In der 4. Behandlungswoche steht Olivia langsam aus dem Bett auf und macht kleine Spaziergänge mit der mitaufgenommenen Mutter auf der Station der Kinderklinik.

In der 5. Behandlungswoche Beginn des Schulunterrichtes an der Klinik.

Nach Beendigung des ersten Behandlungszyklus mit Zytostatika befindet sich Olivia in relativ gutem Allgemeinzustand, Körpergewicht beträgt 23,2 kg, das Blutbild ist ausgeglichen, es bestehen keine Infektionszeichen, die Funktion der linken Niere ist normal, die rechte Niere ist vom Tumor befallen, sonstige Vitalfunktionen wie Atmung, Verdauung und Kreislauf sind ausgeglichen.

In der 8. Behandlungswoche, am 18.9.1995, erfolgte eine erfolgreiche Entfernung der bösartigen Nierengeschwulst samt befallener rechter Niere.

Weitere zytostatische Therapie für das nächste halbe Jahr ist an der Klinik vorgesehen.

Prof. Urbanek

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