Parlamentarische Anfrage an Gesundheitsministerin

Nicht nur Wissenschaftsminister Rudolf Scholten war mit einer Anfrage der Grünen Bundessprecherin Madeleine Petrovic konfrontiert, in der diese – wie berichtet – den „Psychoheiler“ Ryke Geerd Hamer und dessen „alternative Krebstheorien“ gefördert wissen wollte. Wie aus einer Anfragebeantwortung hervorgeht, hatte Petrovic auch an Gesundheitsministerin Christa Krammer ähnlich peinliche Fragen gestellt.

Auch Krammer erteilte Petrovic eine deutliche Abfuhr, in dem sie u.a. auf die Frage, ob sich ihr Ressort „inhaltlich mit den Thesen von Dr. Hamer“ auseinandergesetzt habe, antwortete: „Eine Auseinandersetzung mit neuen Erkenntnissen auf dem Gebiet der Medizin, insbesondere auch im Zusammenhang mit der Entwicklung komplementärer Heilmethoden, hat primär durch die Vertreter der Wissenschaft selbst zu erfolgen.“

Krammer weiter: „Dazu ist jedoch generell zu bemerken, daß Voraussetzung für einen wissenschaftlichen Diskurs über komplementäre Behandlungsmethoden sein muß, daß derartige Methoden auch einer wissenschaftlichen Beurteilung zugänglich sind.“ Darüber hinaus, so die Gesundheitsministerin, sei es „zunächst Sache desjenigen, der mit neuen Theorien auftritt, diese durch fundierte Unterlagen und Untersuchungen zu beweisen oder zumindest plausibel zu machen. Dies ist im Fall der Thesen des Dr. Hamer nicht gegeben.“

Bemerkenswert vor allem die Petrovic-Frage „Es wäre sinnvoll, jene Fälle zu dokumentieren, wo eine schulmedizinische Krebsbehandlung abgebrochen wurde und die PatientInnen heute geheilt sind – planen Sie eine solche Dokumentation aufzubauen?“ Krammer beschied auch hier ablehnend.

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