Tausende bekommen in diesen Tagen Post: Ärzte, Universitäten, Krankenkassen, Politiker und Krebskranke.

In einer Kopie eines offenen Briefes an unseren Bundespräsidenten Dr. Thomas Klestil schildert Krebsarzt Dr. Geerd Ryke Hamer (oben rechts) unglaublich anmutende Vorgänge im Zusammenhang mit dem Tullner Amtsarzt Dr. Willibald Stangl. Es ist die Fortsetzung einer Rebellion gegen die Schulmedizin. Und deshalb muß der Amtsarzt Stangl leiden.

Von Bengt Pflughaupt


Natürlich – dieser Appell an Dr. Klestil hat eine Vorgeschichte. Eine unglaublich spannende: Seit einigen Jahren kämpft Dr. Hamer, mit Wohnsitz in Köln und einem Zentrum für Neue Medizin in Burgau (Steiermark), um die offizielle Anerkennung der von ihm gewonnenen Erkenntnisse.

Kernthesen:

Der Krebs wird durch einen Schock ausgelöst (so wie es bei ihm war, als sein Sohn Dirk 1978 vom italienischen Thronfolger erschossen worden war).

Wer diesen Schock psychisch bereinigt, wird von seiner Krankheit geheilt.

Karzinome sind ein Zeichen dafür, daß der Krebs ausheilt und dürfen daher keinesfalls beschnitten werden.

Mit seiner wichtigsten Aussage aber hat sich der Doktor fast alle Schulmediziner zu Feinden gemacht: „Mehr als 90 Prozent der Krebstoten könnten leben!“ („täglich Alles“ berichtete über seinen Fall am 28. März 1993).

Der Arzt verlor wegen seiner Aussagen nicht nur seinen Posten in einer Münchner Klinik, sondern auch seine Zulassung als Arzt. Er:

„Wie die Inquisition fordern mich die Ärztekammern in Zusammenarbeit mit den Gerichten immer auf: ‘Schwören Sie von Ihren Erkenntnissen ab!’ Als Dank soll ich meine Zulassung als Arzt wieder bekommen.“

Doch der gebürtige Norddeutsche („Ich bin ein Dickschädel!„) schwört nicht ab.

Immer mehr wollen wissen, wer denn dieser Hamer ist

Ganz im Gegenteil, er schwört auf seine „Neue Medizin„. Und weil er in Burgau ein Beratungszentrum („Behandeln darf ich ja auch in Österreich nicht„) hat, hören auch bei uns immer mehr Menschen von diesem Dr. Hamer. Und sie stellen Fragen. Auch Dr. Willibald Stangl wurden Fragen gestellt. Er begann die Untersuchungen des deutschen Kollegen nachzuvollziehen und sagte dann:

„Ich muß zugeben, daß die von Dr. Hamer erkannten Gesetzmäßigkeiten im Krankheitsverlauf von Krebspatienten richtig sind.“

Erfreut, von dem Amtsarzt Unterstützung zu bekommen, verschickte Dr. Hamer die Aussagen des Tullner Amtsarztes an seine Patienten – und die kopierten fleißig. Dr. Hamer:

„200.000 Kopien waren im Umlauf, und dann kam es zu Einschüchterungsversuchen seitens der Mediziner, denn die wollen nicht, daß meine Theorien anerkannt werden.“

Bei der Hamer-Therapie gäbe es keine Milliardengewinne

Warum nicht? Dr. Hamer:

„100 Milliarden Schilling werden in Österreich und Deutschland an Medikamenten verdient. Es gäbe diese Gewinne nicht mehr, weil bei meiner Therapie keine teuren Medikamente nötig sind – und alle Ärzte hängen von der Pharmaindustrie ab.“

„Der Amtsarzt wurde im Zwei-Minuten-Takt angeflegelt“

Armer Dr. Stangl – er ist nun offenbar zwischen die Mühlsteine geraten. Und der „Schulmedizin-Rebell“ Hamer sucht die Konfrontation mit den Gegnern: „Vor allem, weil ich jetzt den Dr. Stangl schützen muß.“ Also schrieb er an den Bundespräsidenten und schilderte ihm die Sachverhalte, so wie sie sich Dr. Hamer darstellen. Der Krebsarzt bittet darin um Hilfe für den Amtsarzt aus Tulln, der „im Zwei-Minuten-Takt am Telephon von den sonst anscheinend so seriösen Professoren und Primaren in unflätigster Art und Weise angeflegelt wird.“ Sinn dieser Aktion sei gewesen, Dr. Stangl und seine Familie weichzuklopfen.

Der unbeugsame Deutsche weiter:

„Dann wurde er (Stangl) Anfang April vor einer Konferenz der Vorsitzenden der Sanitätsräte aller Länder Österreichs geladen.“ Nach dieser Konferenz habe Stangl zu Hamer gesagt: „Sie fielen über mich her wie die Wölfe und zerfleischten mich.“

Dr. Hamer weiter in dem Schreiben an unseren Bundespräsidenten:

„Dr. Stangl wurde gezwungen – obgleich nach wie vor felsenfest überzeugt von der Richtigkeit seiner Ergebnisse und der Neuen Medizin – einen Revers zu unterschreiben, in dem er seine Forderung nach einer öffentlichen wissenschaftlichen Überprüfung nach naturwissenschaftlichen Regeln zurückzieht.“

Was nun wirklich rechtsstaatliche Prinzip brechen würde. Frage also an den Betroffenen: „Wurden Sie terrorisiert, wurden Sie gar zum Abschwören genötigt, Herr Dr. Stangl?“

„Auf diese Dinge gebe ich nach dem derzeitigen Stand der Dinge keinerlei Antwort. Ich kann nur sagen, daß Dr. Hamer Sachen an die Öffentlichkeit hat dringen lassen, die wir im Vertrauen besprochen haben. Mehr sage ich nicht.“

Der Amtsarzt leidet – so oder so. Er will in Zukunft aus der Sache herausgehalten werden.

Wie steht’s denn nun mit den übrigen Betroffenen, beispielsweise der Ärztekammer Graz. Deren Präsidialreferent Dr. Helmut Hammer

Dr. Hamer ist so eine Art Guru für seine Patienten“ … („Ich habe übrigens auch eine Kopie bekommen“) erschüttert vor allem die Wortwahl, die der „Ankläger“ in seinem Schreiben an Dr. Klestil verwendet: „Aber das ist ja nichts Neues. Das Problem an diesen Hamer ist, daß er seine Erkenntnisse für die einzig wahren hält – und sagt, all das, was die Schulmedizin bis heute erreicht hat, könne man vergessen. Das ist es, was meine Kollegen und mich so wütend macht. Dr. Hamer hat eine sehr große Ausstrahlung und ist so eine Art medizinischer Guru.“

„So unsinnig, daß niemand der Therapie ausgesetzt wird“

„Seine Forderung, daß endlich einmal seine Thesen wissenschaftlich von uns an der Universität Graz untersucht werden, ist unrealistisch, weil sie teilweise so unsinnig sind, daß wir weder Arzt noch Patienten einer solchen ‘Therapie’ aussetzen möchten. Dr. Hamer gibt all den Menschen Hoffnung, die austherapiert und damit dem Tode geweiht sind. Das ist sicher eine Aufgabe. In eine sogenannte Sterbeklinik könnte er unglaubliche Meriten sammeln.“

Was sagt nun der Bundespräsident zu dem offenen Brief, zu den Vorwürfen und Forderungen?

Dr. Thomas Klestil wird den Fall Hamer und die „Neue Medizin“ prüfen lassen

Natürlich wurden die Inhalte des Schreibens überprüft. Falls das nicht fruchtet, hat der „Rebell“ wieder etwas Neues auf Lager:

„Dann verschicken wir Anzeigenvordrucke quer durch Österreich. Anzeigen kann jeder jeden, der die ‘Neue Medizin’ verhindert. Denn schließlich könnten damit unendlich viele Menschen gerettet werden.“

Auszug aus dem „offenen Brief“ des Dr. Hamer an unseren Bundespräsidenten

Die Reaktion auf die nach redlichstem und bestem Gewissen verfaßten Briefe des Herrn Amtsarzt Dr. Stangl war … von seiten des med. Establishments von Wut, Haß und Bosheit gekennzeichnet: Es wurde – vermutlich von der Ärztekammer Graz organisiert – ein über zwei Monate währender Dauerterror gegen den Amtsarzt und seine Familie organisiert. Er wurde im Zwei-Minuten-Takt von den sonst anscheinend seriösen Professoren und Primarien in unflätiger Weise angeflegelt. Nach zwei Monaten Dauerterror war die ganze Familie des Amtsarztes von der „ehrenwerten Gesellschaft der Primarien“ weichgeklopft …

Anmerkung von H.Pilhar

Hätte sich unser BP für eine Überprüfung einsetzen dürfen bzw. wäre eine erfolgt, hätte es nie einen Fall Olivia gegeben!

Hätte die Überprüfung ergeben, die Neue Medizin stimmt, dann hätten wir sie anwenden dürfen. Hätte die Überprüfung ergeben, die Neue Medizin stimmt nicht, dann hätten wir Eltern uns sicherlich für die Schulmedizin entschieden. Es existiert aber keine Widerlegung der Neuen Medizin. Es existieren nur Bestätigungen ihrer Richtigkeit.

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