Lieber Helmut,

Hier habe ich Dir einen tollen Erfahrungsbericht. Nichts Weltbewegendes, aber eben genau so was, woran man sieht, wie die Natur funktioniert.

Im April 2019 rief mich eine 18 jährige junge Erwachsene an und fragte, ob sie bei mir ein Praktikum für 3 Monate machen könne, gratis selbstverständlich. Wir verabredeten uns und nach einem kurzen Reinschnuppern war für sie klar, dass sie gerne bei uns mithelfen würde. Ihre Hilfe sah so aus, dass sie von 8-13 Uhr zu uns kam, mit den Hunden spazierenging, die Meerschweinchen fütterte und dann mit mir einen Ausritt machte. Keine grosse Sache, viel Freude, Hobby und Zeit mit meinen Tieren.

Es war eine gute Zeit, wir hatten tolle Gespräche, ich konnte ihr sogar die DVD Migräne geben, die sie sich auch anschaute und womit ihr einiges, resp. ihre Schiene klar wurde.

Am 24. Mai 2019 hatten wir einen Auszeit-Schüler bei uns, und dieser fragte mich, was eine Praktikantin sei und was sie so mache. Ich gab die Frage an die Praktikantin weiter und sie sagte ohne zu überlegen: „Ein Praktikum ist, wenn man gratis arbeitet!“ Peng, das hat gesessen. Ich schaute sie perplex an und teilte ihr dann mit, dass das nicht nur so sei, es gebe sehr wohl Praktikas, wo man etwas verdiene, insofern man überhaupt eine Praktikumsstelle zu vergeben hätte, was bei uns grundsätzlich nicht der Fall ist. Ich erzählte diese Aussage auch noch meiner Familie und konnte es jedoch bei der Praktikantin selber nicht mehr ansprechen, irgendwie war der Moment vorbei.

So war sie weiterhin bei uns und genoss die Zeit mit uns und den Tieren. Am 5. Juli 2019 war ihr Abschied. Wir luden ihre Eltern zu uns zu einem Abschiedessen ein, hatten es gemütlich und zufrieden. Am 5. Juli wachte ich ohne jegliche Kraft auf und musste im Bett bleiben. So verbrachte ich den 5. bis 7. Juli kraftlos und mit Fieber im Bett. Danach ging es wieder zwei Tage und zwei Tage war ich wieder schlapp. Okay… da war was in Lösung.

Ab 13.7. 2019 zeigte sich bei mir leichte Heiserkeit, eine belegte „Stimme“, vor allem Morgens. Am 3.8.2019 hatte ich keine Stimme mehr und befand mich somit in der Epikrise. Bereits am 4.8. war die Stimme wieder etwas da und von da an ging es jeden Tag etwas besser. Einfach langsam und Schritt für Schritt.

Gemäss meiner Berechnung würde ich am 18.8.2019 meine Stimme wieder haben Und so war es dann auch. Seit dem 18.8.2019 ist meine Stimme wieder voll da, es kratzt nichts mehr, alles ist gut.

So hat sich bei mir mit der Aussage meiner Praktikantin ein Schreckangstkonflikt aktiviert, mir blieb die Sprache weg. Und mit ihrem Abschied konnte ich in Lösung gehen, welche ich ohne Arztbesuch und ohne Mittelchen und Globuli wunderbar zu Ende bringen konnte.

Gerne darfst Du diesen Erfahrungsbericht auf Deine HP tun, mir sind sie immer viel Wert, diese Berichte.

Liebe Grüsse
Saskia Z.


Anmerkung von HPilhar

Dieses „nichts Weltbewegende“ hat dann aber doch einige Tage Heilungsphase gefordert und das, wegen einer unbedachten Bemerkung des Gegenüber. Saskia wurde wieder gesund ohne Mittelchen. Sapperlott! Hoffentlich liest das kein Therapeut 😉

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