5000 Köln 41, 4.11.1991

Dr. med. Ryke Geerd Hamer
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Presseerklärung der Familie Hamer zum Schwurgerichtsprozeß im Mordfall DIRK HAMER am 13.-15.11.1991 vor der Cour d’Assises in Paris

Am 13. November 1991 darf nunmehr der 13 Jahre lang unterdrückte Prozeß um den Mord an dem damals 19 Jahre alten Dirk Geerd Hamer vor dem Schwurgericht im Palais de Justice in Paris stattfinden.

Manche vermuten vielleicht, daß die Familie Hamer eine gewisse Genugtuung dadurch empfinde, daß nach so langer Zeit überhaupt noch ein Prozeß stattfindet.

Das ist aber nur sehr bedingt der Fall.

Die Familie Hamer ist vielmehr äußerst skeptisch und versucht herauszufinden, aus welchem Grund nunmehr nach über 13 Jahren Prozeßverhinderung doch noch ein verspäteter Prozeß stattfinden darf.

Dirks Mutter hat 7 Jahre vergeblich auf einen Prozeß gegen den Mörder ihres Sohnes V.E. v. Savoyen gewartet. Sie starb, terrorisiert und demoralisiert durch die Mitglieder und Helfer aller Art dieser furchtbaren und einflußreichen Familie im Jahr 1985.

Tathergang:

Morgens um etwa 3 Uhr kurz vor Tagesanbruch am 18. August 1978 wurde Dirk Hamer in dem Boot des früheren italienischen Staatspräsidenten Leone von 1 oder 2 Schüssen aus dem halbautomatischen amerikanischen Kriegskarabiner des Kalibers 30 M I Nr. 4.367.491 in Bauch und Oberschenkel schwerst getroffen.

Sekunden später taumelt Dirk an Deck, fiel dann ins Cockpit und schrie: „Aiuto, aiuto“ (Hilfe, Hilfe ich bin getroffen).

Was war vorausgegangen?

Dirk war im Urlaub von Sardinien aus mit einer Gruppe junger Leute mit 3 Booten zu einem Kurztrip zur Insel Cavallo gefahren, die zu Korsika gehört. (Cavallo wird auch die Insel der Milliardäre und Königshäuser genannt.)

Eigentlich wollte man abends wieder zurück in Sardinien sein. Da aber Sturmwarnung gegeben wurde, entschloß man sich in der Palmenbucht zu ankern und die Rückfahrt auf den nächsten Morgen zu verschieben. Zufällig ankerte man in der Bucht mit nur wenigen Metern Abstand neben der Yacht des Prinzen Savoyen.

Vom Strand aus gesehen lagen die Boote in der Reihenfolge:

‚Cook‘, ‚Master‘, ‚Mapagia‘ und etwas entfernt die Yacht des Savoyers ‚Aniram‘.

Dirk Hamer war schon abends um 9 Uhr auf der Backbordseite des Bootes Mapagia schlafen gegangen, weil er nicht genügend Geld für das teure Restaurant Les Pêcheurs bei sich hatte.

In dem Restaurant aßen verschiedene Gruppen junger Leute. An einem Tisch saß auch Dr. Nikolas Pende mit etwa 10 dieser jungen Leute, die von Sardinien herübergekommen waren. Sie waren nur durch eine Scheibe von einem Tisch getrennt, an dem der Prinz V.E. von Savoyen mit seinen Freunden tafelte. Dr. Pende ist der Sohn von Professor Pende (früher Genua, später Rom), dem Hausarzt der Familie Savoyen.

Die jungen Leute um Dr. Pende waren in guter Stimmung, man lachte viel. Später berichtete Dr. Pende Dr. Hamer, daß der Prinz wahrscheinlich gedacht habe, er, Dr. Pende, als Sohn des Hausarztes und selbst Arzt, mache sich über den Prinzen und seine Familiengeschichten lustig, was aber nicht der Fall war.

Nikolas Pende kannte den Prinzen nicht näher, dafür kannten aber die Freunde des Prinzen diesen um so besser und machten den Prinzen auf ihn aufmerksam.

Prinz V.E. von Savoyen war zur damaligen Zeit seit etwa 15 Jahren des Intimus des Schah Reza Pah-Levi von Persien. Er lebte die meiste Zeit dort am Hof des Schahs. Als engster Freund des Schahs genoß er in Persien absolute Narrenfreiheit, wie der Schah selbst auch. Die menschenverachtenden Grausamkeiten des Schahs und seiner Clique durften wohl noch jedem in schlimmer Erinnerung sein. Laut Presseberichten bestand die Lieblingsbeschäftigung des Schahs z.B. darin, sich zusammen mit seinen Freunden die Folter-Videos seines berüchtigten SAVAK-Geheimdienstes vom vergangenen Tag anzuschauen. V.E. v. Savoyen bester Freund, der Schah von Persien war es auch, der vom Vater Umberto v. Italien das Placet für die Verbindung mit einer Bürgerlichen erreichte und 1971 seinem Freund die Hochzeit anläßlich der 2.500-Jahr Feier von Persepolis ausrichtete.

V.E. v. Savoyen war hauptberuflich Waffenhändler und Generalvertreter des Mailänder Industriellen Augusta. Er verkaufte Waffen, Hubschrauber und Motorräder nach Iran, Kuwait und die arab. Emirate.

Der französische Reporter Gerard Persian führte damals ein Interview mit V.E. v. Savoyen, was auch in BamS am 10.9.78 wiedergegeben wurde. Persian wurde in der Prunkvilla des Prinzen im Schweizer Millionärsvorort von Genf „Cologny“ herumgeführt und bekam eine riesige Kollektion von Revolvern, Pistolen und Jagdgewehren vorgeführt. U.a. zeigte der Prinz dem Reporter seine 60 Meter lange im Souterrain gelegene Schießhalle. Dazu kommentierte V.E. v. Savoyen: „Hierher kommen oft meine Freunde, dann üben wir uns im Scharfschießen.“

Gerard Persian fragte auch, ob der Prinz bei den vielen Kostbarkeiten und Kunstschätzen keine Einbrecher fürchte? Der Prinz antwortete: „In mein Haus traut sich kein Dieb. Es ist allgemein bekannt, wie viele gefährliche Waffen ich besitze. Demnächst lasse ich in meinem Garten noch eine Kanone aufstellen.“

Nur vor diesem Hintergrund kann man das folgende Geschehen verstehen:

Wie ging es weiter?

Um 3 Uhr schloß das Restaurant. Da verließen sowohl Dr. Nikolas Pende, als auch der Savoyen-Prinz mit seinen Freunden das Restaurant.

Während der Prinz mit seinen Freunden an der Bucht entlang nach Hause ging, konnte er beobachten, wie Dr. Pende von einem kleinen schweizerischen Boot auf die ‚Cook‘ übergesetzt wurde und zum Schlafen unter Deck verschwand. Auch die Schwester des Opfers Birgit Hamer schlief bereits auf diesem Schiff.

Der Prinz und seine Frau Marina Doria eilten, nachdem sie wußten, auf welchem Boot Dr. Pende schlief rasch nach Hause und holten dort den schwersten Kriegskarabiner, mit dem man Elefanten erschießen kann. Marina Doria fuhr ihren Mann mit einem Jeep an den Strand zurück. Einige Freunde des Prinzen waren offenbar am Strand geblieben und schauten dem kommenden Geschehen wie in einem Amphitheater zu, während Marina Doria die ganze Szene mit dem Fernlicht des Jeeps erleuchtet hatte.

Im folgenden wird aus Dr. Pendes amtlicher Zeugenaussage vor dem Richter Breton in Ajaccio vom 21. August 1978 wörtlich zitiert:

„… Ich ging ins Bett und schlief ein. Ungefähr 20 Minuten später hörte ich ein ziemlich lautes Geräusch, ich glaubte, die vertäuten Schiffe würden gegeneinanderstoßen. Ich bin also aus der Kabine herausgegangen, um das notwendige dagegen zu machen. In dem Moment, wo ich aus meiner Kabine herausging, sah ich auf dem Boden achtern des Bootes umgekippte Sauerstofftauchflaschen aus denen Gas entwich. Ich kann wirklich nicht genau sagen, ob diese Flaschen da waren, als ich an Bord kam, aber es ist wahrscheinlich, daß sie da nicht waren, denn sie hätten den Zugang zu der Kabine behindert und ich selbst und meine Freunde hätten das gemerkt.

Als ich diese Flaschen, die Gas verloren, sah, habe ich mich auf den Boden hingekniet, um die Hähne zuzudrehen. In diesem Augenblick hörte ich jemanden etwas in dem Sinne zurufen: „Du hast mein Boot gestohlen, ich werde dir das heimzahlen!“ Als ich den Kopf hob, sah ich den Prinz in einem Schlauchboot stehen, praktisch Bord an Bord mit unserem Schiff. Ich habe ihn genau erkannt, denn der Mond schien hell, er stand mit einem Gewehr, das er mit beiden Händen an der Hüfte hielt und zielte in meine Richtung, sein Gesicht war wutverzerrt und an seiner Haltung sah ich, daß er schießen wurde. In diesem Augenblick legte er das Gewehr blitzschnell an die Schulter in Anschlag und zielte auf mich. Ich warf mich nach vorne auf den Boden des Schiffes, im selben Moment, wo 2 Schüsse fielen und fast gleichzeitig versetzte mir der Prinz einen Schlag auf den Kopf, dem ich teilweise entgehen konnte, indem ich mich umdrehte. Als ich den Kopf zu ihm drehte, hat er sein Gewehr wieder in Anschlag genommen beziehungsweise tat er eine Bewegung, als ob er mich erneut anvisieren würde. In diesem Augenblick stürzte ich mich auf ihn, in der Absicht, die Waffe wegzudrücken, ich habe mich gegen seinen Körper geschmissen und wir sind beide ins Wasser gefallen und ich bin unter den Schiffen hergeschwommen, um auf die Weise eine möglichst große Entfernung zwischen mich und den Prinzen zu bringen. — Was die Benutzung der Bötchen in dieser Bucht anbelangt, um von den Booten zum Strand und umgekehrt zu gelangen, war es üblich, daß die Leute untereinander die Bötchen benutzten, das hat man mir jedenfalls so berichtet. Ich erinnere mich so ungefähr, als ich am Abend auf mein Boot zurückkehrte, daß ein sog. kleines Sodiak (Übersetzboot) an einem der Nachbarboote festgemacht war. Keiner von unseren 3 Booten besaß eines von diesen kleinen Übersetzbötchen.

Als ich in der Nähe des Schiffes schwamm, hörte ich den Jungen ‚Aiuto, aiuto‘ schreien, als er aus der Kabine kam. Ich bin an Bord geklettert, um mich um ihn zu kümmern. Ich stellte fest, daß er schwer verletzt war. In diesem Moment war der Prinz auf sein Sodiak zurückgeklettert und steuerte Richtung Strand und dabei drohte er mir immer weiter. Als ich mich um den jungen Mann kümmerte, drehte ein Wagen die gelben Fernlichtscheinwerfer an und beleuchtete die Schiffe. Ich fürchtete, daß der Prinz noch schießen würde und sagte meinen Freunden, sie sollten sich flach auf den Boden des Bootes legen, denn ich muß hinzufügen, daß ich neben dem Wagen die Shilouette des Prinzen erkannt hatte. Wir waren erst beruhigt, als die Leute kamen und wir uns dann um den Verletzten kümmern konnten.“

Die beiden Schüsse des Prinzen, die Dr. Pende über seinen Kopf streichen gefühlt hatte, kamen von dem an der hinteren Steuerbordseite der ‚Cook‘ in seinem Boot stehenden Prinzen.

Das Bötchen des Prinzen in dem dieser stand, lag dabei, wie Dr. Pende ausdrücklich in seiner Zeugeneinvernahme erklärt hat, Bord an Bord mit der ‚Cook‘. Der Prinz stand quasi mit den Füßen in Höhe des Wasserspiegels. Dr. Pende hatte sich, als die beiden Schüsse gefeuert wurden, flach auf das Deck der ‚Cook‘ geworfen. Der eine der beiden Schüsse durchschlug in Höhe von 1,35 cm – 1,45 cm über dem Wasserspiegel, wie aus dem Polizeibericht vom 18. August hervorgeht, die Glasfiber-Bordwand der Backbordseite der ‚Master‘, worauf der Geschoßmantel zerplatzte, wie das bei dieser Art von Geschossen üblich und gewollt ist (siehe amtliches ballistisches Gutachten, Prof. Ceccaldi). Sodann schlug der Hauptbleikern des Geschosses von 4,1 Gramm durch das Fenster auf der Steuerbordseite des ‚Mapagia‘ und von dort dem auf der Backbordseite der ‚Mapagia‘ in eben dieser gleichen Höhe schlafenden Dirk in den Unterbauch, zerriß dort die rechte Beckenarterie und Beckenvene, so daß DIRK in die Bauchhöhle verblutete.

Sekunden später stürzte er schreiend ins Cockpit und schrie: „Aiuto, ajuto, ich bin getroffen!“

Dr. Pende hörte diese Schreie, als er nach seinem Kampf im Wasser mit dem Schützen, zwischen der ‚Mapagia‘ und der Yacht des Prinzen wieder auftauchte.

Die beiden weiteren festgestellten Löcher in der Steuerbord-Fensterscheibe der ‚Mapagia‘ durften von einer kleineren Portion des Bleikerns des Geschosses herrühren, der ursprünglich 6 Gramm betrug, sowie von einem kleinen Geschoßmantelsplitter.

Über die Rekonstruktion der Geschoßbahn sagt der erwähnte Polizeibericht vom 18.8.78 (6.Uhr morgens):

„… Die Schußbahnrekonstruktion von dem Durchschuß und dem Einschuß und der angenommenen Position des Opfers scheint zu ergeben, daß die Kugel diagonal von dem hinteren Bereich der ‚Cook‘ abgefeuert worden ist und mußte eine ungefähr horizontale Flugbahn gehabt haben.“

Das stimmt überein mit der Schußposition des Prinzen, sowohl was die Position seines Bootes im hinteren Steuerbordbereich der ‚Cook‘ anbelangt, als auch was die Höhe der Schußwaffe über dem Wasserspiegel angesichts der Größe (1,90 cm) des Prinzen anbelangt.

Nach dem amtlichen ballistischen Gutachten von Prof. Ceccaldi, Leiter des wissenschaftlichen Polizeilabors von Paris, ist das aus Dirks Körper herausoperierte, abgeplattete Bleifragment von 4,125 Gramm qualitativ identisch mit dem Material der Geschoßkerne beim Kaliber 30 MI Hirtenberger.

Wörtlich fügt Prof. Ceccaldi hinzu: „Wir haben festgestellt, daß in den meisten Fällen die Geschosse des Kaliber 30 MI Hirtenberger zerplatzen nach Durchschlagen von Wänden einer gewissen Stärke, egal von welcher Beschaffenheit.“ (Paris, 10.5.1979, Nr.34226)

Aus einem weiteren Polizeibericht vom 24.8.78 (piece No. 1352/13) geht eindeutig hervor, daß man an der Steuerbordseite (siehe amtliche Positionseintragung in der Karte) der ‚Cook‘ sowohl das Munitionsmagazin des Prinzen (K. 7,62 30 MI H.P), als auch die bei dem Kampf zerrissene Unterhose des Prinzen („KING KONG“, Taille 36-38 hellblau) im Sand in 3 Meter Tiefe gefunden hat.

Aus der Umgebung des Prinzen verlautete, er würde seinen Hubschrauber schicken, den der Prinz damals samt Piloten ständig zur Verfügung hatte. Man wartete 2 kostbare Stunden vergebens auf den zugesagten Helikopter.

Nach Ablauf dieser Stunden entschlossen sich die jungen Leute, Dirk mit dem Boot ‚Cook‘ nach Porto Vecchio zu bringen, wo Dirk nach 2 weiteren Stunden klinisch tot ankam. Er mußte reanimiert und operiert werden, denn er war in die Bauchhöhle hinein verblutet. Von Porto Vecchio aus flog man Dirk am nächsten Tag nach Marseille, wo das rechte Bein amputiert wurde.

Dann wurde er per Flugzeug nach Heidelberg gebracht, wo er noch 3 Monate mit dem Tod rang, bis er dann nach 19 Operationen am 7. Dezember 1978 starb.

Während anfangs beide Eltern, später nur noch der Vater Dr. Ryke Geerd Hamer am Bett ihres schwerverletzten Sohnes saßen, der zudem durch die Amputation zum Krüppel geworden war, liefen hinter den Kulissen, wie man im nachhinein sehr deutlich sehen kann, die Aktionen der Gegenseite auf vollen Touren.

Der Prinz V.E. v. Savoyen wurde 6 Wochen in Ajaccio in Untersuchungshaft genommen.

In den ersten Monaten nach der Tat war die Täterschaft des Prinzen völlig unstrittig. Selbst Umberto von Italien entschuldigte sich in einem Telegramm an die Eltern des Opfers für die unsinnige Tat seines Sohnes.

Der Prinz unterschrieb ein Schuldanerkenntnis und es wurde in einem Vertrag die Rente für Dirk sichergestellt. Diesen Vertrag unterschrieb Dirk, seine Mutter und sein Vater. Der Vertrag besagte, daß die Familie Savoyen die aktuellen Krankenhaus- und Hotelkosten der Familie Hamer begleichen sollte, sowie eine Rente in Höhe von pauschal 1 Mio. Dollar zahlen sollte, womit eine monatliche Rente für Dirk, von dem man nicht wußte, ob er nicht zeitlebens ein Pflegefall sein würde, sichergestellt werden sollte.

Tatsächlich wurde Dirk aber noch zu Lebzeiten von der königlichen Familie seines Mörders auf das Schändlichste betrogen: Dirks Anwalt Deumas, den ihm das deutsche Konsulat in Marseille besorgt hatte, arbeitete plötzlich gegen seinen Mandanten: Er unterschlug das Original der Schuldanerkenntnis-Urkunde von V.E. v. Savoyen und unterschlug im Verein mit den Anwälten Savoyen die beiden unterschriebenen Rentenverträge. Dirk starb, ohne die von ihm selbst und seinen Eltern unterschriebenen Verträge jemals wiedergesehen oder einen Pfennig Rente bekommen zu haben. Gleichwohl benutzte die Familie Savoyen die Dokumente, um vor Presse und Gerichten eine Millionenzahlung vorzutäuschen!

Zitat Süddeutsche Zeitung vom 11.12.78:

„Pressesprecher der wohlhabenden Königsfamilie hatten gleich nach dem Tod Dirk Hamers die Nachricht verbreiten lassen, die Familie des Toten habe bisher eine Entschädigung von 700 Millionen Lire erhalten (rund 1,7 Millionen Mark). Die Eltern Dirk Hamers legen Wert auf die Feststellung, daß bisher nur die Arztrechnungen vom Königshaus beglichen wurden.“

Wie der Fall weiterging: Korruption auf allen Ebenen

Für die Familie Hamer war und ist es immer noch sehr schwierig, genau festzustellen, wer von all den Behörden, Staatsanwälten, Anwälten, Richtern, Ministern und Staatspräsidenten seit wann und wie vollständig korrumpiert wurde, denn ein Täter dieses gesellschaftlichen Kalibers hat auch politische Freunde des gleichen Kalibers, die ihm gerne jeden Gefallen tun, zumal der Prinz V.E. v. Savoyen Großlogenmeister der verbrecherischen Freimaurerloge P2 war oder noch ist, die über unbegrenzte Macht verfügt. Wir begnügen uns daher damit, Tatsachen aufzuzählen:

Am 18.5.1982 entschied das oberste französische Gericht, die Cour de Cassation, daß der Prinz vor einem Schwurgericht wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit Todesfolge anzuklagen sei. Nichts dergleichen geschah.

Der Staatsanwalt Garci von Bastia bestätigte Dr. Hamer im Februar 1983 bei einem persönlichen Gespräch, zu dem er ihn eingeladen hatte in Gegenwart der Übersetzerin (aktenkundig): „Herr Dr. Hamer, der Fall Dirk ist von der ersten Stunde an korrumpiert auf allen Ebenen. Sie haben keine Chance!“

Dann wurde das Gespräch unterbrochen, weil ein Besucher erwartet wurde, die Unterredung sollte jedoch nach einer Stunde fortgesetzt werden. Der Besucher war ein Anwalt des Prinzen namens Paul Lombard. (Inzwischen zu unrühmlicher Bekanntheit gelangt durch seine Gemäldeaffaire, gegen Kaution auf bedingt freien Fuß gesetzt, sich nicht aus Marseille wegzubewegen).

Als die Unterredung mit Dr. Hamer fortgesetzt werden sollte, sagte Herr Garci: „Herr Hamer, was wollen Sie?“ Dr. Hamer sagte: „Wir hatten vereinbart unser Gespräch jetzt fortsetzen zu wollen.“ Daraufhin Garci: „Herr Hamer, es gibt nichts mehr zu besprechen.“

Am 2.3.1983 veröffentlichte die italienische Nachrichtenagentur ANSA in Bonn die Mitteilung des Oberstaatsanwaltes von Bastia, daß die gesamten Ermittlungen in dem künftigen Prozeß gegen den Sohn des Exkönigs von Italien vom ersten Tag an restlos korrumpiert worden seien von den Helfern, Freunden und Bestochenen der europäischen „Königsmafia“.

Diese Meldung wurde in fast allen italienischen Tageszeitungen groß veröffentlicht. In diesem Moment schlug die bis dahin positive Stimmung für die Rückkehr der Königsfamilie nach Italien (1946 per Volksabstimmung des Landes verwiesen) vollständig um. Man erinnerte sich plötzlich wieder allzugut des Mordes, über den in der ganzen Zeit vorher kein Wort mehr verloren worden war. Exkönig Umberto merkte, daß er nicht mehr die Spur einer Chance hatte, nach Italien zurückzukehren mitsamt Sohn. Er gab auf, enterbte seinen Sohn und starb 10 Tage später…

Das Boot ‚Mapagia‘, in dem Dirk angeschossen wurde, verschwand am nächsten Tag mit Erlaubnis der korsischen Behörden und wurde seitdem nicht mehr gesehen.

Der Bleikern des Geschosses, der aus Dirks Körper herausoperiert wurde, wurde – entgegen allen Usancen – weder in Heidelberg (Kriminalpolizei), noch in Stuttgart (Landeskriminalamt), noch in Wiesbaden (Bundeskriminalamt) fotografiert und untersucht, und zwar auf Bitten hochrangiger deutscher Politiker.

Der Karabiner des Prinzen wurde, wie die Staatsanwaltschaft von Ajaccio erst 1987 feststellte, schon im August 1983, offenbar mit ausdrücklicher Genehmigung des Justizministers Badinter, aus der Waffenkammer des Polizeipräsidiums in Ajaccio entwendet, das Siegel erbrochen. 1990 tauchte plötzlich ein „Ersatzkarabiner“ dieses Typs wieder auf …

Der belgische König Baudouin stellte seinem Vetter Emmanuel, der seinen Paß beim Gericht in Ajaccio hatte abgeben müssen und sich nicht außerhalb von Korsika bewegen durfte, am 1. Dezember 1978 einen neuen Diplomatenpaß (LA 025367) aus, um die Flucht nach Mexiko zu ermöglichen. Ein oder zwei Tage vor DIRKs Tod – die Familie Savoyen war über DIRKs Gesundheitszustand tagtäglich bestens informiert – verließ der Prinz Korsika in Richtung Mexiko. Das Gericht in Korsika wußte sich nicht anders zu helfen, als ihm nach DIRKs Tod, rückdatiert auf den 6. Dezember, die Erlaubnis nach Hause nachzuschicken, sich frei bewegen zu dürfen. Es gibt ein Revers des Prinzen in der Akte, daß er beabsichtige wiederzukommen, falls ein Prozeß stattfinden wird…

Aktivitäten der Familie Savoyen gegen die Familie Hamer in Deutschland

Nach dem Tod seines Sohnes erkrankte der Vater Dr. Hamer 1978 an Hodenkrebs.

Als er im März 1979 nach 2 Operationen schwerkrank darniederlag, (die Überlebenschance wurde damals mit 20% angegeben), bekam Dr. Hamer in Rom Besuch vom Chefredakteur einer großen deutschen Illustrierten, Herrn Pütz Siedel.

Er überbrachte im Auftrag der Savoyen-Familie folgende Bedingungen und Drohungen, für den Fall, daß Dr. Hamer nicht auf sein partie civile verzichten würde:

1. Die Familie Hamer würde aus Rom vertrieben werden
2. Dr. Hamers Ruf würde vollständig ruiniert werden
3. Familie Hamer würde finanziell vollständig ruiniert werden
4. Wenn Dr. Hamer dann immer noch halsstarrig bliebe, würde man ihn mit Hilfe eines Verkehrsunfalls ums Leben bringen

Da man annahm, Dr. Hamer liege im Sterben, nahm man kein Blatt vor den Mund! Ein Prozeß könne lange dauern, meinte Herr Siedel angelegentlich, Dr. Hamer sei doch wohl klug genug, seine Familie abzusichern…

Danach kamen die angekündigten finanziellen Angebote, die von der Familie Hamer empört abgelehnt wurden.

Über die Aktivitäten des Hauses Savoyen gegen die Familie Hamer und speziell gegen den Vater Dirks, Dr. med. Ryke Geerd Hamer, gibt es eine 600-seitige Akte:

Der deutsche Anwalt des Prinzen, Gaub, ein persönlicher Freund von F.J. Strauß, drehte den Spieß um und machte gegen Dr. Hamer ein Farce-Gerichtsverfahren wegen Beleidigung (!) des Prinzen, weil sich Dr. Hamer erdreistet hatte, das Urteil der Cour de Cassation wörtlich zu zitieren. Im Rahmen dieses Verfahrens konnten Detektive und Geheimdienste ungestört die Familie Hamer terrorisieren, es wurde sogar über fast 10 Jahre Interpolfahndung gegen Dr. Hamer verhängt und ständig erneuert, obwohl seine Aufenthaltsorte stets bestens bekannt waren. Jeder Schritt wurde überwacht und Familie Savoyen bekam Meldung erstattet.

Ein kurzes Beispiel für diese Art von Terrorisierung:

1979 drangen, wie in der erwähnten Akte beschrieben wird, Geheimagenten der Familie Savoyen mit Visitenkarte des Rechtsanwalts Gaub, mit Wissen der deutschen Staatsanwaltschaft und Behörden, in die Wohnung der Familie Hamer in Weiterstadt ein und entwendeten alle privaten Aufzeichnungen, Fotoalben, sogar die Liebesbriefe der Eheleute Hamer, alle geschäftlichen Aufzeichnungen und Patentschriften, in der Hoffnung, darunter irgendwelche Aufzeichnungen zu finden, die für Erpressung geeignet seien!

Nahezu alle die in diesen Papieren vorkommenden Personen, Geschäftspartner, Dienststellen und Banken etc., wurden anschließend von Mitarbeitern des Anwaltes des Prinzen, Herrn Gaub, aufgesucht und zur Kooperation im Kampf gegen die Familie Hamer aufgefordert und zum großen Teil auch gewonnen.

Wer wollte sich schon den Intimus des Herrn Franz Josef Strauß zum Feind machen, der, wie nun jeder weiß, in Deutschland der mächtigste Mann war?

Plötzlich hatte auch die Universität Tübingen, wo Dr. Hamer seine Habilitationsarbeit über die Neue Medizin eingereicht hatte, als Anwalt einen Savoyen-Anwalt!

Sowohl die Patente wurden abgewürgt, als auch die Habilitationsarbeit Dr. Hamers, die in der Sache nicht überprüft und unter mysteriösen Umständen abgelehnt wurde.

Der Anwalt der Familie Savoyen, Gaub, höhnte sogar noch, er sei an der Verbreitung der Eisernen Regel Des Krebs sehr interessiert, damit mit der Fragwürdigkeit derselben auch die Person des Dr. Hamer fragwürdig würde.

Der vom Haus Savoyen initiierte Boykott gegen die Neue Medizin

Durch den Tod seines Sohnes selbst an Krebs erkrankt, machte sich Dr. Hamer Gedanken über die Zusammenhänge zwischen psychischem Schockerlebnis, Krebserkrankung und den möglichen Veränderungen im Gehirn. 1981 gelang ihm als internistischer Oberarzt einer der Münchner Universität angeschlossenen Krebsklinik der Nachweis der exakten Zusammenhänge zwischen Psyche, Gehirn und Organ; die inzwischen mit 4 biologischen Gesetzmäßigkeiten als Neue Medizin ein Begriff geworden sind.

Der Boykott dieser Erkenntnisse in den folgenden Jahren würde Bände füllen und soll deshalb an dieser Stelle nicht im Detail ausgeführt werden.

U.a. wurden auf Dr. Hamer mindestens 8 Mordanschläge ausgeübt, einer davon, ein Giftanschlag, im Canale Cinque in Rom 1986, gegen Dr. Hamer und seinen zweiten Sohn Bernd gemeinsam. Höhepunkt des Versuchs Dr. Hamer völlig zu ruinieren und zu diskreditieren waren: Abwechselnd Rufmord-Artikel und Totschweigen der Presse, Versuche, Dr. Hamer wegen Abweichens von der Schulmedizin für verrückt zu erklären, 1986 lebenslängliches Berufsverbot wegen wörtlich: „Nicht-Abschwörens der Eisernen Regel des Krebs und Sich nicht Bekehrens zur Schulmedizin„, sowie „mangelnder Steuerungsfähigkeit zur Schulmedizin zurückzusteuern.“ Trotz Gerichtsurteil weigert sich die Universität Tübingen das Habilitationsverfahren, wie angeordnet, fortzusetzen. Und dies, obwohl die Neue Medizin an jedem nächstbesten Fall reproduzierbar ist und streng naturwissenschaftlich-biologisch und ohne Hypothesen arbeitet.

Das Schlimmste an diesem Boykott ist, daß Millionen Patienten sterben müssen, weil sie durch diesen Boykott nicht in den Genuß der Kenntnis dieser Entdeckung kommen können!

Die Familie Hamer geht mit allergrößter Skepsis in diesen Prozeß!

Die letzten 13 Jahre haben gezeigt, wie wenig das Wort Recht eigentlich bedeutet.

Denn was Recht ist, bestimmen die Mächtigen.

Unser Sohn und Bruder Dirk, der wehrlos und machtlos im Schlaf erschossen wurde von einem Mächtigen dieser Welt, wird für kommende Generationen als Prüfstein der Justiz gelten.

Videant judices!
Familie Hamer

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