Erlangen, 22.12.89

Sog. fragliche Ringstrukturen/Artefakte im Hirn-CT

Die Unterzeichner haben folgende 8 Ausschlusskriterien erarbeitet, die das Vorliegen von sog. Ringartefakten ausschließen.

Ein Ringartefakt liegt demzufolge sicher nicht vor,

  • wenn im NMR eine vergleichbare eindeutige Ringformation sichtbar ist,
  • wenn die Ringe nicht rund, sondern ‘eingedellt’ sind, d.h. offensichtlich Raumforderungen miteinhergehen,
  • wenn eine Kreisformation offensichtlich Gliaeinlagerungen hat,
  • wenn der oder die Ringe nicht im Dreh-Zentrum der Anlage liegen (‘parazentrale Schießscheibenkonfiguration’),
  • wenn mehrere Kreise gleichzeitig nebeneinander bestehen, kann höchstens 1 Ringformation Ringartefakt sein,
  • wenn die Ringformationen einen klinisch-radiologischen ‘Verlauf’ haben, d.h. dass sie auf nachfolgenden Kontroll-CTs wieder an gleicher Stelle, aber verändert sichtbar sind.
  • Die geräteabhängigen Artefakte sind kreisförmige oder kreissegmentförmige Strukturen um das Drehzentrum der Anlage. Wenn solche Strukturen echten anatomischen Gegebenheiten entsprechen können, empfiehlt sich die Wiederholung des Scans mit seitlich oder in der Höhe verschobener Patientenposition. Wenn die Struktur in dem wiederholten Tomogramm bezüglich markanter, patienteneigener Strukturen nicht verschoben ist, liegt kein Artefakt vor.

Siemens Aktiengesellschaft
Bereich Medizinische Technik
Herr Feindor
Dr. Hamer

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