Gegen 8:00 Uhr wurden wir munter. Bald darauf kam Hanni mit ihrer Tochter und machte mit Olivia ihre Übungen.

Die Ärzte verspäteten sich mit dem Abschließen der künstlichen Ernährung derart, dass ich schließlich mit Olivia zur U-Bahn laufen musste. Die Bürokratie verlangte sogar noch einen Schrieb, welchen wir uns an einem Schalter im AKH abholen sollten. Aus Zeitmangel übernahm dies Hanni.

Erika und die Kinder holten uns in Winzendorf vom Bahnhof ab, und wir gingen vis-a-vis in ein Restaurant essen.

Danach waren wir so erschöpft, dass wir uns zu einem Mittagsschläfchen niederlegen mussten.

Telefonat mit Frau Dr. Marcovich:

Sie hatte auf den Anrufbeantworter eine Bitte um Rückruf gesprochen. Spontan fragte mich Erika, welcher Zeitung Frau Dr. Marcovich nun ein Interview vermitteln sollte?

Ich musste lächeln, dachte aber, dass sie uns lediglich Weihnachtsgrüße bestellen wollte. Der Rückruf ergab aber beides. Frau Dr. Marcovich erzählte, dass sie beim „orf“ wegen eines Interviews gewesen war. Dieser gestaltete soeben für die Sendung „report“ einen Jahresrückblick und natürlich kam da auch der Fall Olivia vor. Frau Dr. Marcovich erzählte von einem letzten Interview des Herrn Prof. Dr. Urbanek, der uns sehr für unsere Mitarbeit lobte. Ihr Wunsch war es nun, dass auch wir uns zu Wort melden sollten.

Für mich war die Situation soweit klar. Man wollte Olivia in einem Interview präsentieren, um ihren derzeitigen Gesundheitszustand zu zeigen. Frau Dr. Marcovich stellt sich als Katalysator zur Verfügung. Die Frage blieb, ob unser Interview dann auch wirklich ausgestrahlt werden würde.


Noch spät abends erinnerte mich ein metallisches Geräusch von der Straße her an die angekündigte Observierung, und es wurde mir bewusst, dass der österreichische Staat merkwürdig viel Aufwand „zum Wohle des Kindes“ betrieb.

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