Telefonat mit Frau Stauffer, „Grüne“:

Ich wollte mit ihr das geplante Ärztekomitee besprechen, als sie mir unvermittelt vorwarf, mir ginge es eher im die Neue Medizin als um meine Tochter. Ich war schockiert. Wieso wurde mir dies unterstellt? Was war nun schon wieder passiert? Ich wurde den Eindruck nicht mehr los, dass sich die „Grünen“ wegen des Einsatzes ihrer Clubchefin, Frau Dr. Petrovic, für die Neue Medizin und uns in Schwierigkeiten befanden.

Telefonat mit Dr. Loibner:

Ich berichtete ihm über Olivias Gesundheitszustand. Er empfahl ein homöopathisches Mittel zu besorgen, das die Schwellung abklingen lassen könnte. Eine Operation zog er nur für den Notfall, wie Atemnot, in Erwägung. Für meine Abneigung, Olivia nach Österreich zurückzubringen, zeigte er Verständnis. Seiner Meinung nach war ein Großteil der Bevölkerung auf unserer Seite. Die Chemotherapeuten würden sich verzweifelt wehren.

Telefonat mit Dr. Antonescu:

Dr. Antonescu wurde die Großfahndung nach uns am vergangenen Freitag mitgeteilt. Er versprach, mir darüber ein Schriftstück aus unserem Gerichtsakt zu organisieren. Sollte Olivia sterben, müssten wir mit drei Jahren Haftstrafe rechnen.

Telefonat mit Karin:

Sie berichtete, dass Dr. Hamer das gewünschte Gegengutachten aus Spanien von einem gewissen Prof. Rius erhalten habe. Damit sei die Fehldiagnose des Dr. Jürgenssen und des St. Anna-Kinderspitals erwiesen. Prof. Rius bestätigte das Vorhandensein des Lebekarzinoms. In Kürze würde mein Rechtsanwalt Dr. Antonescu dieses Gutachten erhalten.

Dieses Gegengutachten in Form eines Videos erhielten wir erst in Ulm von Dr. Hamer. Die Abschrift davon machte ich erst viel später. Dr. Hamer verschickte dieses Video an alle wichtigen Fernsehstationen und auch an den Richter Masizek nach Wr. Neustadt.

Video: Dr. Hamer bespricht mit Prof. Rius den Fall Olivia

Ich war überglücklich und überzeugt, dass noch alles gut werden konnte.

Telefonat mit Herrn Czogalla „Spiegel-TV“:

Da meiner Meinung nach Herr Pflughaupt nicht effizient genug voranging, beschloss ich das Angebot der Herrn Czogalla, einen Beitrag über uns zu gestalten, anzunehmen.

Telefonat mit Prof. Pichler:

Nach unzähligen Versuchen gelang es mir endlich, ihn zu erreichen. Ich bedankte mich bei ihm für seinen Vorschlag des Ärztekomitees. Herr Prof. Pichler erwiderte, es liege ihm vor allem die Gesundheit der kleinen Olivia am Herzen. Diese Versicherung sollte ich im Laufe der Geschichte noch von vielen zu hören bekommen. Als ich konkret auf dieses Komitee einging, machte Herr Prof. Pichler einen Rückzieher und fragte, ob nicht wohl besser der Ärztekammerpräsident die Schulmediziner ernennen sollte, da er wohl kaum Ärzte hierfür finden würde.

Natürlich erklärte ich mich einverstanden, schlug sogar vor, Herrn Prof. Jürgenssen und Herrn Dr. Mann oder Herrn Prof. Gadner in dieses Komitee zu berufen. Herr Prof. Pichler versicherte, sein Möglichstes zu tun, nur versprechen könne er nichts.

Telefonat mit Herrn Rilk, Redaktion help-tv:

Auch Herr Rilk bestätigte mir dir Großfahndung am 05.07.1995 nach unserer Familie. Weiters wusste Herr Rilk zu berichten, dass Frau Dr. Petrovic durch ihre Solidarität zu Dr. Hamer bereits beträchtliche Schwierigkeiten bekommen hätte. Welcher Art diese seien, wollte er am Telefon nicht näher erörtern.


Ein paar Zeilen ist die von uns gewählte Pension schon wert:

Angekommen, organisierten wir zuerst das Gasthauszimmer mit TV und Telefon.

Der Sohn der Chefin war zuerst recht unfreundlich, nach der „help-tv“-Sendung jedoch durchaus zuvorkommend. Es gefiel ihnen jedoch nicht, dass wir nicht bei ihnen im Restaurant konsumierten. Wir hatten uns auf Selbstversorger umgestellt.

Als Olivia diese Schmerzen bekam, beunruhigte dies die Pensionsleitung sehr. Die Chefin erklärte, ihren krebskranken Mann bis zu seinem Tode zu Hause gepflegt zu haben. Vorerst hatten wir vereinbart bis Samstag zu bleiben. Durch Olivia wurden wir aber gezwungen ein paar weitere Tage anzuhängen. Eher widerwillig gestatteten sie uns dies. Die Ferienwohnungen selbst waren erste Klasse. Einmal, nach der nicht geplanten Aufenthaltsverlängerung, mussten wir mit der wimmernden Olivia die Wohnung wechseln, da unsere alte vergeben werden sollte.

Wenn Otto guter Laune war, und das war er für gewöhnlich, war er über jeden Gesprächspartner erfreut, um ihn in ungewöhnliche Geheimnisse einzuweihen. So wurde auch einmal dieser Chefsohn sein Opfer. Als ihm Otto nun von der bevorstehenden großen Inflation, vom baldigen 3. Weltkrieg, von UFOs usw. erzählte, machte dieser ein so lustig doofes Gesicht, dass ich unvermittelt weggehen musste, um nicht lauthals aufzulachen. Ich überlegte, dass für den Juniorchef wohl einzig und allein das Geschäft seine Welt ausmache. Über derartige, von Otto vorgetragene Dinge, hatte er sich sicherlich noch nie den Kopf zerbrochen.

Aber auch wegen Otto machte ich mir Sorgen. Seine gutgläubige Offenheit und seine Überzeugung, ein jeder müsse ihn verstehen, wenn er nur lange genug auf ihn einsprach, konnte ins Auge gehen. Sein Gespräch mit dem Juniorchef war unbedenklich. Jenes mit dem Reporter aber schon nicht mehr. Durch sein Opferfasten zeigte er bereits körperliche Schwächen.

Universität Tübingen:

In einem weiteren „Gutachten“ wird die Habilitation Dr. Hamers von Prof. Dr. med. G. Rassner abgelehnt. Rassner: „ … und möchte der Fakultät empfehlen, sie als schriftliche Habilitationsleistung abzulehnen.“

Die Erkenntnis der Neuen Medizin wurde bis dato immer nur begutachtet, aber niemals öffentlich verifiziert.

Dr. Routil, steirischer Ärztekammerpräsident, erklärte im Steirischen Rundfunk am 19.07.95: „Anerkannt oder nicht anerkannt kann normalerweise nur werden, was empirisch überprüft worden ist.“

Irgendwie kam mir die Schulmedizin immer öfter schizophren vor.

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