MARKT RETTENBACH (lsw) – Die dreijährige an Leukämie erkrankte Katharina aus Markt Rettenbach im die Landkreis Unterallgäu wird zur weiteren Behandlung in die Universitätskinderklinik Tübingen gebracht. Auf diesen Kompromiß einigten sich das zuständige Jugendamt und der Rechtsanwalt der Familie. Nach Angaben des Anwalts vom Montag soll Katharina in Tübingen eine “herabgeminderte Art der Chemotherapie als weitere Behandlung” erhalten. Die Wahl der Universitätskinderklinik war möglich geworden, nachdem das Amtsgericht Memmingen einen Beschluß geändert hatte, der die Einlieferung des Mädchens in die Universitätsklinik von Ulm vorschrieb.

Nach wie vor hält das Gericht seinen Beschluß aufrecht, der den Eltern das Sorgerecht entzogen und das Jugendamt Mindelheim entsprechend eingesetzt hat. Der Rechtsanwalt der Familie stellte am Montag einen Antrag beim Memminger Amtsgericht, den Beschluß aufzuheben und das Sorgerecht den Eltern zurückzugeben. Wer die freie Arztwahl habe, habe auch das Recht auf freie Wahl der Behandlungsmethode, argumentierte der Rechtsanwalt gestern.

Die Eltern wehren sich noch immer gegen eine weitere chemotherapeutische Behandlung ihrer Tochter, da die erste, in einer Klinik in Ulm vorgenommene Stufe bei dem schwere körperliche und psychische Schäden verursacht habe. Deshalb hatten die Eltern ihr dreijähriges Töchterchen versteckt gehalten, weil sie befürchteten, daß es ihnen weggenommen wird.

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