Gerettet. Olivia Pilhar (6) aus Österreich war 1995 schwer an Krebs erkrankt. Ihre Eltern suchten mit ihr Zuflucht bei einem Wunderheiler – doch ihre Rettung verdankt das Mädchen der Schulmedizin.

Im Mai 1995 stellten Ärzte bei Olivia Pilhar (6) aus Maiersdorf bei Wien einen stark wuchernden Nierentumor fest. Sie rieten zur Operation und Chemotherapie. Doch ihre Eltern, Helmut und Erika Pilhar, lehnten die Schulmedizin ab. Sie wollten eine schonendere Therapie für Olivia finden und ihr die belastende Chemotherapie ersparen. Die Eltern, Anhänger des selbst ernannten Krebsheilers Ryke Geerd Hamer, glaubten, dass nur der deutsche Arzt ihrer Tochter wirklich helfen kann. Um dem Zugriff der Behörden im eigenen Land zu entgehen, flohen die Pilhars monatelang quer durch Europa. In Österreich wurde inzwischen nach den Eltern wegen Kindesmisshandlung gefahndet, ihnen das Sorgerecht entzogen. Hamer behandelte Olivia zwischen Mai und Juli 1995 mehrfach. Doch seine Theorie, wonach nur ein psychischer Konflikt des Kindes gelöst werden muss, um den Krebs zu besiegen, griff nicht. Der Tumor wuchs weiter. Als Olivia mit ihren Eltern im Juli 1995 nach Österreich zurückkehrten, wog sie nur noch 17 Kilo, musste sofort operiert werden. Mit Chemotherapien und Operationen retteten die Ärzte das Leben des Kindes. Heute gilt Olivia als geheilt, lebt wieder bei den Eltern in Maiersdorf. Die sind nach wie vor überzeugt, für ihr Kind immer das Richtige getan zu haben .

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