Morgens fuhr ich mit Alexander ins Dorf und brachte ihn zum Friseur. Anschließend führte ich folgende Telefonate:

Telefonat mit Dr. Papadakis, Urologe:

Ich erklärte ihm kurz den Zustand von Olivia und auch das bereits vorhandene Medieninteresse. Vielleicht, so überlegte ich, war das mein erster Fehler gewesen.

Telefonat mit Burgau:

Nach einer kurzen Schilderung über die derzeitige Entwicklung erwähnte ich den beabsichtigten Besuch bei Dr. Papadakis, als mir plötzlich einfiel zu fragen, ob deren Telefon eventuell abgehört werde. Es könne nicht ausgeschlossen werden, war die Antwort. Vielleicht war dies mein zweiter Fehler gewesen, ärgerte ich mich.

Telefonat mit Herrn Rilk, „help-tv“:

Er bestätigte das Kommen von Prof. Jürgenssen. Statt der Live-Sendung solle ein längerer Beitrag aufgezeichnet werden. Ich musste lachen, und als er verwundert nach dem Grund meiner Belustigung fragte, meinte ich, dies geahnt zu haben. Es war klar, dass dadurch dem „orf“ ein Schneiden und Manipulieren des Beitrags möglich wurde. Ob darauf Dr. Hamer einsteigen würde, konnte ich nicht versichern. Den Termin für die Dreharbeiten beraumten wir für kommenden Freitag gegen 11:00 Uhr an. Den genauen Ort gab ich nicht bekannt, vereinbarte aber, ihn dann am Morgen gegen 7:00 Uhr anzurufen und bekannt zu geben. Lediglich den Umkreis von 2 Stunden Wegzeit verriet ich.

Telefonat mit Dr. Herz:

Der Termin wurde für den kommenden Freitagnachmittag fixiert.

Telefonat mit Dr. Hamer:

Ich erzählte von meinen Misserfolgen, einen Rechtsanwalt zu bekommen. Er nannte einen aus Granz namens Dr. Antonescu, der ihn bereits einmal vertreten hatte und auch die Neue Medizin so halbwegs kannte.


Dies war wirklich eine überaus erfreuliche Nachricht. Meine Bemühungen um einen Rechtsanwalt scheiterten alle daran, weil die Neue Medizin für sie absolut kein Begriff war. Jetzt endlich hatte ich einen Anwalt in Aussicht, der Dr. Hamer sogar schon einmal verteidigt hatte. Ich hätte vor Glück Purzelbäume schlagen können. Sofort rief ich ihn an und bekam wirklich auch gleich für kommenden Tag einen Termin.

Meine bisherigen Erfahrungen mit Ärzten und Rechtsanwälten waren nicht gerade die Besten, wie die bisherige Geschichte auch deutlich zum Ausdruck brachte. Nun war ich gespannt, wie sich der deutsche Urologe Papadakis und der Grazer Anwalt Antonescu verhalten würden.

Nachmittags malte ich den Anbau innen neu aus, in dem Gerald seine Säfte und Obst lagerte. Erika und Karin fuhren mit dem LKW voll Flaschen zu einer Flaschenreinigungsstelle und kamen erst gegen 22:00 Uhr zurück. Am Abend brachte ich die Kinder ins Bett.

Olivia war den ganzen Tag über lethargisch. Sie spielte kaum und ging mittags feiwillig schlafen. Sie erzählte mir ihr Mittagsschläfchen am Abend, ich hatte es gar nicht bemerkt. Gerald stellte bei Olivia eine Wirbelsäulenverkrümmung und ein paar in Richtung Körperinneren verschobene Wirbel fest. Dass Olivia über Rückenschmerzen klagte, sei kaum verwunderlich, meinte er. Fraglich war, seit wann sie darunter litt.

Abends, nach getaner Arbeit, überlegten Gerald und ich den Ablauf der „orf“- Dreharbeiten. Wir erkannten, dass wir bei einer von der Polizei gestellten Falle machtlos wären. Nach einer telefonischen Auskunft von Veronika hatte ich einen Brief von Dr. Rostovsky erhalten. Vermutlich war ihr Rücktrittsschrieben darin. Arme, mutige Frau Doktor! Sollte das wirklich ihr befürchteter Prozess werden?

Liste mit allen Tagebucheinträge, chronologisch sortiert, aufrufen

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