Gleich nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zu dieser Raststation.

Aber es war wie verhext, wir konnten nicht den Rückweg finden. Schließlich hielten wir auf dem Pannenstreifen der Autobahn die beiden Wagen an, um uns zu beraten. Ich stieg aus dem Wagen, um zu Otto zurück zu gehen, als dieser plötzlich über meine Schulter hinweg jemandem zulächelte. Ich weiß nicht wie es kommen konnte, aber vor dem Wagen den ich steuerte, stand plötzlich ein LKW und der Fahrer war im Begriff auszusteigen. Ich hatte diesen LKW weder gesehen noch gehört. Der Fahrer kam mit winkenden Händen auf uns zu, meinte, er habe erkennen können, dass wir uns verfahren hätten und wir bräuchten ihm nur zu sagen, wohin wir wollten, so würde er uns sicher dorthin geleiten. Mir kam diese Szene vor, als hätte uns der liebe Gott diesen Fahrer geschickt. Er brachte uns zu dieser Raststation, hob die Hand zum Gruß und fort war er wieder.

Telefonat mit Herrn Czogalla:

Dr. Hamer hatte ihm das Gegengutachten und das Video aus Barcelona geschickt. Die Übersetzung des Schriftstückes hätte aber lediglich die Bestätigung des Wilmstumors ergeben und das Video sei ganz leer, klagte er.


Ich konnte mir nicht zusammenreimen, was hier geschehen war. Wieso sollte Dr. Hamer ein leeres Video verschicken?

Das Ergebnis der Übersetzung war mir klar. Prof. Rius erstellte ein schulmedizinisches Gutachten mit einem Hinweis darauf, dass nach der Neuen Medizin sehr wohl drei Krebsgeschehen vorlagen. Dieses Gutachten hatte leider wirklich nicht die von Dr. Hamer versprochene Sprengkraft. Zu undeutlich kam hier diese wesentlich Aussage zum Tragen, und das Video hatte ich noch nicht gesehen. Ich befürchtete Schlimmes.

Dr. Hamer verspätete sich gewaltig, aber er kam und hatte das Video dabei. In einem Vortragssaal der Raststation konnten wir es uns ansehen und wir waren begeistert. In allen wichtigen Punkten gab Prof. Rius Dr. Hamer recht. Das Video zeigt Prof. Rius und Dr. Hamer vor den CTs von Olivia und im Gespräch über die verschiedenen Krebserkrankungen.

Er hatte dieses Video mehrmals kopiert und an „spiegel-tv“, „orf“ usw. und auch an den Pflegschaftsrichter Masizek verschickt. Hierbei war ihm ein Fehler unterlaufen und einige Kopien blieben leer, was er aber sofort mit einer neuerlichen Versendung gutgemacht hatte.

Dass es Olivia wieder besser ging, freute ihn sehr und überhaupt hatte das Video unsere Stimmung stark gehoben. Dass der Richter in Wr. Neustadt Augen machen würde, wenn er das Video sah, nahmen wir an. Trotzdem gingen wir weiter strategisch vor. Wir sollten noch an diesem Tag in die Schweiz zu Freunden von Dr. Hamer fahren und dort absolut ruhig und ohne Kontakt zu den Medien bleiben.

Dort sollte Olivia ihren Krebs ausheilen können. Mit dem Gegengutachten konnten die Behörden nun mehr von einer weiteren Verfolgung Abstand nehmen, wir aber sollten erst wieder nach Österreich, wenn Olivia völlig gesund sei. Seine dortigen Freunde kannten die Neue Medizin, und wir konnten sicher auf deren Beistand zählen.

Gegen den Abend machten wir uns auf den Weg in die Schweiz. Wir waren über eine Stunde gefahren, als ich einen Anruf von einem Freund aus Österreich erhielt. Er warnte uns, dass vermutlich bereits die Interpol nach uns fahnde. Wir waren schockiert. Wir wurden gejagt wie die Hasen und kein Gegengutachten konnte sie von ihrem Vorhaben, Olivia in die Hände zu bekommen, abhalten. Wir änderten sofort den Plan, mit der Fähre über den Bodensee zu fahren und wählten die längere Route auf der Autobahn rund um den Bodensee. Es schien uns zu gefährlich, die lange Zeit auf der Fähre festzusitzen.

Gegen 22:00 Uhr kamen wir an die deutsch-schweizerische Grenze und beschlossen, uns dermaßen auf die beiden Autos zu verteilen, das Otto und ich in einem und die Kinder mit Erika und Irene im anderen Wagen die Grenzkontrolle passierten. Gesucht sollte ja nach unserer Familie werden, somit würde Mann, Frau und drei Kinder verdächtig erscheinen. Andererseits waren in Erikas Reisepass alle drei Kinder eingetragen, so dass wir die Kinder nicht aufteilen konnten. Wir waren furchtbar nervös und wirklich wurde Otto vom Grenzbeamten näher über Ziel und Aufenthaltsort befragt, schließlich aber doch durchgelassen.

Wir waren in der Schweiz, die Freude über den geglückten Grenzübertritt riesig.

Spät abends kamen wir an unser Ziel an. Dr. Hamers Bekannte, Gerda, hatte bereits für unsere Ankunft alles vorbereitet, und wir waren bald in unseren Betten. Wir alle waren völlig erschöpft.

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