Hallo Hr. Pilhar,

ich war vor Kurzem in Hannover bei Ihrem Seminar. Das erste besuchte ich vor 3 Jahren und mit der Germanischen beschäftige ich mich seit mindestens 6 Jahren.

Von Beruf her bin ich Krankenschwester, aber nicht mehr in diesem Bereich tätig.

1988 – 1991 machte ich die Ausbildung, bei der man auch von Ärzten unterrichtet wird. Als es um Krebs ging, welcher laut Internist über die Lymphe metastasiert, und mir das so gar nicht klar war, wurde meine Frage total niedergebügelt und mir sozusagen das Denken verboten. Bei dem Arzt war ich untendurch, er hatte mich auf dem Kicker und fragen brauchte ich nie wieder was.

Ein paar Jahre später (95 – 98) arbeitete ich in einem großen Klinikum in S. auf einer Allgemeinchirurgischen Station, welche sich mehr als Onkologie entpuppte.

Den Verlauf der Patienten kann ich nach der Germanischen nur bestätigen: Erst war der Krebs nur im Darm oder Brust, dann auf einmal auch in den Lymphknoten oder der Leber und auf einmal auch Bauchmetastasen oder Lunge !?

Dort aufgehört habe ich wg. der körperlich und psych. Belastung, da dem Personal bekannt war, dass den Pat. mit Pankreas-Ca schwere Strapazen zugemutet wurden, indem sie Chemo zu Studienzwecken erhielten, 5 Tage Bettruhe, Katheter, Sonden, tgl. Röntgenkontrolle usw. erhielten und mit der Hoffnung des Überlebens gearbeitet wurde. Die meisten verstarben wenige Wochen danach.

Wenn ich darüber schreibe, geht es mir heute noch nahe bzw. berührt mich sehr und manche Pat. könnte ich noch mit Namen benennen oder zeichnen. Ich verließ die Klinik und arbeitete dann nur noch in amb. Pflegediensten.

Sie baten mich ja meine Erfahrungen zu schreiben, gerne können Sie sie veröffentlichen, ich freue mich auch über jeden Erfahrungsbericht.

Herzliche Grüße an Sie
Claudia

Anmerkung von H. Pilhar

Wenn man in diesem Glaubens-System „Schulmedizin“ nicht kritiklos mitspielt, wird man ausgegrenzt. Unkritisch muß man dem „Befehl von oben“ gehorchen und gegen seine eigene ethische Überzeugung aggieren. Viele Pfleger und Ärzte kommen dadurch in Gewissenskonflikten. Jene mit Charakter steigen aus.

Der Fall dieser Ex-Krankenschwester ist keine Ausnahme.

Ich danke dieser Frau für Ihren Bericht. Sicherlich schreibt sie vielen Berufskollegen aus dem Herzen.

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