Lieber Helmut,

Vor ca. 4 Jahren besuchte ich bei Dir im Sommer das Seminar in Österreich, ich glaube Stufe 1-3. Sicher findest Du noch meine Adresse von mir und ich erhalte auch regelmässig Deine Emailpost.

Selber befasste ich mich immer mal wieder mit der GNM, liess es dann beim Weiterempfehlen manchmal auch sein, weil ich mich etwas unsicher fühlte. Sowieso bin ich nicht so schlagfertig und weiss auch nicht so recht, was man denn eigentlich machen sollte, sobald dann wirklich so ein Tumor in der Gebärmutter oder wo auch immer ist, wie das bei einer älteren Bekannten der Fall war. Sie nahmen ihr alles raus, weil sie hätte gar kein offenes Ohr für meine Gedankenanstoss der GNM gehabt.

Nun bin ich selber eine Betroffenen und ich würde dir gerne meine Blinddarmgeschichte erzählen:“unverdaulicher Ärger“ – Ja, ganz klar!

Ich hatte wirklich einen, besser gesagt zwei unverdauliche Ärger. Einer war schon am Donnerstagabend wegen nicht wieder Auffinden der Apple-ID… Alle möglichen Passwörter klappten nicht und ich verfluchte wirklich den ganzen Technik-Computer-Schei…, fühlte mich auch wirklich deppert, wie schon oft mit dem ganzen Computerzeug. Unfähig, obwohl ich auch sehr gut in dem sein kann… Nur habe ich auch hohe Erwartungen an mich.

Auch ärgerte ich mich über meinen Kollegen, für den ich ja auch überhaupt übers Internet mit meiner Kreditkarte eben seine Sachen bestellte, worauf dann die ganzen neuen Sicherheitsfragen folgten und man eben eine App installieren hätte können oder irgend ein Passwort (was ja dann eben nicht ging, meinen Fähigkeiten überforderten, mich sowieso bis zum geht nicht mehr nervten, dass ich nicht mal meine Apple-ID auffinden konnte, wo doch jeder weiss..).

Ich spürte, wie ich mich über mich ärgerte und aber auch über meinen Kollegen, dass er nicht mal selber eine Kreditkarte besass und aber mich damit belastete (und ich ja auch nicht voraussehen konnte, dass neue Sicherheitsmassnahmen eingeführt worden sind und ich selten online bestelle… Jedenfalls schnitt ich vor ihm ziemlich doof ab, kompliziert, nicht in der Lage….

Ok. Ich rief dann am nächsten Tag im Kreditkarteninstitut an und alles war nachher geklärt, richtig eingerichtet und die Probleme behoben. Aber ich musste mich wirklich immer noch vom Ganzen erholen, weil es den ganzen Abend gekostet hat und ich noch so viel hätte erledigen müssen, wie das ja eigentlich immer so ist…

Dann folgten am nächsten Tag noch folgender Ärger: ein Stuhl wurde mit einem Defekt geliefert, worauf ich den wieder zurück schicken wollte. Hierzu schickte man mir eine Retouretikette online. Diese klebte ich auf… und dann ging ich los….

Ein recht grosses Packet zum Tragen, aber bis zur Post sollte es ja mit ÖV grad so reichen. Doch die Post nahm DPD–Retouren nicht an. Wieder fühlte ich mich deppert, dass ich das nicht vorher gesehen hatte und hätte wissen müssen… und dachte, ja ok, probierst in dem Fall mal DPD zu erreichen, wohin mit dem Packet denn jetzt. Doch die Nummer auf der Etikette funktionierte nicht und auf deren Internet war keine Telefonnummer. Ich begann mich wieder so stark zu ärgern, ab all dem modernen organisatorischen Zeug… kompliziert, alles musst irgendwie selber auf die Reihe kriegen… ich konnte lediglich an DPD eine Email schreiben.

Doch die Antwort liess auf sich warten (… erst 3 Tage später …) – ich war ja immer noch mit dem grossen Paket in der Stadt unterwegs und wusste nicht wohin mit dem Schei… Ok, probierst mal bei der SBB, wo es auch mit DHL-Rückgaben klappt, doch auch sie nahmen es nicht an und auf die Frage, wo den DPD die Annahmestelle hätte, antworteten sie, das wüssten sie nicht, dass sei die Konkurrenz, sie hätten keine Ahnung.

Ok, noch immer blieb mir also das riesen Packet zum Rumtragen und ich hatte dann einen Coiffeurtermin, wo ich das Packet dann halt mit in den Salon mitschleppte.

Kurz vorher rief ich noch der Firma an, die mir ja den defekten Stuhl schickte, um diese zu fragen, wo die verdammte DPD denn die Annahmestelle in meiner Stadt hätte. Der Typ sagte faul, dass wüsse er auch nicht, da müsste ich mich selber darum kümmern …

Das gab mir echt den Rest und ich ging dann einfach mal zum Coiffeur, um mich bisschen zu entspannen… Schwierig, aber es ging so einigermassen.

Dann wollte ich zahlen und hatte jetzt also auch noch das Portemonnaie vergessen. Das langte mir dann einfach mal und ich fand, für heute (und auch noch vom gestrigen Abend) reiche es mir einfach, ich würde mit meinen 50 Jahren langsam mit dem modernen Alltag nicht mehr so richtig zurecht kommen… wirklich alles so kompliziert, von Ipad, Iphone abhängig und auch die Feststellung, ohne Geld im Sack bist einfach grad nochmals am Arsch…

Nichts, aber gar nichts geht dann.

Meine Kollegin, die in der Nähe wohnte, bezahlte mir dann die Coiffeurrechnung vorerst mal und gab mir noch ein bisschen Geld zum Einkaufen. Beim Einkaufen dachte ich, ich belohne mich mit einem feinen Nachtessen und koche mir feinen Fisch… Nach dem Nachtessen ging ich schon bald schlafen, weil ich wirklich „hinüber“ war.

Dann wurde ich mit starker Übelkeit und Bauchweh geweckt. Sofort dachte ich, der Fisch war wohl nicht ok, und ich fühlte mich sehr elend. Nachdem ich mich übergeben konnte, war es mir etwas wohler, aber ein sehr komisches Gefühl im Bauch blieb… Da ich nicht wissen konnte, wie schlechter Fisch sich anfühlt, aber wusste, dass das recht übel sein konnte, dachte ich, ok, auch das wird in 2-3 Tagen vorüber gehen…

Gleichzeitig bedauerte ich mich aber sonst nicht mehr, weil hätte ja eh nichts genutzt, sondern blieb möglichst positiv, auch das schön zu ertragen, auf das es dann doch bald wieder besser würde.

Ich fühlte mich die nächsten Tag immer noch schlapp, aber schon am 3. Tag ging ich wieder arbeiten. Da ich eine sitzende Tätigkeit habe, ging das.

Komischerweise aber spürte ich Schmerzen in der Leiste. Ich hinkte. Und ich dachte, ja vielleicht zu viel Sport gemacht oder die Lymphen sind bisschen in Mitleidenschaft gezogen worden vom Fisch… jedenfalls dachte ich, ja auch das geht dann schon wieder vorüber.

Doch der Schmerz in der Leiste wurde bei längerem Stehen paar Tage später immer stärker, worauf ich dann doch zum Arzt (den habe ich 20 Jahre nicht mehr gesehen) ging.

Er schickte mich mit Verdacht auf Blinddarm ins Spital.

Nachdem die Ärzte aber keine typischen Blinddarmsignale, aber dennoch leichte Schmerzen bei Druck in der Gegend erkennen konnten, machten sie einen Ultraschall. Auch da, der Blinddarm war nur leicht entzündet und der Wurmfortsatz ganz wenig am Anfang entzündet. Sonst war alles ok.

Sonderbar war ja auch, dass ich inzwischen ja nun schon seit 8 Tage diese Schmerzen in der Leiste hatte – und ein geplatzter Blinddarm würde ja dann innerhalb sovieler Tage schon andere Dinge anstellen.

Erst mit einem CT konnte man sehen, dass mein Körper einen Abszess in der Gegend vom Blinddarm gebildetet hatte. Die genaue Diagnose lautet: Perityphlitischer Abszess im Rahmen einer Appendizitis perforata – nahe dem M. Psoas.

Mit Hilfe der CT wurde mir über eine „Nadel“ der Eiter entzogen, im Anschluss intravenös Antibiotika verabreicht und die Wunde durch ein Schläuchli (wo vorher der Nadeleinstich war) regelmässig ausgespült (bis sie nach 3-4 Tagen schon praktisch verheilt war und nichts mehr rein ging). Die ganze Woche lief durch das Schläuchli auch immer Blut und Serum ab… gegen Schluss nur noch Serum. Das war ein sehr gutes Zeichen.

Man hat mir den Blinddarm und den Wurmfortsatz – alles – noch gelassen, weil das eine ganz andere OP gebraucht hätte. Und beides zusammen wäre äusserst ungünstig gewesen. Ich fühlte mich, obwohl ich sonst noch nie im Spital war, gut beraten, betreut, sehr liebevoll und freundliche (und das auch bei nur „allgemein“ versichert! – die höhere Stufe wäre dann halbprivat und die höchste Stufe privat).

Ich habe mich 1 Woche lang im Spital bestens erholt und es geht mir jetzt wieder prima. Begleitend zum Antibiotiukum (zu Hause jetzt oral) nehme ich Homöopathie und Perenterol sowie Bioflorin. Und ich achte sehr auf die Ernährung.

Es hiess, so in 4 Monaten wäre es sehr ratsam, den Blinddarm (also ja eigentlich den Wurmfortsatz) dann doch noch operativ zu entfernen. Nicht, dass sich das ganze nochmals wiederholt.

Nun, natürlich möchte ich nicht nochmals ins Spital. Aber bei meinem Charakter kann ich auch nicht ausschliessen, dass ich nicht wieder mal eine Situation mit unverdaulichem Ärger gerate, die ich einfach nicht steuern oder so locker aushalten kann.

Ich bin zwar meditativ schon recht gut unterwegs, dennoch hatte es mir an jenem Abend mit dem Kreditkartenzeugs und an jenem Tag mit dem Paket leider doch auf den Blinddarm geschlagen.

Anmerkung von H. Pilhar

Wirklich lustig geschrieben!

Tja, vor einem Biologischen Konflikt (DHS) ist nichts Lebendiges gefeit! Wie sollte man sich auch vor etwas schützen, mit dem man nicht gerechnet hat?

Warum sollte man sich den Blinddarm rausschneiden lassen, wenn alles wieder gut ist?

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