Lieber Helmut,

nachdem ich den Erfahrungsbericht vom 16.06.2017 über den lokalen Selbstwerteinbruch las, musste ich echt schmunzeln, denn das errinnerte mich auch an eine ähnliche Geschichte meinerseits, ebenfalls die Ringfinger betreffend, die ich gern teilen möchte.

Ich bin Rechtshänderin und spielte seit meiner Kindheit mit großer Freude Volleyball. Als ich später meinen Mann kennenlernte, kamen andere gemeinsame Hobbys dazu und zum Volleyball spielen hatte ich nur selten Gelegenheit. Meinem Mann zu liebe gab ich aber den Sport damals komplett auf und dann kamen auch noch die Kinder und es begann sowieso ein schöner neuer Lebensabschnitt, wo wir auch mit unserem großen gemeinsames Hobby pausierten.

Da mich aber irgendwann als die Kinder etwas älter wurden, die Sehnsucht nach dem Volleyballsport wieder ergriff, und es einfacher für meinen Mann und mich war, wenn einer von uns einen Sport allein ausübte, während der andere Elternteil bei den Kindern blieb, begann ich trotz etwas Widerwillen meines Mannes, hin und wieder auch für mich etwas zu machen.

Das Interessante daran ist, jedesmal wenn es mir gelang einen Abend für’s Volleyball spielen frei zu bekommen, bekam ich aber im Training Probleme mit meinen beiden Ringfingern und musste sie eintapen. Die Ringfinger assozierte ich also mit meinem Mann oder unserer Ehe allgemein, wenn ich schlechtes Gewissen gegenüber meinem Mann hatte.

Warum die Reaktion am linken Ringfinder? Nun bevor wir heirateten trug ich von meinem Mann einen Freundschaftsring an der linken Hand. Beide Ringe waren für mich von großer Bedeutung.

Während des Trainings war ich also konfliktaktiv wegen meinem schlechten Gewissen und es gab Zell- im Bereich der Ringfinder mit Funktionseinschränkung. Wenn ich nach Hause kam und die Stimmung zwischen meinem Mann und mir entspannt war, bekam ich eine Schwellung, also Zell+ an den Fingern, die immer nach einer kurzen Zeit wieder verging.

Die Erlösung kam, als mein Mann den Sport als wichtigen Teil von mir akzeptiert hatte und mich sogar selbst zum Training schickte, wenn er das Gefühl hatte, dass ich lästig werde. Von da an hatte ich kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ich alleine zum Sport ging und hatte ich auch keine Probleme mehr mit den Fingergelenken :-).

Liebe Grüße


Anmerkung von H.Pilhar

Dr. Hamer sagt, der Knochen ist unser Gewissen!

Es ist doch immer wieder interessant zu erfahren, wie der Mensch assoziiert. Der Konflikt wird gewesen sein, als der Ehemann „maulte“.

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