Olivia hatte die Nacht vollkommen ruhig verbracht. Tagsüber drängten die Kinder darauf, endlich Feuerwerkskörper knallen lassen zu können. Olivia wurde von allen mit Geschenken regelrecht überhäuft. Heute hatte sie Geburtstag.

Gegen Mittag kam mein Bruder Günter auf Besuch. Von all meinen Geschwistern verstand ich mich mit ihm noch am besten. Auch er konnte nicht verstehen, aus welchen Motiven heraus Silvia sich derart massiv in unsere Angelegenheit eingemischt hatte.

Erika, die Kinder und ich fuhren in eine nahegelegene Pizzeria essen. Elisabeth stürmte in einen Raum des Lokals und riss aus Neugier eine Plastikkrabbe von der Wand. Zur Strafe musste sie während des Essens völlig ruhig sitzen.

Anschließend fuhren wir zu einer befreundeten Familie nach Grünbach. Diese hatte vor kurzem ein ehemaliges Wirtshaus erstanden, und sie waren gerade dabei, es zu renovieren. Auch an diesem Tag ließen sie die Arbeit bis 16:00 Uhr nicht ruhen. Dann allerdings konnten wir uns für ein paar Stunden gemütlich zusammensetzen. Er, Roman, war Grafiker und mit ihm besprach ich eine Zeichnung von Olivia als Motiv für eine Postkarte verwenden zu wollen. Er erklärte sich einverstanden, mir dabei zu helfen.

Als es bereits dunkel geworden war, fuhren wir zurück nach Maiersdorf, holten die Knallkörper und fuhren mit der Familie D. und K. raus auf ein Feld und verschossen alles, was wir hatten. Für die Kinder und uns war dies ein Mordsspaß.

Olivia war müde geworden, und ich brachte sie mit Erika nach Hause. Mit allen anderen fuhren wir widerum in die Pizzeria, da sämtliche Kinder Hunger angemeldet hatten. Zwei Tische mussten zusammengestellt werden, damit insgesamt sieben Kinder daran Platz finden konnten. Der Älteste war 10, die Jüngste war vier Jahre alt. Die Kinder an ihrem Tisch beim Essen und in lustige Gespräch vertieft sitzen zu sehen, war ein fröhlicher Anblick.

Schließlich holte ich wieder Erika, Olivia war bereits schlafen gelegt worden, und wir setzten uns noch bei den D.s zusammen um den Jahreswechsel abzuwarten. Es wurde jede Menge getrunken, vor allem aber von mir.

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