Gegen 6:30 Uhr kam Veronika und weckte mich. Was würden wir ohne sie in unserer schrecklichen Situation machen? Sie ist absolut zuverlässig, und ich bin ihr von Herzen dankbar. Schnell packte ich zusammen und fuhr nach Wr. Neustadt. Die verbleibende halbe Stunde nützte ich für ein Frühstück im Bahnhofsrestaurant.

Gegen 8:30 Uhr kam Erika, und wir fuhren nach Steinbrunn.

Treffen mit Mag. Rebasso:

Unsere Hauptsorge galt der möglichen Psychiatrisierung. Erika und ich beschlossen, im Falle einer Zwangsvorführung jede Aussage zu verweigern.


Gegen 11:30 Uhr musste Erika aufbrechen. Sie wollte unbedingt mit den Kindern in eine „Cats“-Vorführung nach Wien fahren. Es wurde von der Schule aus organisiert, und der Bus fuhr von Maiersdorf gegen 13:00 Uhr ab.

Ich fuhr ins AKH. Bei Olivia war ein gewisser Herr Heiden zu Besuch. Ein sehr netter Mensch, der uns sehr bewunderte und voll auf unserer Seite stand. Während unserer Flucht in Deutschland hatte ich bereits einmal über das Telefon das Vergnügen, seine Bekanntschaft zu machen. Damals wollte er uns konkrete Hilfe anbieten. Auch jetzt bot er wieder finanzielle Hilfe, welche ich jedoch dankend ablehnte, da es einstweilen nicht nötig war, sie anzunehmen. Es war aber sehr beruhigend zu wissen, auf tatkräftige Menschen in der Not zählen zu können. Er war praktizierender Evangelist.

Olivia:

Sie hatte sehr wenig gegessen, fühlte sich sonst aber recht wohl und war gut gelaunt.

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