Lieber Dr. Hamer,

ich bin 34 Jahre alt, Mutter von zwei Kindern und Rechthänderin.

Mein Symptom war Ausschlag (Ekzem, manchmal schuppig und manchmal feuerrot) am rechten (4cm lang und ca. 2cm breit) und am linken (ein kleiner Punkt 1x1cm) Schienbein unterhalb vom Knie.

Ich wollte jemanden von meiner Mutter/Kindseite und von meiner Partnerseite wegtreten.

Als Kind mit 6 Jahren fing der Ausschlag an. Bei mir im Elternhaus war immer Krieg. Meine Eltern mit der Schwiegermutter. Wenn ich mich zurückerinnere wird mir folgendes bewusst. Ich wollte meine Oma von meinen Eltern wegtreten. Ich stand immer zwischen den Stühlen – nie reell – immer in meinen Gedanken. Ich war hin und her gerissen, wer wohl der „Gute“ oder der „Schlechte“ war.

Es war für mich als Kind ein unheimlicher Druck auf meine Gefühlswelt – einfach die schlechten Worte die übereinander gesprochen wurden und die ich wahr nahm.

Ich wollte Frieden und Einheit (wenn ich nun mit meinen 34 Jahren zurückblicke auf das Kind in mir – das immernoch verletzt ist – weil mir die Tränen kommen). Ich wollte auch eine Familie, die mit einander zurechtkommt – eine heile Welt!

Nach vielen Besuchen beim Hautarzt (UVA und UVB – Bestrahlung / Cortisonbehandlungen bei denen meine Haut oft schmerzte, weil sie vom Cortison immer dünner wurde), bei denen sich nichts veränderte, zog ich mit 18 Jahren aus und wenn ich heute zurückblicke wird mir bewusst – der Ausschlag verschwand „wie aus heiterem Himmel! – Selbstheilung!“ Natürlich „Germanische“ Selbstheilung! Ich habe mich unbewusst der stickigen Luft entzogen und brach auch lange den Kontakt ab. Nur so viel Kontakt, dass man nicht in die Tiefe bei Gesprächen kommen konnte (Distanz).

Der Ausschlag blieb weg. Ich kam nicht mehr in die Situation – ich blockte bei Gesprächen über den anderen ab und habe meine Oma zum Schluss auch gemieden.

Dann kam der Tag der Tage! Mein Mann meinte, als ich ungefähr 30 Jahre war: „Komm, bevor die Oma stirbt! Fahren wir doch lieber hin und schauen, dass alles wieder gut wird“

Bähm – Fehler! (Man sollte noch kurz erwähnen, wir wohnen mit meinen Eltern unter einem Dach und da wir Landwirtschaft haben, arbeiten wir Hand in Hand zusammen!) Ja, ein riesen Fehler! Als wir an diesem Abend heim kamen, wusste ich genau, ich erzähle es meinen Eltern, denn sie haben es gefühlt (der 7. Sinn!), dass ich bei meiner Oma war. Und so war es. Die Gesichter, als ich ins Wohnzimmer kam, vergess ich wohl nie. Ich hab mich gefühlt wie ein Verräter!

Und dann fing ich an zu erzählen …

Ab dieser Zeit fing der Ausschlag wieder an …. links stärker als rechts – ich hatte die Mutter in meiner Gefühlswelt mehr verletzt als meinen Vater oder meine Mutter spricht mit mir über Ihre Enttäuschung, mein Vater nicht!

Der Ausschlag ist bis heute, ich habe es nicht geschafft, dass es mir „am Arsch“ vorbei geht.

Ich habe mich zwar mit einem Abschiedsbrief von meiner Oma verabschiedet und auch nochmal ein Abschiedstelefonat geführt, bei dem ich bitterlich geweint habe (und nun weine ich wieder). Nein, ich kann nicht sagen, dass es abgeschlossen ist und eine ehrliche Versöhnung kann ich nicht herbeiführen, denn ich bin nicht meine Eltern.

Bis heute haben meine Eltern die gemeine Art meiner Oma nicht vergessen – denn sie erzählen oft davon und ich kann es nicht abschätzen, wann sie davon erzählen – also Schiene. Ich werde nun eins versuchen; Wenn nun das Gespräch auf meine Oma kommt, werde ich das Zimmer verlassen – Beschluss am 09.06.2017 gefasst.


Anmerkung von H.Pilhar

Puh, man spürt regelrecht die Spannung in der Luft … Wir Menschen sind schon eigenartig, indem wir uns gegenseitig das Leben schwer machen.
Dieser Erfahrungsbericht zeigt wieder ein paar wichtige Details im Empfinden des Betroffenen.

1.) Der Trennungskonflikt: man möchte (Organ-Außenseite) oder man möchte nicht getrennt (Organ-Innenseite) werden. Die Betroffene hatte es an beiden Schienbeinen, also Organ-Außenseite und wollte somit konfliktiv getrennt werden. Und das ist jetzt das Besondere: Sie schreibt, sie war hin und her gerissen, wer nun wirklich der Gute und wer der Böse war. Offenbar wollte sie die Eltern vor der bösen Oma schützen. Sie wollte also nicht selbst, sondern für jemanden anderen getrennt werden. Sie hat als Kind also stellvertretend für die Eltern empfunden. Solche Stellvertreterkonflikte findet man häufig. Sie könnte aber auch umgekehrt, die Oma vor Mamma und Papa schützen wollen, auch wieder stellvertretend.

Um die Germanische Heilkunde verstehen zu wollen, muss man den biologischen Konflikt verstehen. Was ist dem Betroffenen in dieser Sekunde durch den Kopf gegangen. Immerhin schreibt sie, dass das Ekzem nach einer kurzen Pause wieder aufflammte und bis heute blieb, obwohl die Oma nun tot ist. Was ist hier die Schiene? Vielleicht die Eltern, die über Oma klagen?
Das alles kann nur der Betroffene selbst verraten bzw. verraten seine Organsymptome! Die Organebene kann nicht lügen …

2.) Die Esoteriker haben mit der rein biologisch orientierten Germanischen Heilkunde bekanntlich ihr Problem. Liebe, Versöhnung, Harmonie, Glückseligkeit im Nirvana … Die Natur tickt anders. Manchmal kann eine Versöhnung und Vergebung wirklich klappen, ist aber wohl eher die Ausnahme als die Regel.

Die Konfrontation mit dem mühsam Verdrängten, lässt alles wieder neu aufflammen und man erleidet ein schlimmes Rezidiv dann, wenn die Ursachen eben nicht gelöst ist. Da verhalten sich die Tiere oft biologisch gesehen klüger, indem sie konsequent die Schiene meiden und auch gesund bleiben. Und mit „Schiene meiden“ haben die Esoteriker ebenfalls ihre liebe Not und sagen: „Das ist doch keine Lösung!“ Achtung: Biologisch Denken lernen! Die Gans hat ein Recht den Fuchs zu meiden, auch wenn der Fuchs sagt: „Liebe Gans, ich finde das von Dir diskriminierend!“

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