Am Fr 10.02.2012 gegen 24.00 Uhr fuhr ich mit meiner Frau im Wohnmobil vom Vortrag in Feuchtwangen kommend, an der A6 Richtung Heilbronn liegenden Raststation Hohenlohe ab, um zu übernachten. Gegen 04.30 Uhr wachte ich auf, da die Temperatur im Wohnmobil bemerkbar absank. Schnell wechselte ich die leere gegen eine volle Gasflasche und legte mich wieder zu Bett. Um 07.15 Uhr läutete der Wecker. Um 10.00 Uhr musste ich in Stuttgart sein, zum nächsten Termin.

Ich stand auf, schob die Rollos zurück und machte mich daran, mich anzukleiden. Aber wo waren meine Hose und mein Hemd hinverschwunden? Die Socken lagen auf dem Boden … Die Tür war offen und nur angelehnt!

Wir sind ausgeraubt worden, jemand war ins Wohnmobil eingebrochen! Meine Frau bemerkte die verschwundene Reisetasche und auch, dass mein Mantel fehlte. Verdutzt blickten wir uns im Wohnmobil um. Die Brieftasche, die Handtasche meiner Frau lagen am Tisch. Emma, unsere Rottweilerhündin lag zusammengerollt an ihrem Platz unterm Tisch. Nach den ersten Schrecksekunden fanden wir die Reisetasche. Man hat sie im Fußraum vorm Beifahrersitz abgestellt. Der Mantel, meine Hose, Hemd, alles war in die Reisetasche gestopft worden. Der Autoschlüssel lag allem oben auf in der Tasche. Den hatte ich unbesorgt am Tisch liegen lassen. Meinen Führerschein habe ich immer in der Brusttasche meines Mantels. Diesen fand ich nun in einer Seitentasche. Die Reisetasche war durchwühlt worden. Aber nichts fehlte!

Erst in Stuttgart angekommen, bemerkte wir, dass das Schloß der Tür zum Wohnmobil durch den Einbruch zerstört war. Von innen war es noch zu bedienen, aber nicht von außen.

Wir brachten diesen merkwürdigen Einbruch zur Anzeige.

Wie gelang es den Einbrechern unsere Hündin „auszuschalten“? Emma verhielt sich am Morgen nicht gerade betäubt oder verwirrt. Sie verhielt sich nach dem Vorfall, als wäre überhaupt nichts gewesen. Wie konnte uns dieser Einbruch unbemerkt bleiben? Wieso raubten sie keine Wertgegenstände und keine Dokumente? Wieso stellten die Räuber alles wieder zurück? Hierzu mussten sie mit dem Schlüssel die Fahrertür öffnen, womit zwangsläufig die Innenbeleuchtung angeht. Warum tun sich das „erfolglose“ Räuber an, wohl wissend, dass da ein Rottweiler und die Insassen erst recht aufgeschreckt werden könnten? Wieso werfen sie den für sie wertlosen Plunder nicht einfach in eine der umstehenden Mülltonnen, ohne sich neuerlicher Gefahr auszusetzen? Waren das „freundliche Diebe“?

Bis auf das kaputte Schloß blieb uns davon kein materieller Schaden.

Fast scheint es, als wollte jemand uns „eine Warnung“ und eben nicht den Eindruck eines „normalen Raubes“ hinterlassen.

Aber wer könnte das gewesen sein?

Helmut Pilhar

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