Bei dieser Geschichte muß ich etwas weiter ausholen:

Ich habe eine Kollegin, Michaela, die genau wie ich eine „Hundenärrin“ ist aber eine eigene Auffassung von Tierliebe hat und sehr eigen ist, was ihre Ansichten und Meinungen betrifft. Vor fünf Jahren ist ihr Schäferhund ungewollt Vater geworden, die 7 Welpen hat sie alle zu sich geholt, weil sie niemand haben wollte.

Ich habe mich damals entschieden, zwei Welpen zu nehmen. Durch die Hunde hat sich dann im Laufe der Zeit eine schöne Freundschaft mit Michaela entwickelt, wie das halt so ist unter „Hundemüttern“. Irgendwann gingen aber unsere Ansichten über Tierschutz und Tierhaltung immer weiter auseinander und dann kam auch noch dazu, daß ich die Germanische kennen gelernt habe, die Michaela aber strikt ablehnt, obwohl sie überhaupt nichts darüber weiß. Ich habe einige Male behutsam versucht, ihr kleine Beispiele aus dem täglichen Leben, die nach meinem damaligen Wissensstand über die Germanische auch für mich nachvollziehbar waren (z.B. Niesen), zu geben und ihr auch meine Sichtweise zu erklären. Sie hat aber jedes Mal abgeblockt, ist richtig bockig geworden und hat mir unterstellt, ich wäre in meinen Ansichten zu extrem und fanatisch, würde mich von der Sekte blenden lassen usw. Sie hat sich immer mehr zurückgezogen und ich habe dann auch gemerkt, daß sie sich eine neue „Lieblingskollegin“ ausgesucht hat, mit ihr über mich tratscht und auch Dinge weiter erzählt, die ich ihr im Vertrauen erzählt habe. Ich habe einige Male ein klärendes Gespräch gesucht, sie hatte aber immer banale Ausreden parat und hat sich nie einer Aussprache gestellt. Irgendwie ist sie trotz ihrer 37 Jahre noch ein Kind.

Ich habe mich damals sehr über sie geärgert, zumal ich aus ihren eigenen Erzählungen weiß, daß Ähnliches mit ihrer früheren „besten Freundin“ schon mal abgelaufen ist: Solange jeder die gleichen Ansichten und Interessen hat wie sie selbst, ist alles in Ordnung, da ist sie der liebste, freundlichste Mensch. Sobald aber jemand andere, eigene Ansichten, Interessen usw. entwickelt, wird die Freundschaft gekündigt.

So, nun war es letztes Jahr in der Vor-Weihnachtszeit. Michaela hat in ihrem Garten einige Nußbäume und hat demzufolge tütenweise Walnüsse mitgebracht, hat alle Kollegen versorgt, die neue Lieblingskollegin besonders. Mir hat sie keine einzige Nuß angeboten. Die Lieblingskollegin hat mich einmal beiläufig gefragt, ob ich keine Nüsse mag, es wären doch genügend da. Ich habe nur geantwortet, daß ich mich nicht selbst bediene, wenn mir keine Nüsse angeboten werden.

Irgendwann habe ich mir selbst Nüsse gekauft und an einem Nachmittag im Büro geknackt und gegessen. Am Spätnachmittag habe ich dann schlimme Bauchschmerzen bekommen und abends auch noch kurz Durchfall. Danach war wieder alles in Ordnung.

Am nächsten Tag, der gleiche Ablauf: am Nachmittag Nüsse gegessen, später Bauchschmerzen, Durchfall. So ging es einige Tage.

Ich konnte mir damals keinen Reim drauf machen, habe es nur auf die Nüsse geschoben (nicht auf Michaela), die ich offensichtlich nicht vertrage, aber warum? Ich habe dann wieder aufgehört, Nüsse zu essen und damit waren auch die Beschwerden weg.

Im Januar war ich für einige Tage krankgeschrieben (wieder einmal Asthma), konnte nicht arbeiten und mußte das Bett hüten. In den ersten Tagen habe ich oft gedacht: früher hat sich Michaela oft telefonisch oder per SMS gemeldet wenn ich krank war und hat sich erkundigt wie es mir geht und mich abgelenkt. Dieses Mal: NICHTS, kein Anruf, keine SMS, nichts. Am Abend hatte ich dann jedes Mal wieder die gleichen Symptome: Bauchschmerzen bzw. Krämpfe, Durchfall, danach wars wieder gut.

Jetzt habe ich angefangen, Zusammenhänge zu suchen und glaube, daß alles mit Michaela zusammenhängt, mit meiner Enttäuschung und den Ärger über sie und ihr Verhalten mir gegenüber und über ihre Feigheit, sich Problemen zu stellen, vor allem war ich über mich selbst wütend weil mich meine Menschenkenntnis ihr gegenüber im Stich gelassen hat und ich ihr so viel anvertraut habe.

Ich habe versucht, die Sache für mich zu klären und abzuschließen, daß es jetzt halt so ist wie es ist, daß ich nichts ändern kann, daß ich Einsicht und Freundschaft nicht erzwingen kann und daß ich mich mit der Sache abfinden muß, weil ich bei ihr nicht weiterkomme usw. Wir gehen heute einigermaßen freundschaftlich, aber distanziert miteinander um, manchmal muß ich sogar lächeln, wenn ich sehe wie jetzt die gleiche Geschichte mit der neuen „Lieblingskollegin“ abläuft. Bis jetzt verstehen sie sich noch gut, allerdings hält die Kollegin mehr Distanz als ich damals.

Ich weiß nicht, was letztendlich der Auslöser war für die damaligen Bauchschmerzattacken und wie genau ich alles lösen konnte, dazu weiß ich noch zu wenig, um hier genaue Abläufe auszuwerten. Auf jeden Fall kann ich heute Nüsse essen, ohne Bauchschmerzen usw. zu bekommen.

Andrea B.


Anmerkung von H. Pilhar

Man wird krank und weiß nicht warum. Man wird wieder gesund und weiß ebenfalls nicht warum.

Unsere Gesellschaft ist hochtechnisiert, aber wie unser Körper funktioniert – in welchem wir ein Leben lang leben, das kann oder will uns niemand erklären können?

Frau B. ist am besten Weg dieses vermeintliche Mysterium zu durchschauen! Sie spürt, dass es mit „Michaela“ zu tun haben muß.

Vom Organsymptom wird es der untere Dünndarm gewesen sein (unverdaulicher Ärger mit Verhungerungsangst), weil sie damals von Michaela als einzige keine Nüsse angeboten bekommen hat. Bei diesem Konflikt haben sich die Schienen „Nüsse“ und „Michaela“ einprogrammiert. Diese beiden Schienen lösten nun die Rezidive aus solange, bis sie über diesen Konflikt hinweggekommen ist, bis ihr „Michaela“ also egal worden ist.

Dieser Erfahrungsbericht zeigt, wie wir – auch ohne Wissen der biologischen Zusammenhänge – instinktiv und intuitiv unsere Konflikte lösen. Ab dem Konflikt sind wir quasi mit jeder Faser unseres Körpers auf Konfliktlösung ausgerichtet (Sympathikotonie und Zwangsdenken) und die Regel ist es, dass wir unsere Konflikte auch zeitgerecht lösen können und wieder gesund werden. Die sog. „Spontanheilung“ ist also nicht die Ausnahme (wie es die Schulmedizin meint), sondern die Regel!

Die Schulmedizin sollte sich auf das beschränken was sie wirklich kann, die Notfallsmedizin! Die Welt wäre ein Stückchen besser geworden …

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