Birgit Hamer: Ein deutsches Mädchen erobert Rom

Ihr erster Spielfilm „Ich liebe, ich liebe nicht“ brachte ihr bisher keinen Ruhm. Bekannt wurde Birgit Hamer durch ihre private Rolle als rächende Schwester, nachdem ihr Bruder vor einem Jahr von Prinz Viktor Emanuel von Savoyen erschossen wurde. Die zwanzigjährige Birgit hat inzwischen fast zwölf Monate für Gerechtigkeit gekämpft. Immer wieder klagte sie den Prinzen an, verlangte einen Prozeß, appellierte an die Öffentlichkeit. Erst in den letzten Wochen ist es still um sie geworden. Birgit hat bei dem Freund ihres Bruders Trost gefunden. Er heißt Nicky Pende, ist noch mit der Schauspielerin Stefania Sandrelli verheiratet und als Playboy verschrien. Aber immerhin hat er Birgit wieder zu einem lachenden, fröhlichen Twen gemacht. Schmusend sitzen die zwei in Roms Diskotheken.

Nur manchmal kommt das Gespräch noch auf die Tragödie. Dabei war Nicky, der Sohn eines reichen Modearztes, eigentlich der Anlaß zu den Schüssen gewesen. Ohne zu fragen hat er sich auf der Insel Sola de Cavallo das Schlauchboot des italienischen Kronprinzen ausgeliehen und war damit zu seiner Jacht gerudert. Dieser „Diebstahl“, erklärte der Prinz später, hätte ihn so rasend gemacht, dass er zum Gewehr griff und schoß. Auch wenn Birgit heute Trost bei Nicky findet, vergessen wird sie nie, was letzten Sommer geschah.

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