<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Henze Günter aus Sicht der Germanischen Heilkunde</title>
	<atom:link href="https://germanische-heilkunde.at/category/henze-guenter/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://germanische-heilkunde.at/category/henze-guenter/</link>
	<description>von Helmut Pilhar</description>
	<lastBuildDate>Fri, 16 Oct 2020 11:24:24 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>

<image>
	<url>https://germanische-heilkunde.at/wp-content/uploads/2019/11/cropped-favicon-32x32.png</url>
	<title>Henze Günter aus Sicht der Germanischen Heilkunde</title>
	<link>https://germanische-heilkunde.at/category/henze-guenter/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Eltern Pilhar an Gutachter Henze &#8211; Anklage Dr. Hamer wegen Olivia</title>
		<link>https://germanische-heilkunde.at/eltern-pilhar-an-gutachter-henze-anklage-dr-hamer-wegen-olivia/</link>
					<comments>https://germanische-heilkunde.at/eltern-pilhar-an-gutachter-henze-anklage-dr-hamer-wegen-olivia/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Helmut Pilhar]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 1998 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Hamer - Strafverfolgung]]></category>
		<category><![CDATA[Henze Günter]]></category>
		<category><![CDATA[Olivia - Behördlich]]></category>
		<category><![CDATA[Olivia - Medizinisch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://germanische-heilkunde.at/eltern-pilhar-an-gutachter-henze-anklage-dr-hamer-wegen-olivia/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Erika und Ing. Helmut PilharA-2724 Hohe WandMaiersdorf 221Tel./Fax: 0043-[0]2638/81236Email: helmut@pilhar.com Homepage: http://www.pilhar.com AnUNIVERSITÄTSKLINIKUM &#8211; MEDIZINISCHE FAKULTÄT DER HUMBOLDT-UNIVERSITÄT ZU BERLIN KinderklinikAugustenburger Platz 113353 Berlinz.Hd. Univ.-Prof. Dr. med. Günter Henzee-mail: ghenze@ukrv.de 29. November 1998 Betrifft: Ihr Fachärztliches Gutachten im Ermittlungsverfahren gegen Dr. med. Ryke Geerd Hamer, vom 31. August 1998 Sehr geehrter Herr Dr. Fach.- Henze! [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://germanische-heilkunde.at/eltern-pilhar-an-gutachter-henze-anklage-dr-hamer-wegen-olivia/">Eltern Pilhar an Gutachter Henze &#8211; Anklage Dr. Hamer wegen Olivia</a> erschien zuerst auf <a href="https://germanische-heilkunde.at">Akademie für Germanische Heilkunde</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erika und Ing. Helmut Pilhar<br />A-2724 Hohe Wand<br />Maiersdorf 221<br />Tel./Fax: 0043-[0]2638/81236<br />Email: helmut@pilhar.com <br />Homepage: http://www.pilhar.com</p>
<p>An<br />UNIVERSITÄTSKLINIKUM &#8211; <br />MEDIZINISCHE FAKULTÄT DER HUMBOLDT-UNIVERSITÄT ZU BERLIN</p>
<p>Kinderklinik<br />Augustenburger Platz 1<br />13353 Berlin<br />z.Hd. Univ.-Prof. Dr. med. Günter Henze<br />e-mail: ghenze@ukrv.de</p>
<p style="text-align: right;">29. November 1998</p>
<p>Betrifft:</p>
<h3>Ihr Fachärztliches Gutachten im Ermittlungsverfahren gegen Dr. med. Ryke Geerd Hamer, vom 31. August 1998</h3>
<p>Sehr geehrter Herr Dr. Fach.- Henze!</p>
<p>Wir brauchen uns mit Sicherheit nicht vorzustellen. Dem Namen nach dürften wir Ihnen bestens bekannt sein. Damit erschöpft sich aber nahezu auch schon Ihr Wissen über uns und den Fall ‘Olivia Pilhar’, wie es aus Ihrem Gutachten offenkundig wird.</p>
<p>Auf all den beleidigenden Unsinn über uns Eltern, wie z.B.: &#8222;Wird Olivia bewußt werden, daß ihre Eltern dazu bereit waren, ihr Leben den absurden Lehren eines Herrn Hamer zu opfern?&#8220;, möchten wir im Detail genau so wenig eingehen, wie auf Ihre mangelnde Sorgfalt als gerichtlich bestellter Gutachter.</p>
<p>Sie hatten leider Pech, großes Pech sogar, Ihr Gutachten, just eine Woche vor der an der Universität Trnava erfolgten positiven Überprüfung der Neuen Medizin, abzugeben. Ihr Gutachten, das Ihren wissenschaftlichen Gegner Dr. med. Ryke Geerd Hamer vor Gericht schwer belasten soll, kehrt sich damit um und fällt auf Sie und vor allem auf Ihren Berufsstand der Schulmedizyniker mit voller Wucht zurück!</p>
<p>Ihr Gutächtchen entpuppt sich nun als ein Offenbarungseid! Dieser zeigt, daß unter dem Mäntelchen ‘Wissenschaftlichkeit’, mit dem Sie und Ihre Schulmedizyn-Kollegen sich so gerne bedecken, Nacktheit, Arroganz und Nichtwissen freudige Urstände feiern. Es ist daraus auch die mentale Impotenz ersichtlich, diese wunderbare Neue Medizin verstehen zu können, an der viele Ihrer Schulmedizyn-Kollegen im letzten Stadium leiden. Vor der Medizingeschichte haben Sie sich, und damit auch Ihren Stand der Schulmedizyn, auf ewige Zeiten bis auf die Knochen blamiert.</p>
<p>Die Medizin will immer als Naturwissenschaft verstanden werden. Nun denn, dann muß sie sich auch den auf der ganzen Welt gültigen naturwissenschaftlichen Regeln beugen. Eine solche Regel ist die der Verifikation &#8211; auch Reproduzierbarkeitsprüfung &#8211; an nächstbesten Fällen. Das ist erfolgt, im Fall der Neuen Medizin, und amtlich bestätigt. Damit ist die gesamte Schulmedizin falsifiziert. Jetzt gibt es nur mehr ‘schlechte Verlierer’!</p>
<p>Nachdem nunmehr die Neue Medizin amtlich verifiziert ist und das AKH Wien nicht einmal mehr bestreitet, daß es bei der 1. Chemo-Infusion (wie in 10% der Fälle üblich) bei Olivia zu einem Atemstillstand mit klinischem Tod gekommen ist, ist doch der Schulmedizyn-Wahnsinn mit all seinen Lügenmärchen längst erwiesen. Das bedeutet, daß wir Eltern vernünftig gehandelt hatten, wie es vernünftiger und verantwortungsbewußter gar nicht ging. Nicht wir Eltern waren verantwortungslos und kriminell, sondern die Schulmedizyniker, Behörden, Presse und Judicozyniker waren verantwortungslos und kriminell!</p>
<p>Wir sind der Meinung, daß Medizynikern nun endlich das Handwerk gelegt werden muß. Dogmatiker, arrogante Besserwisser und Brutalmedizyniker, wie Sie einer zu sein scheinen, sind es, die aus der Heilkunst für den Menschen, die vermutlich größte Gesundheitsbedrohung der Menschheit entstehen haben lassen. Deshalb werden wir Ihr Gutächtchen, dazu Dr. Hamers Stellungnahmen und dieses Ihnen vorliegende Schreiben im Internet veröffentlichen. Es sollen sich die, von Ihnen immer wieder zitierten ‘medizinischen Laien’, die Ihrer Meinung nach so leicht fehlgeleitet &#8211; will heißen: von der gesundheitsgefährdenten Schulmedizyn weggeleitet &#8211; werden können, selbst ein neutrales Bild machen!</p>
<p>Der mündige Patient soll sein Urteil fällen! Und diesem intelligenten, mündigen Patienten wird immer offensichtlicher, daß Ihnen ähnliche Ärzte, sein Leben, absurden Lehren zu opfern bereit waren und auch noch immer sind.</p>
<p>viva la medicina sagrada</p>
<p>In ehrlicher Dankbarkeit Ihrer Leistung verbleiben</p>
<p>die Eltern von Olivia</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://germanische-heilkunde.at/eltern-pilhar-an-gutachter-henze-anklage-dr-hamer-wegen-olivia/">Eltern Pilhar an Gutachter Henze &#8211; Anklage Dr. Hamer wegen Olivia</a> erschien zuerst auf <a href="https://germanische-heilkunde.at">Akademie für Germanische Heilkunde</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://germanische-heilkunde.at/eltern-pilhar-an-gutachter-henze-anklage-dr-hamer-wegen-olivia/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dr. Hamer an StA Köln &#8211; Gutachten Henze</title>
		<link>https://germanische-heilkunde.at/dr-hamer-an-sta-koeln-gutachten-henze/</link>
					<comments>https://germanische-heilkunde.at/dr-hamer-an-sta-koeln-gutachten-henze/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Helmut Pilhar]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 1998 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Hamer - Korrespondenz]]></category>
		<category><![CDATA[Hamer - Strafverfolgung]]></category>
		<category><![CDATA[Henze Günter]]></category>
		<category><![CDATA[Olivia - Behördlich]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://germanische-heilkunde.at/dr-hamer-an-sta-koeln-olivia-2/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dr. med. Ryke Geerd HamerFichtenpfad 1, 53894 Mechernich Kommern An dieStaatsanwaltschaft KölnAm Justizzentrum 1350939 Köln Mechernich-Kommern, 29.10.98 per Fax vorab 0221-477-4050 Betrifft: 34 Js 221/96 Zum fachärztlichen Gutachten des Herrn Prof. Günther Henze über Olivia Pilhar v. 31.8.98   Sehr geehrter Herr Klaas, sehr geehrte Frau Neiss, im folgenden übermittle ich Ihnen meine Stellungnahme zum [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://germanische-heilkunde.at/dr-hamer-an-sta-koeln-gutachten-henze/">Dr. Hamer an StA Köln &#8211; Gutachten Henze</a> erschien zuerst auf <a href="https://germanische-heilkunde.at">Akademie für Germanische Heilkunde</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dr. med. Ryke Geerd Hamer</strong><br />Fichtenpfad 1, 53894 Mechernich Kommern</p>
<p>An die<br /><strong>Staatsanwaltschaft Köln</strong><br />Am Justizzentrum 13<br />50939 Köln</p>
<p style="text-align: right;">Mechernich-Kommern, 29.10.98</p>
<p>per Fax vorab 0221-477-4050</p>
<p>Betrifft: 34 Js 221/96</p>
<h2>Zum fachärztlichen Gutachten des Herrn Prof. Günther Henze über Olivia Pilhar v. 31.8.98</h2>
<p> </p>
<p><strong>Sehr geehrter Herr Klaas, sehr geehrte Frau Neiss,</strong></p>
<p>im folgenden übermittle ich Ihnen meine Stellungnahme zum o.g. Gutachten des Herrn <strong>Henze</strong>:</p>
<p><strong>1.) Der Gutachter, Prof. Henze, behauptet, ihm stehe die gesamte Krankenakte der Olivia Pilhar zur Verfügung.</strong></p>
<p>Dies stimmt nicht. Ihm standen von 237 CT-, Kernspin- und Röntgenaufnahmen (wurden den Eltern Pilhar ausgehändigt) nur 39 zur Verfügung. Aus diesen vom <strong>AKH Wien</strong> &#8222;handverlesenen&#8220; Unterlagen war gerade nichts über die entscheidenden Fragen zu entnehmen als da sind:</p>
<p><strong>2.) Die Frage des klinischen Todes während Erstgabe der Chemo&#8220;therapie&#8220; mit nachfolgender Reanimation.</strong></p>
<p><strong>3.) Reanimation mit Rippenserienfraktur rechts u. links, Pneumothorax rechts. Der Pat. wurde außerdem ein Schneidezahn bei der hastig erfolgten Intubation ausgeschlagen.</strong></p>
<p><strong>4.) Dem Gutachter stand kein einziges Hirn-CT zur Verfügung, welches laut Neuer Medizin einen Hamerschen Herd im Leber-Relais &#8211; entsprechend einem Leber-Adeno-Karzinom &#8211; zeigte, nach Interpretation der Schulmedizin (siehe Gutachten Prof. Rius, Barcelona vom 10.7.95) jedoch eine sog. Hirnmetastase darstellt.</strong></p>
<p>Es handelt sich im einzelnen um die CCTs vom 22.5.95, 23.5.95, 26.7.95, 11.8.95, 25.8.95 sowie ein Kernspintomogramm des Gehirns v. 12.9.95.</p>
<p>Allein durch das gehäufte Anfertigen von CCTs bzw. Kernspinaufnahmen durch die behandelnden Schulmediziner wird indirekt zugegeben, dass es etwas im Gehirn der Pat. gab, das es zu beobachten u. zu kontrollieren galt.</p>
<p>Der Gehirnbefund (&#8222;<em>Hirnmetastase</em>&#8222;) geht natürlich in normalen Fällen auch in die schulmedizinische Prognose ein &#8211; hier wird er einfach ignoriert. Der Herr Gutachter weiß noch nicht einmal vom Bestehen dieser Befunde, kann sie somit auch nicht würdigen. Dies ist grotesk!</p>
<p>Nebenbei sei bemerkt, dass Herr <strong>Henze</strong> sich nicht die Mühe machte, das ausführliche Tagebuch des Kindvaters &#8222;<em>Olivia &#8211; Tagebuch eines Schicksals</em>&#8220; auch nur in Auszügen zu lesen. Hier sind entsprechende Dokumente abgedruckt (z.B. Gutachten Prof. <strong>Rius</strong>). Ebenso eine medizinische Interpretation des Falles aus der Sicht der Neuen Medizin. Weiterhin hätte Herr Prof. <strong>Henze</strong> sich auch über die Leiden des Kindes während der schulmedizinischen Behandlung informieren können &#8211; auch diesen Punkt der Leiden u. Schmerzen galt es ja hier objektiv zu bewerten.</p>
<p>Nichts dergleichen geschah. Alleine aus diesem Grunde der völligen Unvollständigkeit der Unterlagen, kann das Gutachten des Herrn Sachverständigen nicht als objektiv u. wissenschaftlich ernstzunehmend angesehen werden.</p>
<p>Es geht auch nicht an, dass die Kölner Staatsanwaltschaft sich die medizinische Kompetenz zuspricht, zu entscheiden, welche Anzahl medizinischer Unterlagen für den Herrn Sachverständigen ausreichend ist &#8211; in diesem Fall etwa 15%! Dies ist skandalös.</p>
<p>Am Rande sei bemerkt, dass dem Gutachter auch nicht meine Habilitationsarbeit für die <strong>Universität Tübingen</strong> (&#8222;<em>Kurzfassung der Neuen Medizin</em>&#8220; zur Vorlage im Habilitationsverfahren an der Universität Tübingen seit 1981, hrsg. 1994) sowie die &#8222;<em>Celler Dokumentation</em>&#8220; (Fallbeschreibung speziell über nephrologische Fälle u. Nierentumoren) vorlagen, obwohl die Staatsanwaltschaft diese Literatur besitzt. Auch aus diesem Grunde konnte sich Herr <strong>Henze</strong> überhaupt kein objektives Bild über die Neue Medizin machen, über die er gleichwohl gutachterlich zu Gerichte sitzt.</p>
<p>Der Gutachter führt aus, es seien am 26.7.95 in Tulln auf den dort gefertigten CT&#8217;s Leber- und Lungenmetastasen entdeckt worden.</p>
<p>Zum einen muss dazu gesagt werden, dass es Metastasen laut Neue Medizin nicht gibt. Auch Prof. <strong>Pfitzer</strong>, Dekan der medizinischen Fakultät Düsseldorf, Professor für Pathologie u. Zytopathologie, erkennt an, dass es auch im Tumorfalle an jeder Stelle des Körpers immer nur eine spezifische histologische Formation gibt &#8211; es also gar keinen Unterschied gibt, zwischen hypothetisch angenommenem Primärtumor u. hypothetisch angenommenen Sekundärtumor bzw. sog. &#8222;<em>Metastase</em>&#8222;. Histologisch gibt es keinen Unterschied. [siehe: Interview]
<p>Nach der Neuen Medizin gibt es keine Metastasen, diese kann es gar nicht geben, sondern immer nur Zweit- und Dritt- usw. -Karzinome, die alle jeweils einen entsprechenden Herd in ihrem spezifischen Relais des Gehirns haben, sowie einen spezifischen Biologischen Konflikt.</p>
<p>Bereits auf den Abdomen-CT&#8217;s vom 18.5.95 kann man ein Leberkarzinom erkennen. Daß diese Diagnose der Neuen Medizin äußerst plausibel und logisch ist, auch im Hinblick auf den ebenfalls für den Laien deutlich zu erkennenden Herd im Leber-Adeno-Relais des Stammhirns rechts, bestätigte ebenfalls Prof. <strong>Rius</strong>, Barcelona am 10.7.95.</p>
<p>Es muss angenommen werden, dass das schulmedizinische Verschweigen eines schon früh vorliegenden Leberkarzinoms, bzw. nach ihrer Lesart einer Lebermetastase, dazu dient, eine besonders günstige Prognose zu fabrizieren.</p>
<p>Die Bauchschwellung der Pat. bestand zu 70-80% aus der Leberschwellung, die durch die Bestrahlung rein äußerlich niederbestrahlt zurückging, nicht der Wilmstumor. Der Wilms bzw. späteres Nephroblastom hatte immer ca. 450 ccm &#8211; kaum wesentlich mehr.</p>
<p>Auf S.7 äußert Herr <strong>Henze</strong>, ich habe eine angeblich bestehende latente Phobie der Eltern Pilhar &#8222;<em>in eine geradezu panische Angst</em>&#8220; gesteigert, &#8222;<em>so dass diese, seinem ‚Rat&#8216; folgend sogar bereit waren, den Tod ihres eigenen Kindes zu akzeptieren und es den Ideen des Herrn Hamer zu opfern</em>&#8222;&#8230;.</p>
<p>Hier zeigt sich, dass Herr <strong>Henze</strong> nicht nur schlecht bis gar nicht informiert ist, sondern sogar vor bösartiger Polemik und Platitüden à la BILD-Zeitung nicht zurückschreckt.</p>
<p>Ich kenne keine informierteren und redlichen Eltern als das Ehepaar Pilhar, die nichts weiter taten, als ihre Schlüsse und Konsequenzen aus den Widersprüchen und Misserfolgen der Schulmedizin zu ziehen und bis zur körperlichen Erschöpfung ihrem Kind auch während der Zwangstherapie beistanden.</p>
<p>Man muss sich an dieser Stelle wirklich fragen, wie es kommen kann, dass ausgerechnet die Schulmedizin, die permanent in pseudowissenschaftlicher Manier per Massenmedien regelrechte Massenhysterien schürt (angebl. Killerviren, neue angebl. tödliche Lustseuchen ausruft, Krankheiten, die nachweislich heilbar sind, gegen besseres Wissen als unheilbar und tödlich erklärt und damit Menschen in Todesängste stürzt), es wagen kann, hier pseudoobjektiv zu Gericht zu sitzen. Wieviele Eltern werden wohl schon ihre Kinder, durch die Panikmache der Schulmedizin auf deren Altar geopfert haben, bei Menschenversuchen wie Knochenmarkstransplantationen, die, wie die Schulmedizin selbst zugibt, experimentellen Charakter haben und so gut wie immer tödlich verlaufen???</p>
<p>Die Eltern Pilhar stützten sich auf eine Fülle von Ueberprüfungszertifikaten der Neuen Medizin durch Schulmediziner, teilweise namhafte Persönlichkeiten. Im September wurde die Entscheidung des Ehepaares Pilhar wiederum diesmal amtlich bestätigt durch die erfolgreiche Verifikation der Neuen Medizin durch die <strong>Universität Trnava </strong>/ Slowakische Republik, die im übrigen dringend anrät, die Neue Medizin in der Praxis für die Patienten nutzbar zu machen. Damit sind die Eltern Pilhar als verantwortlich und richtig Entscheidende bestätigt.</p>
<p>Olivia hat nicht wegen, sondern trotz der schulmedizinischen Folter überlebt.</p>
<p>Auf S. 7 führt Herr <strong>Henze</strong> weiter aus, ich hätte den Eltern im Interesse des schwerkranken Kindes raten müssen, Olivia nach Österreich zur Behandlung zurückbringen zu lassen.</p>
<p>Dem Herrn Gutachter scheint entgangen zu sein, dass ich genau dies getan habe. In Spanien sollte, so war es von den Eltern geplant, die Familie und das Kind zur Ruhe kommen, man wollte Kontrollaufnahmen des Abdomens anfertigen (was auch geschah) und später eine Operation durchführen, wenn die Nierenzyste induriert war. Dies alles wurde durch einen pausenlosen menschenverachtenden Medienterror unterminiert.</p>
<p>Folgerichtig gab ich (schriftlich auch an den österreichischen Konsul <strong>Esten</strong>) am 21.7.95 den Rat: &#8222;<em>Bei Olivia ergibt sich eine Operationsindikation aufgrund der indurierten Nierenzyste. Nach meiner Meinung und den Regeln der Neuen Medizin ist die Zyste bereits ‚reif&#8216;. Man könnte sie praktisch sofort operieren. Man sollte sie auch sobald als möglich in Österreich operieren.</em>&#8222;</p>
<p>Weiterhin kam es auf meinen Rat zwischen den Eltern, dem österreichischen Konsul und Frau Dr. <strong>Markovich</strong> zu einer schriftlichen Vereinbarung am 24.7.95, dass nach der Rückkehr der Familie nach Österreich, das Kind von österreichischen Ärzten, die das Vertrauen der Eltern besaßen, behandelt werden sollte. Ausdrücklich wurde das Versprechen gegeben, keine Chemo anzuwenden. Bekanntlich wurde dieses schriftlich gegebene Versprechen des österreichischen Staates baldigst gebrochen.</p>
<p>Auf S. 8 seines Gutachtens äußert sich Herr <strong>Henze</strong> polemisch über meine Ansichten zum Thema Blutbildung bei Olivia.</p>
<p>Diese Aussage zeigt, dass er sich mit der Neuen Medizin überhaupt nicht auseinandergesetzt hat &#8211; ihm weiterhin auch das ganze Phänomen der Gefäßaufdehnung in der Vagotonie nicht bekannt ist. Er kann z.B. die konfliktaktive sympathicotone Phase von der vagotonen konfliktgelösten Phase nicht unterscheiden. Sonst hätte ihm einmal bei einen Patienten auffallen müssen, dass in der vagotonen Heilungsphase ganz allgemein die Blutverdünnung stark erhöht ist durch Aufdehnung des Gefäßsystems und der Hämatokrit entsprechend absinkt. Es handelt sich jedoch nicht um eine echte Anämie, sondern nur um eine &#8222;<em>Verdünnungsanämie</em>&#8222;, wie wir sie z.B. auch nicht ganz so stark ausgeprägt in der Schwangerschaft haben. Diese Unkenntnis einfachster biologischer Phasenunterschiede im Rahmen eines Krankheitsverlaufes (Neue Medizin = Sinnvolles Biologisches Sonderprogramm) ist entlarvend!</p>
<p>Olivia war in mehrfacher tiefer vagotoner Heilungsphase &#8211; daher auch das Desaster und der klinische Tod bei der Erstgabe der Chemo&#8220;therapie&#8220;, vor der ich dringend gewarnt hatte.</p>
<p>Auf S. 10 versucht Herr <strong>Henze</strong> mich zum Thema Herzleistung zu belehren, die bei Olivia auf 33% veranschlagt ist. Selbstverständlich kann man lange akademische Erörterungen über die Herzleistung im allgemeinen und im besonderen führen.</p>
<p>Beim Erwachsenen schwankt z.B. das Herz-Minuten-Volumen (Pumpleistung) zwischen 3 Liter und 30 Liter (bei Höchstleistung). Bei Kindern ist der Unterschied noch größer. Jeder Mediziner lernt schon im 1. vorklinischen Semester, dass die Herzleistung natürlich nicht nur von der Muskulatur, sondern auch von der Frequenz u. dem Blutdruck etc. abhängig ist.</p>
<p>Aber bei Olivia ist nachweislich des CT-Bildes v. 25. August 95 eine so große toxische Myocardnekrose in der Muskulatur der linken Herzkammer zu sehen (das CT lag Herrn <strong>Henze</strong> vor), dass es absoluter Unsinn ist, sich angesichts dieser allerschwersten Schädigung über Herzleistung bei Olivia auszulassen. Wir wissen alle, dass eine solche Myocardnekrose auch jederzeit später zum Sekundenherztod führen kann, auch wenn die Nekrose einigermaßen vernarbt ist. (Siehe den Fall des Leukämie-Kindes <strong>Katharina Scharpf</strong> mit dem Sektions-Befund &#8222;<em>Herzmuskelriss</em>&#8222;).</p>
<p>Nicht umsonst ist Olivia hauptsächliche wegen dieser schwersten toxisch bedingten iatrogenen Herzmuskelschädigung vom <strong>AKH Wien</strong> mit 60% Behinderung eingestuft. Da zu behaupten, die Herzleistung von Olivia sei völlig normal, ist völlig unsinnig. Olivia darf sich mit einem so schwer geschädigten Herzen auf Jahre nicht belasten, um die Gefahr eines Herzmuskelrisses möglichst zu vermeiden.</p>
<p>Auf S. 11 behauptet Herr <strong>Henze</strong>, dass die künstliche Beatmung (von der ihm keine Unterlagen vorliegen, kein Intubationsprotokoll usw.) durch das Tumorvolumen, das auf die Lunge drückte, notwendig geworden sei.</p>
<p>Er selbst führt jedoch die &#8222;<em>Lungenmetastasen</em>&#8220; in Tulln an (3 Tage vor dem Zwischenfall). Diese Tatsache hätte er aus seiner schulmedizinischen Sicht zumindest als Erklärung hinzuziehen müssen. Nach Neuer Medizin entsprechen Lungenrundherde einem Todesangstkonflikt (Konfliktschock in Spanien durch Spiegel-Journalisten, der in ihrer Gegenwart mehrmals schrie: &#8222;<em>Was ist, wenn Olivia morgen stirbt!</em>&#8222;). Übereinstimmend sagen jedoch die Eltern u. wiederholt z.B. auch Frau Dr. <strong>Marcovich</strong>, die als Vermittlerin auftrat, dass mit Sicherheit kein intensivmedizinischer Fall und keine lebensbedrohliche Situation vorlagen.</p>
<p>Das Kind hatte morgens noch fröhlich gespielt und im Bett Kipferl gegessen. Erst durch das brutale Wegreißen des Kindes von seiner Mutter, die zwangsweise Überführung des Kindes ins <strong>AKH Wien</strong> und die Verabreichung der Zwangschemo kam es zu dem beschriebenen Zwischenfall mit Atemstillstand und klinischem Tod.</p>
<p>Diese Umstände scheinen Herrn <strong>Henze</strong> überhaupt nicht bewusst zu sein. Besonders schlimm, da auch er die besondere Sensibilität des Kindes und seine extrem starke Bindung an die Mutter erwähnt.</p>
<p>Peinlich die Beurteilung von Herrn <strong>Henze</strong> auf S. 13. Eine Schwangere nimmt laut ihm angeblich 4 kg! in der Schwangerschaft zu, also etwa so viel wie der angebliche Tumor bei Olivia gewogen habe. Für den Rechenkünstler und Pädiater <strong>Henze</strong> rechnet sich das folgendermaßen: 50 Kilo Schwangere + 4 kg Baby = 54 kg. Von Fruchtwasser, Plazenta u. Wassereinlagerung bei einer Schwangeren hat Herr Henze offensichtlich noch nie etwas gehört. In Wirklichkeit wiegen die meisten Frauen 60 kg und mehr und nehmen in der Schwangerschaft 10-12 kg zu, manchmal noch mehr.</p>
<p>Auf S. 16 des Gutachtens bekrittelt <strong>Henze</strong> meine Ansicht, dass es keine Hirnzelltumoren im eigentlichen Sinn gibt. Ich befinde mich jedoch hier in sehr guter Gesellschaft!</p>
<p><strong>S. 7 des autorisierten Interviews mit Prof. Pfitzer (siehe Anlage).</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Dr. <strong>Hamer</strong>: Nehmen wir an, Herr Professor, Sie haben bei 100 Fällen mit sog. &#8222;Hirntumor&#8220; ein Gliom diagnostiziert, was könnten Sie auch anderes dort diagnostiziert haben, wenn es außer sich nicht vermehrenden Hirnzellen und sich vermehrt habenden oder sich noch vermehrenden &#8211; harmlosen! &#8211; Gliazellen dort gar nichts anderes gibt?</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Prof. Dr. Dr. <strong>Pfitzer</strong>: Bei einem primären Hirntumor natürlich!</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Dr. <strong>Hamer</strong>: Nun stellt aber ein fleißiger Doktorand nachträglich fest, dass in allen 100 Fällen die Autopsiebefunde ergeben haben, dass man irgendwo im Körper ein kleines oder größeres Krebschen entdeckt hat, das klinisch nicht gefunden worden war, weil es dem Patienten keine Beschwerden oder Symptome gemacht hatte. Würden Sie nun nachträglich nochmals hingehen und versuchen, den sog. Hirntumor in eine sog. Hirnmetastase &#8222;umzuempfinden&#8220;, das würde heißen, Sie wollten versuchen, die Hamerschen Herde z.B. als Darmzotten-Adeno-Karzinom zu verstehen oder in die Hamerschen Herde gar Knochenosteolysen oder Sarkome hineinempfinden?</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Prof. Dr. Dr. <strong>Pfitzer</strong>: Ja, da bringen Sie mich ein bisschen in Verlegenheit, weil ich ja auch bisher noch nie durch Ihre Brille zu sehen versucht habe. Ich gebe schon zu, dass polymorphe Gliome oftmals zu verschiedenem zu passen scheinen.&#8220;</em></p>
<p>Auch hier wird deutlich, dass die wissenschaftliche Diskussion zum Thema keineswegs beendet ist, wie Herr <strong>Henze</strong> meint.</p>
<p><strong>Henze</strong> behauptet, ich schreibe in meinen Büchern, Leukämie sei eine Heilungsphase nach einem Knochenbruch! Dies zeigt, wie intensiv er sich mit der Neuen Medizin auseinandergesetzt hat! Ich halte Leukämie für eine Heilungsphase nach einem Selbstwerteinbruch, nicht nach einem Knochenbruch und kann dies im übrigen bei jedem nächstbesten Leukämie-Patienten nachweisen, dass dieser nämlich seinen Selbstwerteinbruch gelöst hat.</p>
<p>Ein Gutachter sollte wohl grundsätzlich nicht mit einer derartigen Oberflächlichkeit lesen, die Zusammenhänge grotesk entstellt&#8230;</p>
<p><strong>Henze</strong> stellt aktuelle Hypothesen über angebliche Ursachen z.B. von Magengeschwüren (Bakterium Helicobacter) als gesichertes Wissen dar. Dies ist typisch &#8211; wieder einmal kann die Schulmedizin das post oder propter nicht auseinanderhalten, ganz abgesehen davon, dass es nicht Aufgabe eines Gutachtens sein kann, über aktuelle schulmedizinische Hypothesen u. andere Streitfragen zu informieren.</p>
<p>Nur um zu demonstrieren, dass Herr <strong>Henze</strong> zum Thema Metastasen z.B. keineswegs logisch oder gar gesichertes schulmedizinisches Wissen verbreitet (S. 17) sei ihm nur die Frage gestellt, woher es kommt, dass niemals je ein Wissenschaftler eine angebliche &#8222;<em>Metastasenzelle</em>&#8220; im arteriellen Blut gesehen hat, denn nur im arteriellen Blut können die &#8222;<em>Metastasen</em>&#8220; in die Peripherie gelangen.</p>
<p>Dass alle Bausteine, die vom Körper biochemisch verarbeitet werden (z.B. Tumorabbauprodukte), dass solche Bruchstücke wieder an anderer Stelle eingebaut werden können, ist völlig normal u. natürlich nachweisbar.</p>
<p>Die ganze Schulmedizin krankt daran, dass sie Krebszellen immer als &#8222;<em>bösartig</em>&#8220; bezeichnet, was ein theologischer Begriff ist. Dabei bestehen sie aus körpereigenem Eiweiß, was natürlich ganz normal später wieder verwendet werden kann.</p>
<p>S. 18: Herr <strong>Henze</strong> moniert den Ausdruck &#8222;<em>Sammelrohrkarzinom</em>&#8222;. Dieser Ausdruck wurde bisher nie von einem Nephrologen beanstandet. Er dient der Unterscheidung zwischen Nephroblastom und Nierensammelrohrkarzinom was man bisher etwas unscharf Nierenzellkarzinom nannte.</p>
<p>S. 19: Herr <strong>Henze</strong> versteht nicht, warum ich oft in einem Atemzug Nierenzysten und Wilms nenne.</p>
<p>Zu seiner Information: Nierenzyste ist die Vorstufe von Wilms, Wilms ist die Vorstufe von Nephroblastom, das später Urin produziert und ein zusätzlicher Teil der Niere wird.</p>
<p>Dem Gutachter ist entgangen, dass man zu Anfang immer von Wilmstumor mit flüssigen Anteilen sprach. Er macht sich keinerlei Gedanken darüber, wie denn ein Wilmstumor entsteht &#8211; dass er nämlich zuerst eine Nierenzyste ist, die sich erst im weiteren Verlauf mit festen Bestandteilen auffüllt. Später sprachen alle nur noch von Nephroblastom, womit man einen festen Nierentumor meint.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Merke</span>: Die Schulmedizin kennt für keines dieser Krankheitsbilder Herkunft oder Ursache oder den natürlichen Verlauf dieser Sinnvollen Biologischen Sonderprogramme der Natur!</p>
<p>Insgesamt muss über das Gutachten des Herrn <strong>Henze</strong> gesagt werden, dass es vor unsachlicher Polemik &#8211; ja vor Haß &#8211; nur so strotzt. Dieser Stil spricht einem Gutachter, der um Sachlichkeit und Objektivität bemüht sein sollte Hohn. Herr <strong>Henze</strong> bemüht sich nicht einmal, auch nur den Anschein der Objektivität zu wahren.</p>
<p>Auf S. 14 des Gutachtens liest man: &#8222;<em>Die Vertreter der Medien hatten verständlicherweise Interesse an einer ‚Story&#8216;, und es ist eigentlich beschämend, dass einige von ihnen überhaupt ernsthaft die Thesen von Herrn Hamer diskutierten, und ihm auf dieser Weise ein Forum gaben.</em>&#8222;</p>
<p>Herr <strong>Henze</strong> ist sich offensichtlich gleich über drei Dinge nicht klar:</p>
<ul>
<li>Die Neue Medizin ist bereits seit Jahren Diskussionsgegenstand unter verantwortungsvollen und offenen Schulmedizinern. Der Staatsanwaltschaft liegt eine große Zahl unterschriebener Zertifikate teilweise namhafter Wissenschaftler vor (Prof. Dr. <strong>Birkmayer</strong>, Tumorbiologie; Prof. <strong>Stemmann</strong>, Leiter der Städt. Kinderkliniken Gelsenkirchen; Dr. <strong>Stangl</strong>, Amtsarzt u. Vorsitzender der niederösterreichischen wissenschaftlichen Ärztegesellschaft u.v.m.), die alle die Gesetzmäßigkeiten der Neuen Medizin verifizieren konnten. Teilweise, wo dieses nicht bürokratisch oder mit undemokratischen Mitteln verhindert wurde, haben diese Mediziner die Erkenntnisse der Neuen Medizin längst für ihre Patienten nutzbringend anwenden können. Ein Journalist, der sich also über die Neue Medizin informieren möchte, befindet sich durchaus in guter Gesellschaft.</li>
<li>Herrn Henze ist nicht bekannt, dass es die vornehmste Pflicht eines guten Journalisten sein sollte, sich, wenn er ein Thema vor sich hat, bei beiden Seiten so gut wie möglich zu informieren, diese Informationen weiterzugeben und dann das Publikum entscheiden zu lassen. Offensichtlich ist Herr <strong>Henze</strong> mit diesen zumindest theoretischen Anforderungen an guten Journalismus in einem demokratischen Land nicht vertraut oder nicht einverstanden.</li>
<li>Der ganze Fall Olivia krankte gerade in der Darstellung der Medien daran, dass selbstverständliche journalistische Fairneßgebote gröblich verletzt wurden. Die Medien schreckten nicht einmal vor computeranimierten Bildmanipulationen zurück &#8211; Fotos sind heute (das weiß jeder der einen PC besitzt) längst kein Beweismittel mehr. Man schreckte in den ganzen einseitigen Darstellungen des Falles auch nicht vor Wortfetzenjournalismus zurück. Gab ich ein einstündiges Interview, so konnte man sicher sein, dass daraus in den Nachrichten ein unsinniges, völlig aus dem Zusammenhang gerissenes 2-3 Sekunden Statement wurde, das beliebig von den Sendern manipuliert worden war.</li>
</ul>
<p>Hier also ernsthaft zu &#8222;<em>beklagen</em>&#8222;, man hätte mir irgendwo ein faires Diskussionsforum eingeräumt, ist absurd. Weder mir noch den Kindseltern wurde jemals die Chance eingeräumt, auch nur ansatzweise Zusammenhänge oder Beweggründe für mein oder ihr Tun darzulegen. Dies war ja auch gerade der Sinn und Zweck der ganzen Medienhetzkampagne.</p>
<p>Auf S. 15 liest man: &#8222;<em>Wird Olivia bewusst werden, dass ihre Eltern dazu bereit waren, ihr Leben den absurden Lehren eines Herrn Hamer zu opfern?</em>&#8222;</p>
<p>Auch hier: Beleidigungen ersetzen wissenschaftliche Argumente. Herr <strong>Henze</strong> versucht nicht nur mich und die Eltern Pilhar zu beleidigen, sondern er beleidigt auch in arroganter Manier diejenigen Kollegen, die sich ernsthaft mit den Gesetzen der Neuen Medizin auseinandergesetzt haben und sie tagtäglich in der Praxis bestätigt finden und für ihre Patienten nutzbringend anwenden können.</p>
<p>Auf S. 17 geht es weiter im Stil eines polemischen Traktates: &#8222;<em>Für den Fachmann hingegen sind die dargestellten Zusammenhänge teils naiv, teils mystisch und entbehren in jeder Hinsicht der Logik und Nachvollziehbarkeit</em>&#8222;.</p>
<p>Überflüssig zu sagen, dass <strong>Henze</strong> sich gar nicht die Mühe macht, zu erklären, was er an den 5 Biologischen Naturgesetzen der Neuen Medizin mystisch oder naiv findet oder was daran nicht nachvollziehbar sein soll.</p>
<p>Gerade die Nachvollziehbarkeit und die Beweisbarkeit der Neuen Medizin hat zu der Erkenntnis von Naturgesetzen geführt. Jeder Schüler weiß, dass Naturgesetze herzlich wenig mit Mystik zu tun haben.</p>
<p>Um es ganz kurz konkret zu machen: Hat man z.B. eine rechtshändige menstruierende Patientin mit einem Gebärmutterhalskarzinom vor sich, so ist es eine Gesetzmäßigkeit, dass sie im dafür zuständigen Relais im Großhirn links periinsulär einen Herd haben muss, der je nach Stand des Konfliktes eine genau vorherbestimmbare Form und Aussehen haben muss. Weiterhin muss die Patientin einen Konflikt mit sexuellem Inhalt erlitten haben mitsamt einem biologischen Konfliktschockerlebnis.</p>
<p>Auf S. 18 behauptet <strong>Henze</strong> schlankweg: &#8222;<em>Für schulmedizinisch ausgebildete Menschen ist diese Art des Denkens nicht nachvollziehbar.</em>&#8222;</p>
<p>Erst im September hat ein Gremium aus Medizinern unter Vorsitz des Dekans der medizinischen Fakultät Trnava (Onkologe), des Prorektors der Universität und eines Psychiatrieprofessors sich anhand von vorgestellten und dokumentierten Fällen davon überzeugt, dass die Neue Medizin eindeutig nachvollziehbar und verifizierbar ist. Sie bestätigten, dass man mit allergrößter Wahrscheinlichkeit davon ausgehen muss, dass die Gesetzmäßigkeiten der Neuen Medizin zutreffen. Weiterhin empfahl das Gremium, alles daran zu setzen, schnellstmöglich die Neue Medizin nutzbringend für die Patienten anzuwenden und in die Praxis umzusetzen. Wenn es einem beliebigen Gremium von offenen und für Neues aufgeschlossenen Schulmedizinern gelingt, die Neue Medizin nachzuvollziehen und diese logisch und kohärent zu finden, wieso gelingt das auch nicht ansatzweise Herrn <strong>Henze</strong>? Über seine Motive kann man wohl nicht mehr spekulieren!</p>
<p>&#8222;<em>Sein von ihm selbst konstruiertes System ist in sich absolut schlüssig</em>&#8222;. (S. 18).</p>
<p>Zumindest dies musste Herr <strong>Henze</strong> erkennen: Wenn in der Naturwissenschaft etwas in sich kohärent und in sich logisch ist und verifizierbar ist und verifiziert ist &#8211; dann ist es naturwissenschaftlich richtig &#8211; diese wissenschaftlichen Regeln sollte auch Herr <strong>Henze</strong> kennen.</p>
<p>Wie seine polemischen Bemerkungen auf S. 18 unten über angebliche Unfehlbarkeit, Erfolge (bei Misserfolg sei der Patient angeblich abgefallen) der Neuen Medizin beweisen, hat <strong>Henze</strong> nicht einmal das Wesen eines Biologischen Naturgesetzes verstanden. Die Gesetzmäßigkeiten der Neuen Medizin beschreiben lediglich einen Mechanismus wie Krankheiten, z.B. Tumore (Sonderprogramme) entstehen, und auch wieder verschwinden können. Über Erfolg oder Misserfolg am konkreten Fall sagt die Neue Medizin nicht das geringste aus. Dies ist vergleichbar mathematischen Regeln nach denen man sowohl Additionen als auch Subtraktionen realisieren kann. Es bleibt die gleiche mathematische Regel.</p>
<p>Originalton <strong>Henze</strong>: &#8222;<em>Die ‚Neue Medizin&#8216; ist eine Sammlung von absurden Theorien, die keineswegs bewiesen werden und auch nicht beweisbar sind, und schon deshalb kann sie nicht naturwissenschaftlich sein, weil naturwissenschaftlich eben bedeutet, dass etwas auch beweisbar und mit den bisher erworbenen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen in Einklang zu bringen sein muss.</em>&#8222;</p>
<p>Dazu sage ich abschließend: Die Neue Medizin ist beweisbar und zwar am nächstbesten Patientenfall. Sie besteht aus 5 Biologischen Naturgesetzen, die jederzeit überprüf- und abrufbar sind. Eine Vielzahl von Schulmedizinern konnten dies bereits überprüfen und nachvollziehen. Am 11.9.98 wurde die Neue Medizin amtlich von der <strong>Universität Trnava </strong>/ Slowakische Republik bestätigt.</p>
<p>Die Neue Medizin bestreitet nicht Fakten in der Medizin, wenn sie wirklich Fakten sind, sie nimmt nur oft eine andere Interpretation der Fakten vor. Es handelt sich hier um einen Wissenschaftsstreit, der bestimmt nicht von Herrn <strong>Henze</strong> entschieden werden kann. Es ist fraglich, ob er überhaupt noch mit fairen Mitteln ausgetragen werden kann in einer Gesellschaft, in der die Medizin längst die Rolle der Kirche im Mittelalter übernommen hat und andere Denkansätze reflexartig mit inquisitorischen Maßnahmen überzieht.</p>
<p>Dazu der bekannte Autor Ivan <strong>Illich</strong> in &#8222;<em>Die Nemesis der Medizin</em>&#8222;:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>&#8222;Der medizinische Klerus lässt sich nicht kontrollieren, solange nicht dessen monopolistische Vollmacht, zu entscheiden, was Krankheit ist, wer krank ist und was für ihn geschehen soll, gesetzlich eingeschränkt und abgebaut wird.&#8220;</em></p>
<p><strong>Henze</strong> S. 21: &#8222;<em>Nach meiner Ansicht sollte man daher alles unternehmen, um kranke Menschen davor zu schützen, Opfer seiner Irrlehren zu werden</em>&#8222;.</p>
<p>Herr <strong>Henze</strong> scheut ganz im Einklang mit der heute angemaßten Funktion der Medizin als oberster Inquisitionsbehörde nicht davor zurück, bei der Staatsanwaltschaft Köln &#8222;<em>scharfrichterliche</em>&#8220; Maßnahmen anzuregen.</p>
<p>Damit überschreitet er bei weitem die Aufgaben eines unabhängigen Gutachters.</p>
<p>Ein solcher hätte etwaige Schlussfolgerungen und Maßnahmen in jedem Fall dem Urteil eines unabhängigen Gerichtes zu überlassen.</p>
<p>Herr <strong>Henze</strong> hat sich damit als ernstzunehmender, unabhängiger Gutachter selbst disqualifiziert.</p>
<p><strong>Dr. med. Ryke Geerd Hamer</strong></p>
<p>Anlagen:</p>
<ul>
<li>Olivia &#8211; Tagebuch eines Schicksals, hier Kopie S. 587, Befund Prof. Rius, Barcelona<br />Pfitzer Interview</li>
<li>Überprüfungszertifikat der Universität Trnava/ Slowakische Republik</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://germanische-heilkunde.at/dr-hamer-an-sta-koeln-gutachten-henze/">Dr. Hamer an StA Köln &#8211; Gutachten Henze</a> erschien zuerst auf <a href="https://germanische-heilkunde.at">Akademie für Germanische Heilkunde</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://germanische-heilkunde.at/dr-hamer-an-sta-koeln-gutachten-henze/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gutachter Henze im Olivia-Prozeß</title>
		<link>https://germanische-heilkunde.at/gutachter-henze-im-olivia-prozess/</link>
					<comments>https://germanische-heilkunde.at/gutachter-henze-im-olivia-prozess/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Helmut Pilhar]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Aug 1998 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Henze Günter]]></category>
		<category><![CDATA[Olivia - Behördlich]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://germanische-heilkunde.at/gutachter-henze-im-olivia-prozess/</guid>

					<description><![CDATA[<p>UNIVERSITÄTSKLINIKUM &#8211; MEDIZINISCHE FAKULTÄT DER HUMBOLDT-UNIVERSITÄT ZU BERLIN KinderklinikAugustenburger Platz 113353 Berlin Campus Virchow-KlinikumKliniken für Kinderheilkunde und KinderchirurgieKlinik für Pädiatrie m. Schw. Onkologie/HämatologieHauspost: Mittelalle 8.04.3713 Klinikdirektor: Prof. Dr. med. Günter Henze Telefon: +49-30 450 66032Telefax: +49-30 450 66906e-mail: ghenze@ukrv.de 31. August 1998 Fachärztliches Gutachten im Ermittlungsverfahren gegen Dr. med. Ryke Geerd Hamer wegen des Verdachts [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://germanische-heilkunde.at/gutachter-henze-im-olivia-prozess/">Gutachter Henze im Olivia-Prozeß</a> erschien zuerst auf <a href="https://germanische-heilkunde.at">Akademie für Germanische Heilkunde</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>UNIVERSITÄTSKLINIKUM &#8211; MEDIZINISCHE FAKULTÄT DER HUMBOLDT-UNIVERSITÄT ZU BERLIN</strong></p>
<p>Kinderklinik<br />Augustenburger Platz 1<br />13353 Berlin</p>
<p>Campus Virchow-Klinikum<br />Kliniken für Kinderheilkunde und Kinderchirurgie<br />Klinik für Pädiatrie m. Schw. Onkologie/Hämatologie<br />Hauspost: Mittelalle 8.04.3713</p>
<p>Klinikdirektor: <strong>Prof. Dr. med. Günter Henze</strong></p>
<p>Telefon: +49-30 450 66032<br />Telefax: +49-30 450 66906<br />e-mail: ghenze@ukrv.de</p>
<p style="text-align: right;">31. August 1998</p>
<h2>Fachärztliches Gutachten im Ermittlungsverfahren gegen Dr. med. Ryke Geerd Hamer wegen des Verdachts der Körperverletzung</h2>
<p><strong>Patientin</strong><br />Kind Olivia Pilhar, geb. am 31.12.1988</p>
<p><strong>Diagnose</strong><br />Wilmstumor (Nephroblastom) ausgehend von der rechten Niere mit Lungen- und Lebermetastasen (Stadium 4)</p>
<p> </p>
<p>Vorgeworfen wird dem Beschuldigten, durch eine nicht den Regeln der ärztlichen Kunst entsprechende Behandlung nach dem 23.5.1995 die schulmedizinisch angezeigte Behandlung des Kindes Olivia Pilhar um 10-12 Wochen verzögert zu haben. In diesem Zeitraum soll eine massive Verschlechterung des Tumorleidens erfolgt sein mit der Folge, daß dadurch der Gesundheitszustand Olivia Pilhars gefährdet und die Heilungschancen verringert wurden und sie über Wochen chronische Schmerzen und auch psychische Qualen erleiden mußte.</p>
<p>Als von der <strong>Staatsanwaltschaft Köln</strong> beauftragtem Gutachter für das Fach Pädiatrie, speziell Pädiatrische Onkologie, stehen mir die gesamte Krankenakte, umfangreiche Aufzeichnungen über den Krankheitsverlauf auch vor dem Beginn der Behandlung, sonografisches, computer- und kernspintomografisches Bildmaterial sowie Unterlagen über die Tätigkeit und die Behandlungsmethoden des Beschuldigten einschließlich des Buches &#8218;<em>Vermächtnis einer Neuen Medizin, Band I, Das ontogenetische System der Tumoren mit Krebs, Leukämie, Psychosen, Epilepsie</em>&#8218; der Amici di Dirk Verlagsgesellschaft 1987 zur Verfügung.</p>
<p><strong>Der Sachverhalt und der zeitliche Ablauf der Ereignisse lassen sich relativ kurz zusammenfassen:</strong></p>
<p>Olivia Pilhar wird am 18.5.95, nachdem die Eltern mit ihr am 17.5.95 zunächst wegen seit mehreren Wochen bestehender Bauchschmerzen die Ambulanz aufgesucht hatten, in der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde des <strong>Krankenhauses Wiener Neustadt</strong> aufgenommen. Da die klinische Untersuchung den Verdacht auf einen Bauchtumor ergibt, werden bildgebende Untersuchungen veranlaßt. Nach deren Ergebnis liegt bei Olivia ein Wilmstumor der rechten Niere vor. Noch am selben Tage erfolgt die Verlegung in das <strong>St. Anna Kinderspital</strong>, eine Kinderklinik, die auf die Behandlung von krebskranken Kindern spezialisiert ist.</p>
<p>Die Diagnose eines rechtsseitigen Nierentumors wird durch eine weitere Ultraschalluntersuchung am 19.5.1995 erhärtet; außerdem erfolgt an diesem Tag eine computertomographische Untersuchung der Lunge, die keinen Hinweis auf Absiedelungen (Metastasen) ergibt. Der aufgrund der CT anfänglich geäußerte Verdacht auf Metastasen in der Leber bestätigt sich bei der kernspintomografischen Untersuchung am 22.5.95 sowie bei nochmaliger Ultraschalluntersuchung nicht.</p>
<p>(Anmerkung: in dem Befund der kernspintomografischen Untersuchung ist von mehreren cystoiden, d.h. flüssigkeitsgefüllten, Arealen die Rede, nicht aber, wie vom Beschuldigten später immer wieder reklamiert und auch im Urteil des <strong>Landgerichts Wiener Neustadt</strong> (Blatt Nr. 1086) vermerkt von &#8222;Nierenzysten&#8220; oder &#8222;Nierenzyste&#8220;).</p>
<p>Ohne daß es zunächst zu einem ausführlichen Arzt-/Elterngespräch kommt, verbringt die Patientin das Wochenende mit ihren Eltern im <strong>St. Anna Kinderspital</strong>. Dort haben die Eltern Kontakt zu anderen Eltern, und aufgrund der Gespräche mit ihnen entwickeln sich bei ihnen Abneigungen und Ängste gegenüber der Chemotherapie, weil sie Kinder erleben, die unter Nebenwirkungen der Chemotherapie leiden.</p>
<p>Ein ausführliches Diagnose-/Aufklärungsgespräch findet am Montag, dem 22.5.95 statt, und es wird den Eltern erklärt, daß Olivia an einem bösartigen Tumor der rechten Niere erkrankt sei. Deshalb müsse eine Therapie gemäß der Nephroblastom-Studie SIOP 93 durchgeführt werden. Zunächst sei eine Chemotherapie vorgesehen, später müsse dann eine Operation und danach nochmals eine Chemotherapie erfolgen. Die Heilungsaussichten seien mit dieser Therapie sehr gut.</p>
<p>Die Eltern können sich aufgrund der Erfahrungen vom Wochenende nicht dazu entschließen, einer Chemotherapie zuzustimmen. Auch die ihnen angebotene Alternative, die primäre Operation, mit der allerdings die Heilungsaussichten geringer veranschlagt werden, ist für sie nicht akzeptabel. Sie nehmen Olivia gegen ärztlichen Rat und gegen Unterschrift aus dem Krankenhaus mit nach Hause und wollen sich nach alternativen Behandlungsmethoden erkundigen.</p>
<p>Auf nicht sicher nachvollziehbaren Wegen gelangen sie an Dr. Hamer, den sie in den folgenden Tagen in Köln aufsuchen. Er diagnostiziert eine Nierenzyste und einen Leberkrebs, führt die Erkrankung auf einen Persönlichkeitskonflikt zurück und ist der Auffassung, daß lediglich der Konflikt gelöst werden müsse, wodurch sich dann das Krebsgeschehen von selbst zurückbilden würde. Die Nierenzyste bilde sich bereits wieder zurück; dieser Konflikt sei offenbar bereits abgeschlossen.</p>
<p>Für die Eltern des Kindes war die Argumentation von Herrn Hamer offenbar so überzeugend, daß sie nicht wie besprochen nach Ablauf der Bedenkzeit wieder im <strong>St. Anna Kinderspital</strong> erschienen, sondern trotz der Appelle des leitenden Arztes eine &#8222;<em>schulmedizinische</em>&#8220; Behandlung ablehnten und Hilfe bei Alternativmedizinern suchten. Eine Kontrolluntersuchung durch einen Radiologen in Mödling ergab, daß die Raumforderung im Bauch des Kindes zugenommen hatte. Dennoch führte dieser Befund nicht zur Einsicht der Eltern, so daß ihnen schließlich aus Sorge um das Leben des schwerkranken Kindes am 23.6.1995 durch das Pflegschaftsgericht das Sorgerecht für Olivia entzogen wurde.</p>
<p>Um die Behandlung des Kindes dennoch zu verhindern, traten die Eltern mit Olivia die Flucht an, die sie bis nach Malaga in Spanien führte. Begleitet wurden sie von Herrn Hamer, der offenbar auch weiterhin ihr Berater war und dem sie ihr ganzes Vertrauen schenkten. Schließlich gelang es durch Intervention von mehreren Seiten, die Eltern dazu zu bewegen, mit Olivia nach Österreich zurückzukehren. Über den Gesundheitszustand des Kindes gibt es aus dieser Zeit nur verhältnismäßig wenige Angaben. Die Aktenvermerke über die wesentlichen Informationen und Handlungsweisen in der Zeit vom 19. Juli bis zum 24. Juli 1995, also den letzten Tagen in Malaga bis zur Ankunft in Wien (Seiten 660 bis 698) lassen erkennen, daß es Olivia zwar nicht gut gegangen ist, daß sie aber auch andererseits nicht akut lebensbedroht war. Der Leibesumfang hatte (auch auf den Pressefotos) erkennbar zugenommen; bei Lageveränderungen hatte Olivia Schmerzen, und die Bewegungsabläufe waren verzögert. Nach Auskunft der aus Wien hinzugezogenen Ärzte bestand aber während dieser Zeit kein Anlaß zur Durchführung intensivmedizinischer Maßnahmen, auch nicht während des schließlich am 24. Juli erfolgenden Rückflugs. Immer wieder wird darauf hingewiesen, daß Olivia sehr auf ihre Mutter fixiert ist; sie weint, wenn ihre Mutter sich von ihr entfernt, und dadurch ist eine realistische Einschätzung ihres Zustandes schwierig.</p>
<p>Nach der Rückkehr nach Österreich &#8211; Olivia wurde zunächst nach Tulln gebracht &#8211; wird ein Ärztekonsil einberufen. Erneute bildgebende Untersuchungen lassen erkennen, daß es inzwischen zum Auftreten von Lungen- und Lebermetastasen gekommen ist. Es liegt jetzt also ein Stadium 4 des Wilms&#8216; Tumors vor. Der Zustand des Kindes verschlechtert sich zusehends. Im Aufnahmebefund wird Olivia als kachektisch beschrieben. Sie ist sehr blaß (Hämoglobinwert lt. <strong>Krankenhaus Tulln</strong> SH 3, Blatt Nr. 4 6,8 g/dl bei 3,0 Mill. roten Blutkörperchen pro l Blut). Ihr Körpergewicht beträgt nur 27 kg, wobei man berücksichtigen muß, daß mindestens etwa 4 kg davon auf den inzwischen mehr als 4 Liter großen Tumor entfallen. Infolge dieses riesigen Tumors ist sie kurzatmig und hat deutlich immer wiederkehrende Schmerzen, so daß den Aufzeichnungen aus der <strong>Kinderklinik Tulln</strong> (SH 3, Blätter 8-19) zufolge regelmäßig Schmerzmittel verabreicht werden müssen. Um zu versuchen, das Leben des jetzt schwerstkranken Kindes noch zu retten, wird beschlossen, eine &#8222;<em>Zwangsbehandlung</em>&#8220; in Wien durchzuführen, die wegen der Ressentiments gegen das <strong>St. Anna Kinderspital</strong> und die Kinderklinik Wiener Neustadt in der Universitäts-Kinderklinik erfolgen soll. Hier wird Olivia am 29. Juli 1995 stationär aufgenommen.</p>
<p>Eine Chemotherapie gemäß dem Nephroblastomprotokoll wird, um einem Tumorzerfallssyndrom vorzubeugen, mit reduzierter Medikamentendosis eingeleitet. Inzwischen hat sich eine Lungenentzündung eingestellt, so daß die Atmung des Kindes dadurch und auch durch die Kompression der Lunge durch den riesigen Tumor kritisch beeinträchtigt ist. Es wird daher beschlossen, zur rascheren Rückbildung des Tumors, weil die Chemotherapie einige Zeit bis zu ihrer Wirksamkeit benötigt, zusätzlich zur medikamentösen Behandlung eine Strahlentherapie durchzuführen. Wegen unzureichender Lungenfunktion (nicht ausreichende Sauerstoffaufnahme mit Sättigungswerten bis auf weniger als 80%, Akte des AKH Uni-Wien, Seite 163) erfolgt geplant (d.h. nicht unter Notfallsbedingungen) am 31. Juli 1995 eine Intubation mit künstlicher Beatmung auf der Intensivstation der Universitäts-Kinderklinik. Weiterhin muß Flüssigkeit aus dem Pleuraraum (Raum zwischen Lunge und Brustwand) abgeleitet werden, die sich als Folge der Lungenentzündung dort angesammelt und zusätzlich zu dem Tumor selbst, dessen Volumen bis auf über 6 Liter angewachsen ist, zu einer Einschränkung der Atmung geführt hat.</p>
<p>Mit dem Einsatz aller verfügbaren Maßnahmen einschließlich einer breiten antimikrobiellen Therapie, der Gabe von hämatopoetischen Wachstumsfaktoren (Medikamente, die die Blutbildung anregen) und intensivmedizinischer Behandlung gelingt es, das Mädchen über diese kritische Situation hinweg zu bringen. Die Tumorbehandlung zeigt ihre Wirkung: Der Tumor spricht so ausgezeichnet auf die Therapie an, daß das Tumorvolumen bereits am 8.9.1995 auf etwa 1/10 seines Ausgangswertes (auf ca. 460 ml) abgenommen hat und auch die Lungen- und Lebermetastasen sich eindrucksvoll zurückgebildet haben (Akte des AKH Uni-Wien, Seite 167). Infolge der Dekompression der Lunge kann die künstliche Beatmung nach 14 Tagen beendet werden. Die weitere Behandlung verläuft plangemäß ohne ungewöhnliche Komplikationen, und Olivia kann ab der 5. Behandlungswoche sogar mit dem Schulunterricht beginnen. Die tumortragende Niere wird am 18.9.1995 problemlos operativ entfernt.</p>
<p>Postoperativ wird die Chemotherapie fortgesetzt und planmäßig beendet. Nachfolgende Kontrolluntersuchungen haben bislang keinen Hinweis für ein Tumorrezidiv ergeben. In Anbetracht der zum Zeitpunkt des Therapiebeginns bestehenden Tumorausbreitung ist dies ein sehr günstiges Zeichen. Das Auftreten eines Rezidivs ist zwar immer noch möglich aber eher unwahrscheinlich.</p>
<p>Dies wäre noch einmal kurz zusammengefaßt der Krankheitsverlauf, wie er sich aus dem mir überlassenen Aktenmaterial darstellt. Ich komme nunmehr zur Beantwortung der Fragen, zu denen meine Stellungnahme erbeten wird:</p>
<h3>1.) Hat der Beschuldigte durch die &#8222;<em>Behandlung</em>&#8220; des Kindes Olivia Pilhar die Patientin an der Gesundheit geschädigt?</h3>
<p>Zunächst muß man die Frage stellen, wie der Begriff Behandlung zu verstehen ist. Eine medizinische Behandlung im strengen Sinne, d.h. eine Behandlung mit Medikamenten ist ja von Herrn Hamer nicht vorgenommen worden. Er hat sich aber über die Krankheit Olivia Pilhars informiert und auch die Eltern des Kindes beraten. Dies erfüllt für mein Empfinden den Tatbestand der Behandlung. Es ist ihm, der in dem Ruf steht, außerordentlich geschickt mit Menschen umgehen zu können, gelungen, die möglicherweise latente Phobie der Eltern Olivias (von der Mutter wurde gesagt, sie vermeide wenn möglich Medikamente und habe einen Hang zur Naturheilkunde) in eine geradezu panische Angst zu steigern, so daß diese seinem &#8222;<em>Rat</em>&#8220; folgend sogar bereit waren, den Tod ihres eigenen Kindes zu akzeptieren und es den Ideen des Herrn Hamer zu opfern. In den oben bereits erwähnten Aktenvermerken über die wesentlichen Informationen und Handlungsweisen (in Malaga) wird beschrieben, daß Herr Hamer stets in engem Kontakt mit den Eltern und die Abhängigkeit der Eltern von Herrn Hamer sehr groß sei; er mische sich ständig ein; er halte sich ständig bei den Eltern und Olivia auf; er sei die einzige medizinische Bezugsperson; er übe Druck auf die Eltern aus (&#8222;<em>er stülpt sich richtiggehend über die Eltern</em>&#8222;). Da Herr Hamer wußte, daß den Eltern das Sorgerecht für Olivia entzogen worden war, hätte er als verantwortungsbewußter &#8222;<em>Berater</em>&#8220; nicht zuletzt im Interesse des schwerstkranken Kindes den Eltern raten müssen, Olivia nach Österreich zur Behandlung zurückbringen zu lassen. Er bestärkt hingegen die Eltern in ihrer von ihm selbst provozierten und geschürten ablehnenden Haltung gegenüber allen ernst- und wohlmeinenden Medizinern.</p>
<p>Was war das Ergebnis? Der Gesundheitszustand des Kindes hat sich während der Zeit der &#8222;<em>Flucht</em>&#8220; der Eltern für alle (außer Herrn Hamer) erkennbar erheblich verschlechtert. Nachweislich ist aus dem zum Zeitpunkt der ersten Diagnosestellung regional begrenzten Tumor bei der Rückkehr nach Österreich eine metastasierter Tumor geworden. Die Bilddokumente und auch die Befunde der österreichischen Untersucher belegen dies zweifelsfrei. Der Zustand des Kindes ist bedenklich schlecht. Olivia hat an Gewicht abgenommen; gegenüber dem im <strong>St. Anna Kinderspital</strong> dokumentierten Körpergewicht (ca. 25 kg) wiegt sie bei der Rückkehr nach Österreich zwar 27 kg; hiervon muß man aber das Tumorgewicht (ca. 4 kg) abziehen, so daß sie innerhalb der Zeit zwischen Diagnose und Therapiebeginn mindestens etwa 2 kg an Gewicht abgenommen hat.</p>
<p>Ihr Blutbild ist schlecht; Olivia hat eine schwere Anämie: Der Hämoglobinwert (roter Blutfarbstoff, normal in diesem Alter etwa 13 g/dl Blut) beträgt 6,8 g/dl; die Zahl der roten Blutkörperchen liegt bei 3,0 Mio/l; daraus ergibt sich ein MCH (mittleres corpuskuläres Hämoglobin) von 22 pg; zusammen mit dem auf das zwei- bis dreifache erhöhte Ferritinwert von 828,2 g/l (SH 3, Blatt Nr. 23) ist diese Anämie eindeutig als Tumoranämie zu erklären. Im <strong>St. Anna Kinderspital</strong> lag am 19.5.1995 (SH 1, Blatt Nr. 44) die Hämoglobinkonzentration noch bei 11,6 g/dl und das MCH bei 26,6 pg (beides noch im Bereich der Altersnorm). Diese Werte sind abgesehen von der eindeutig belegten Größenzunahme des Tumors selbst indirekte aber zweifelsfreie Belege für das Fortschreiten der Tumorerkrankung.</p>
<p>Von Herrn Hamer wird die Situation bezüglich der Blutbildung allerdings ganz anders gesehen (Band II, Blatt 405): &#8222;<em>Dabei hatte Olivia am 26.7.95 mit 2,9 Mio. Ery&#8217;s bei 6,5 HB eine sehr starke Hämatopoese.</em>&#8220; Eine solche Äußerung würde man eher einem medizinischen Laien zuschreiben als jemandem, der über einen medizinischen Doktortitel verfügt. Ein Hämoglobinwert (HB) von 6,5 bei 2,9 Mio. Erythrozyten ist eindeutig pathologisch und kann nicht als starke Hämatopoese interpretiert werden.</p>
<p>Die Frage, ob Herr Hamer durch die &#8222;<em>Behandlung</em>&#8220; des Kindes Olivia Pilhar die Patientin an der Gesundheit geschädigt hat, ist zweifellos mit ja zu beantworten, zunächst einmal, weil sich der Gesundheitszustand des Kindes dadurch, daß eine Behandlung in einem frühen Krankheitsstadium von Herrn Hamer verhindert wurde, erheblich verschlechtert hat und dadurch die Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung wesentlich ungünstiger geworden ist, worauf im Folgenden noch näher eingegangen wird.</p>
<h3>2.) Hat die auch vom Beschuldigten zu vertretende 10-12 wöchige Verzögerung der Aufnahme schulmedizinischer Behandlung eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Kindes herbeigeführt und sind dadurch die Heilungschancen verringert und dem Kind vermeidbare psychische und physische Schmerzen zugefügt worden?</h3>
<p>Wäre sofort nach der Diagnose eine Behandlung eingeleitet worden, so wäre dem Mädchen zunächst einmal das massive Tumorwachstum erspart geblieben. Selbst wenn der Tumor nicht gut auf die Therapie angesprochen hätte, so hätte man das früh bemerkt und unter diesen Umständen keineswegs mit einer Operation, die ja bei dem geringen Tumorvolumen technisch möglich gewesen wäre, gewartet bis der Tumor ein Volumen von über 4 Litern erreicht gehabt hätte. Bei gutem Ansprechen des Tumors auf die Chemotherapie (wie es ja dann tatsächlich vorlag) hätte die gesamte Behandlung weniger intensiv ausgelegt werden können, d.h. es wäre keine Bestrahlung zur Anwendung gekommen und es hätte kein Anthrazyklin verabreicht werden müssen.</p>
<p>Anthrazykline sind Zytostatika, die als akute Nebenwirkung eine ausgeprägte Knochenmark- und Schleimhauttoxizität haben; sie können auch bereits während der Therapie Nebenwirkungen am Herzmuskel verursachen; häufiger ist diese kadiotoxische Wirkung [&#8230;] erst nach Jahren bemerkbar. Es hat den Anschein, als ob auch Herr Hamer etwas über die mögliche Kardiotoxizität der Anthrazykline, oder auch generell der Chemotherapie, gehört hat. Er spricht in seinen Briefen wiederholt über eine verminderte Herzleistung bei Olivia Pilhar. Infolge der &#8222;<em>Rattengiftpseudotherapie</em>&#8220; sei insbesondere die linke Herzkammer Olivias so geschädigt, daß sie nur noch 33% ihrer üblichen Kapazität an Leistung aufbringe (Band IV, Blatt 875). In einem Befund der Herzschalluntersuchung in der <strong>Universitäts-Kinderklinik Wien</strong> ist von einer Kontraktilität (oder Verkürzungsfraktion) von 33% die Rede. Eine Kontraktilität von 33% ist aber normal und hat mit einer Einschränkung der Herzleistung überhaupt nichts zu tun. Ähnlich wie bereits am Beispiel des Blutbildes aufgezeigt, offenbart sich in solchen Interpretationen des Beschuldigten die Unkenntnis über medizinische Sachverhalte und Zusammenhänge. Tatsächlich hätte gerade er aber dazu beitragen können, die Verabreichung potentiell kardiotoxischer Medikamente zu vermeiden.</p>
<p>In der Pädiatrischen Onkologie versuchen wir, wenn möglich eine Strahlentherapie zu umgehen. Die Bestrahlung ist eine Behandlungsmaßnahme, die nach gegenwärtiger Kenntnis wesentlich mehr Spätfolgen nach sich zieht als die Chemotherapie. Insbesondere ist sie für Zweitmalignome verantwortlich, die nach einer alleinigen Chemotherapie relativ selten sind. Den mir zur Verfügung stehenden Unterlagen zufolge haben es sich die behandelnden Ärzte Olivias mit der Indikation zur Strahlentherapie nicht leicht gemacht. Sie haben sich schließlich dazu entschlossen, weil sie zu der Überzeugung gekommen waren, dem Tumorwachstum ohne Bestrahlung nicht rasch genug Einhalt gebieten zu können. Infolge der Tumorgröße mußte natürlich auch das Strahlenfeld groß gewählt werden, was unvermeidlich dazu geführt hat, daß gesunde Strukturen mitbestrahlt werden mußten. Es besteht für Olivia zumindest ein erhöhtes Risiko, später einmal &#8211; mitverursacht durch die Strahlentherapie &#8211; an einem zweiten Tumor zu erkranken. Das hätte vermieden werden können.</p>
<p>Infolge der riesigen Tumorgröße wurde die rechte Lunge komprimiert, und man muß davon ausgehen, daß sich als Folge der Minderbelüftung und der verminderten Beweglichkeit in dieser Lunge die Lungenentzündung entwickelt hat, die zu einer beatmungspflichtigen Ateminsuffizienz geführt hat. Olivia mußte deswegen für 14 Tage intubiert werden. Dieser Umstand wäre natürlich bei rechtzeitigem Behandlungsbeginn niemals eingetreten.</p>
<p>Ich komme zunächst zu dem Ergebnis, daß die von Herrn Hamer wesentlich mitzuverantwortende Verzögerung des Beginns einer schulmedizinischen Behandlung den Gesundheitszustand des Kindes erheblich verschlechtert hat.</p>
<p>Aus den Gerichtsakten wird deutlich, daß mit dem Begriff &#8222;<em>Heilungschancen</em>&#8220; recht sorglos umgegangen wird. Heilungschancen kann man nur statistisch angeben, und es gibt keine Erkrankung, bei der man von einer 100%igen Heilungschance ausgehen kann. In der Situation Olivias waren die erstuntersuchenden Ärzte sicher berechtigt, prinzipiell von einer günstigen Prognose auszugehen. Es lag ein Wilms&#8216; Tumor in einem offenbar niedrigem Stadium vor. Das bedeutet, daß bei dieser Konstellation mehr als 90% der betroffenen Kinder geheilt werden. Hierüber gibt es &#8211; auch wenn Herr Hamer dies bezweifelt &#8211; umfangreiche Statistiken. In Deutschland z.B. werden seit 1980 alle Kinder mit Krebserkrankungen nach Mainz an das Institut für Medizinische Statistik und Dokumentation gemeldet. Jährlich wird ein Bericht herausgegeben, der auch die Prognosen bei den einzelnen Krankheitsentitäten beinhaltet. Die Zahlen sind also verläßlich, und darüber hinaus kennt natürlich jeder kinderonkologisch tätige Arzt selbst Patienten, die Langzeitüberlebende nach einem Wilms&#8216; Tumor sind.</p>
<p>Vergleichbare Daten gibt es auch aus dem Ausland. In den USA werden Kinder mit Wilmstumoren nach Protokollen der National Wilms Tumor Study Group (NWTS) behandelt; auch diese Protokolle beinhalten selbstverständlich eine dem Protokoll der SIOP ähnliche Chemotherapie, und die Behandlungsergebnisse sind ebenso günstig.</p>
<p>Die in den schriftlichen Äußerungen von Herrn Hamer immer wieder aufgestellte Behauptung, daß 95% aller Patienten &#8222;<em>Opfer der Chemo</em>&#8220; werden, ist daher völlig absurd und läßt sich sowohl anhand der Zahlen als auch in Gestalt von hunderten lebender Patienten ohne Mühe widerlegen. Diese Behauptung von Herrn Hamer spricht erneut für seine durchaus mangelnde Sachkenntnis.</p>
<p>Grundsätzlich &#8211; also auch für den Wilmstumor &#8211; gilt, daß sich die Prognose mit steigendem Tumorausbreitungsstadium verringert. Der Wilmstumor unterscheidet sich insofern von anderen Tumoren, als selbst beim Vorliegen von Metastasen die Heilungsaussichten noch deutlich über 50% liegen, also immer noch bedingt günstig sind. Aber auch diese Zahl ist eine statistische Größe und sagt nichts über den einzelnen Patienten aus: Bei einem individuellen Patienten gibt es immer nur zwei Möglichkeiten &#8211; entweder er wird geheilt oder nicht. Es ist daher wenig sinnvoll, sich an solchen Prozentzahlen zu stark festzuhalten, obwohl vielleicht verständlicherweise Eltern immer solche Zahlen genannt haben wollen. Statistisch ist durch die Verzögerung der Therapie bei Olivia die Heilungschance geringer geworden, weil eben Kinder mit einem Wilmstumor Stadium 4 nur eine Heilungschance von etwa 60-70% haben, während sie beim Stadium 1 über 90% beträgt. Neben dem Stadium spielen aber andere Faktoren eine Rolle, die zum Zeitpunkt der Diagnose noch gar nicht bekannt sind, nämlich der histologische Subtyp des Tumors, der erst nach der Operation ermittelbar ist, und das Ansprechen auf die Therapie, das in den ersten Wochen nach dem Beginn der Behandlung erkennbar wird. Bei Olivia liegt eine &#8222;<em>günstige Histologie</em>&#8220; vor und zudem hat der Tumor bei ihr ganz ausgezeichnet auf die Behandlung angesprochen. Die Tatsache, daß es bisher zu keinem Wiederauftreten des Tumors gekommen ist, spricht sehr dafür, daß sie zu den 60-70% Kindern gehören wird, die trotz des Vorliegens eines Stadium 4 gesund werden.</p>
<p>Zu der statistischen Minderung infolge des höheren Stadiums kommt bei Olivia die Tatsache, daß die riesigen Ausmaße des Tumors ohne die hoch kompetente Betreuung leicht dazu hätte führen können, daß das Mädchen an den Folgen der tumorbedingten Raumforderung verstorben wäre.</p>
<p>Daher ist die Frage, ob die Therapieverzögerung zu einer Minderung der Heilungschancen geführt hat mit einem klaren Ja zu beantworten.</p>
<p>Den mir vorliegenden Unterlagen ist eindeutig zu entnehmen, daß Olivia Pilhar unter heftigen körperlichen Schmerzen glitten haben muß. Der Tumor muß zeitweilig ein Gewicht von mindestens 4 kg, möglicherweise sogar über 6 kg, gehabt haben. Sie selbst wog nur etwa 25 kg, und man möge ermessen, welche schmerzhaften Folgen ein so riesiger Tumor für ein so kleinen Mädchen haben muß (eine schwangere erwachsene Frau mit einem Gewicht von ca. 50-60 kg nimmt vielleicht etwa so viel an Gewicht zu). Darüber hinaus sind auch zahlreiche medizinische Prozeduren schmerzhaft, und bei Olivia sind zweifellos infolge der fortgeschrittenen Tumorkrankheit mehr solcher Prozeduren erforderliche geworden, als es bei rechtzeitiger Therapie der Fall gewesen wäre.</p>
<p>Was die psychischen Schmerzen betrifft, so sind diese weit schwieriger abzuschätzen. Aber die Schilderung der Ereignisse läßt kaum Zweifel daran zu, daß insbesondere die ständige Anwesenheit von Vertretern der Medien dazu beigetragen haben müssen, daß das Mädchen psychischen Spannungen ausgesetzt war.</p>
<p>Die ständig wechselnden Einflüsse auf die Eltern können an Olivia nicht ohne Folgen vorüber gegangen sein. Bei der Schilderung der Ereignisse kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, daß es hier überhaupt nicht um das Kind ging. Es hatten vielmehr verschiedene Menschen, die beteiligt waren, ganz unterschiedliche, eigene Interessen. Für mein Empfinden war es das Interesse von Herrn Hamer, an Olivia seine Theorie der &#8222;<em>Neuen Medizin</em>&#8220; zu beweisen und sich auf diese Weise zu rehabilitieren. Unklar bleibt für mich, weshalb die Eltern Olivias trotz der sichtlichen Verschlechterung ihres Befindens nur Herrn Hamer vertrauten, nicht aber anderen Menschen, die es offenbar gut mit ihnen meinten und die trotz ihrer Halsstarrigkeit nicht nachließen, ihnen einen Weg zur Umkehr zu öffnen (ich meine hier besonders die ausgesprochen offenen und versöhnliche Briefe von Herrn <strong>Jürgenssen</strong>, in denen er mehrfach versucht hat, die Eltern zu einer Korrektur ihrer Sichtweise zu bewegen). Die Vertreter der Medien hatten verständlicherweise Interesse an der &#8222;<em>Story</em>&#8222;, und es ist eigentlich beschämend, daß einige von ihnen überhaupt ernsthaft die Thesen von Herrn Hamer diskutierten und ihm auf diese Weise ein Forum gaben. Angesichts eines todkranken Kindes hätte man sich eine eindeutige Parteinahme für das Kind gewünscht.</p>
<p>Nachdem Olivia dann wieder in Wien war und die Behandlung eingesetzt hatte, muß sie während der Intensivtherapie am Respirator, während der sie ja nicht in Narkose sondern nur sediert war und auch reagieren konnte, Ängste durchlitten haben, die man ebenfalls durchaus als psychische Schmerzen bezeichnen kann.</p>
<p>Meiner Erfahrung nach benötigen Kinder in so schwierigen Phasen des Lebens die uneingeschränkte und vorbehaltlose Unterstützung ihrer Eltern. Diese Voraussetzung kann infolge der von innerlicher Ablehnung gegen die schulmedizinische Maßnahmen geprägte Haltung der Eltern nicht bestanden haben, wodurch für Olivia das Überstehen der Therapie gewiß mit Konflikten behaftet und dadurch schwieriger geworden ist, auch wenn sie dies vielleicht nie selbst artikuliert hat.</p>
<p>Überhaupt nicht abschätzen läßt sich zum jetzigen Zeitpunkt, wie sich das Kind später einmal psychisch mit den Geschehnissen und dem Verhalten einer durch Herrn Hamer irregeleiteten Eltern auseinandersetzen wird. Wird Olivia bewußt werden, daß ihre Eltern dazu bereit waren, ihr Leben den absurden Lehren eines Herrn Hamer zu opfern? Wenn ja, wie wird sie damit umgehen? Wird sie ihren Eltern Verständnis entgegen bringen können? Die Eltern sind ja offenbar, obwohl sie den Erfolg der schulmedizinischen Maßnahmen an ihrem eigenen Kind sehen, immer noch dieser Ansicht, daß Herrn Hamer als einziger Mensch die Situation bei ihrer Tochter richtig eingeschätzt hat. Diese Dinge können nicht ohne Folgen auf das Seelenleben eines Kindes bleiben und hinterlassen mit Sicherheit bleibende Spuren.</p>
<p>Es besteht daher für mich kein Zweifel daran, daß dem Mädchen durch die nicht rechtzeitig einsetzende Therapie sowohl physische als auch psychische Schmerzen zugefügt worden sind, die vermeidbar gewesen wären.</p>
<h3>3.) Zur Frage Schulmedizin und &#8222;<em>Neue Medizin</em>&#8222;</h3>
<p>Sicher kann man an einer Reihe von Vorgehensweisen der Schulmedizin Kritik üben. Wie in anderen Wissenschaften gibt es auch in der Schulmedizin Irrwege. Wie andere Menschen sind auch Ärzte nicht unfehlbar, und es gibt unter ihnen einfühlsame und weniger einfühlsame. Ohne Zweifel ist es enttäuschend, daß insbesondere Krebskrankheiten bei Erwachsenen immer noch schlecht behandelbar sind. Die Schulmedizin aber generell zu verteufeln, wie es die von Herrn Hamer vertretene Richtung der &#8222;<em>Neuen Medizin</em>&#8220; tut, ist aber deshalb nicht gerechtfertigt.</p>
<p>Die &#8222;<em>Neue Medizin</em>&#8220; gründet auf Träume von Herrn Hamer, in denen er mit seinem verstorbenen Sohn gesprochen hat. Sie verleugnet ganz wesentlich wissenschaftliche Erkenntnisse. Sie negiert beweisbare Grundsätze und auch Ergebnisse der naturwissenschaftlich orientierten Medizin. In seinem Buch stellt Herr Hamer Thesen auf, die schlichtweg unhaltbar sind. So behauptet er z.B. auf S. 32 im Kapitel über Krebs und Embryologie, das Gehirn könne keine Hirnzelltumoren machen. Die Neuropathologie hat ohne jeden Zweifle bewiesen, daß es Hirnzelltumoren gibt. Auf S. 33 bezeichnet Herr Hamer die Leukämie als Heilungsphase nach einem Knochenbruch. Wie paßt in dieses Konzept die Tatsache, daß es z.B. bereits bei neugeborenen Kindern, die nie zuvor einen Knochenbruch erlitten haben, Leukämie gibt. Auf S. 356 behauptet er, Pathologen könnten nicht zwischen einem Osteosarkom (bösartiger Knochentumor) und Kallusbildung (Heilungsgewebe nach einem Knochenbruch) unterscheiden. Ich weiß nicht, welche Pathologen Herr Hamer dazu befragt hat, aber ich kennen nur Pathologen, die sehr genau zwischen Kallus und Osteosarkomgewebe unterscheiden können. Die Ausführungen über die Therapie der Leukämie (S. 398 ff.) lassen zwar erkennen, daß Herr Hamer etwas über die normale Bildung von Blutzellen gehört oder gelesen hat; daß Leukämie aber klonale Erkrankungen sind, die keineswegs mehr den Gesetzmäßigkeiten der normalen Blutbildung unterliegen, ist Herrn Hamer ganz offensichtlich nicht bekannt.</p>
<p>Die Auslassungen über Magengeschwüre ( S. 54) sind unhaltbar: wir wissen heute definitiv, daß Magengeschwüre durch Infektionen mit dem Bakterium Helicobacter verursacht sind und daß eine antibiotische Behandlung gegen diesen Erreger zur Heilung der Magengeschwüre führt. Angeblich gebe es Carcinoide nur im Bereich des Dünndarms und nicht in tiefer gelegenen Darmabschnitten (S. 55); seit langem sind Carcinoide der Appendix, also des Wurmfortsatzes, des sogenannten Blinddarms, bestens bekannt. Es ist absolut unmöglich, auf alle absurden Behauptungen und Krankheitstheorien einzugehen, die Herr Hamer in seinem Buch aufstellt. Ich möchte mich daher auf diese Beispiele beschränken.</p>
<p>Für den medizinischen Laien, der mit der Terminologie nicht vertraut ist, kann sich beim Lesen durchaus der Eindruck ergeben, es handele sich um wissenschaftlich begründbare Zusammenhänge. Für den Fachmann hingegen sind die dargestellten Zusammenhänge teils naiv, teils mystisch und entbehren in jeder Hinsicht der Logik und Nachvollziehbarkeit. Das ist insbesondere auch bei den Kasuistiken (z.B. S. 57-62) der Fall: stets handelt es sich hier um subjektive Interpredationen von Herrn Hamer an einem speziell gelagerten Fall. Nie gibt es eine Bemerkung über Kontrollen. Wie viele Menschen mögen in einer ähnlichen, vergleichbaren Situation gewesen sein, ohne eine entsprechende Krankheit entwickelt zu haben? Die von Herrn Hamer geschilderte Konfliktsituation sind ja durchaus nicht selten, und deshalb lassen sich für den medizinischen Laien scheinbar schlüssig Zusammenhänge zwischen diesen Konfliktsituationen und dem Krankheitsprozeß konstruieren. Herr Hamer, dem es an Intelligenz nicht mangelt, suggeriert mit seinen Konstruktionen, verbrämt mit z.T. medizinischen Termini, z.T. aber auch mit eigenen Wortschöpfungen, den Kranken, er wisse über die Zusammenhänge zwischen ihren Konflikten mit ihren Krankheiten sehr genau Bescheid und sie könnten allein durch den Glauben an seine Theorie gesund werden.</p>
<p>Wer wollte ernsthaft bestreiten, daß bösartige Tumoren Tochtergeschwülste (Metastasen) ausbilden? Sie sind doch eindeutig und zweifelsfrei z.B. mit Hilfe von immunhistochemischen Untersuchungen und heute darüber hinaus auch mit molekulargenetischen Methoden als vom Primärtumor abstammend identifizierbar. Außerdem kann man sogar den Prozeß der Metastasierung durch histologische Untersuchungen (Einbruch von Tumorzellen in Blut- oder Lymphgefäße, Tumorangiogenese) bildlich beweisen.</p>
<p>Bei Olivia ein Leberkarzinom zu diagnostizieren ist angesichts der Tatsache, daß nachweislich ein Wilmstumor bereits bekannt war, schlicht absurd. Leberkarzinome sind bei Kindern außerordentlich selten, und es gibt biochemische Marker, an denen man sie erkennen kann. Von solchen Möglichkeiten macht die &#8222;<em>Neue Medizin</em>&#8220; aber gar keinen Gebrauch. Sie orientiert sich am Augenschein. Das geht so weit, daß Nachtschweiß gleichbedeutend mit Tuberkulose ist und eine bräunliche Verfärbung der Haut gleichbedeutend mit einem Morbus Addison. Es werden Diagnosen konstruiert, wie z.B. ein &#8222;<em>Sammelrohrkarzinom</em>&#8222;, die es überhaupt nicht gibt und die auch durch nichts bewiesen sind als durch die Vorstellung von Herrn Hamer.</p>
<p>Wer könnte allein aus bildgebenden Untersuchungen, insbesondere anhand des immer wieder beschworenen Computertomogramms des Gehirns, Art- oder Organdiagnosen herleiten, und das mit einer Sicherheit und einem Unfehlbarkeitsanspruch wie es Herr Hamer tut? Herr Hamer hat für alles einen Namen und eine Erklärung. Er ist aber vermutlich auch der einzige Mensch, der diese Art der Medizin beherrscht. Für schulmedizinisch ausgebildete Menschen ist diese Art des Denkens nicht nachvollziehbar. Sie kann es auch nicht sein, denn würde man versuchen so zu denken, müßte man alles vergessen, was man in der naturwissenschaftlich orientierten Medizin als richtig zu erkennen gelernt hat.</p>
<p>Herr Hamer behauptet, seine &#8222;<em>Neue Medizin</em>&#8220; sei naturwissenschaftlich begründet, bleibt aber den Beweis für diese Behauptung schuldig. Sein von ihm selbst konstruiertes System ist in sich absolut schlüssig. Einen Irrtum gibt es nicht. Die &#8222;<em>Neue Medizin</em>&#8220; impliziert Unfehlbarkeit. Wenn sie nicht zum Erfolg führt, dann ist der Patient &#8222;<em>abgefallen</em>&#8220; (z.B. Schmerzen werden nicht ertragen; man nimmt Schmerzmittel; man stirbt, weil man den Schmerz nicht ertragen hat) oder &#8222;<em>man kann ja schließlich nicht erwarten, daß Herr Hamer jeden Konflikt erfolgreich zu lösen imstande ist</em>&#8222;. Wenn irgend etwas nicht paßt &#8211; wie z.B. die Lebermetastasen bei Olivia &#8211; erfindet Herr Hamer sofort eine neue Diagnose, nämlich ein Leberkarzinom. Die Behauptung, ein namhafter Urologe würde Wilmstumoren nicht mehr operieren, ist völlig unhaltbar: Dieser Urologe operiert manche Nierenzysten nicht, aber da für Herrn Hamer gedanklich in dem Gebäude seiner &#8222;<em>Neuen Medizin</em>&#8220; Nierenzysten und Wilmstumor gleichgesetzt werden, wird dann aus der Nicht-Operation von Nierenzysten die Nicht-Operation eines Wilmstumors.</p>
<p>Bei der Begründung von Behauptungen geht er so weit, daß er Zahlen schlicht ummünzt, wie z.B. die Todesraten nach Chemotherapie, die aus der sicher sehr interessanten Arbeit von Herrn <strong>Abel</strong> (Band II und III) stammen: die über 90% der Patienten sterben nach Herrn <strong>Abel</strong> aber nicht an der Chemotherapie, sondern sie sterben an ihrer Krebskrankheit; und dabei handelt es sich um epitheliale Krebse, also keineswegs um Krebskrankheiten, wie sie für das Kindesalter typisch sind; aber weil die Zahlen ins Konzept passen, werden sie im Zusammenhang mit Olivia genannt und den Eltern gegenüber, die natürlich keine Chance haben sie zu überprüfen, dazu verwendet, ihnen Angst vor der Chemotherapie zu machen und das Leben ihres Kindes aufs Spiel zu setzen. Die Behauptung von Herrn Hamer, kein Arzt würde bei seinem eigenen Kind eine Chemotherapie durchführen lassen, ist ebensowenig haltbar wie seine anderen Behauptungen. Ich selbst kenne zahlreiche Ärzte, deren Kinder an Krebs erkrankt waren und in völligem Einvernehmen mit ihren Eltern erfolgreich behandelt worden sind.</p>
<p>Die Systematik der Krebserkrankungen (S. 64 ff.) ist geradezu abenteuerlich. Es ist sicher möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich, daß Konfliktsituationen an der Entstehung von Krebserkrankungen beteiligt sein können, aber die naive Herleitung aller möglichen und auch von Herrn Hamer neu erfundenen Krebs-Diagnosen aus Konfliktsituationen ist für naturwissenschaftlich ausgebildete Menschen einfach absurd. Die &#8222;<em>Conflictolyse</em>&#8220; (S. 38) kann aufgrund der Erfahrung an Tausenden von Menschen als alleinige Therapie keineswegs ausreichend sein. Es steht allerdings auch aus der Sicht der Schulmedizin außer Frage, daß psychische Faktoren eine Rolle bei der Auseinandersetzung mit einer (Krebs-) Krankheit spielen. In der Pädiatrischen Onkologie ist die psychosoziale Betreuung von Kindern und ihrer Eltern deshalb heute in allen größeren Behandlungseinrichtungen integraler Bestandteil der Therapie.</p>
<p>Die &#8222;<em>Neue Medizin</em>&#8220; ist eine Sammlung von absurden Theorien, die keineswegs bewiesen werden und auch nicht beweisbar sind, und schon deshalb kann sie nicht naturwissenschaftlich sein, weil naturwissenschaftlich eben bedeutet, daß etwas auch beweisbar und mit den bisher erworbenen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen in Einklang zu bringen sein muß.</p>
<p>Im Fall von Olivia Pilhar hätte die &#8222;<em>Neue Medizin</em>&#8220; fast dazu geführt, daß das Kind ihr Opfer geworden wäre.</p>
<h3>4.) Zur Frage des klinischen Todes von Olivia Pilhar.</h3>
<p>Nach den von mir eingehend studierten Unterlagen entbehrt die Äußerung von Herrn Hamer, Olivia sei eine Stunde nach Beginn der Chemo-Infusion klinisch tot gewesen, sie sei deshalb reanimiert, ihr dabei mindestens zehn Rippen gebrochen und ein Pneumothorax verursacht worden, jeder Grundlage. Aus den Protokollen geht eindeutig hervor, daß die Entscheidung zur Intubation nicht unter Notfallbedingungen gefallen ist. Sie wurde sorgfältig von den behandelnden Ärzten abgewogen, und die Intubation erfolgte wegen des sich verschlechternden Sauerstoffaustauschs trotz der Gabe von Sauerstoff in die Atemluft. Es ist in allen Akten nie von einer Reanimation die Rede. Auch die Eltern äußern nie etwas über eine Reanimationssituation und dabei angeblich abgebrochene Zähne. Eine Reihe von Röntgenaufnahmen des Thorax oder der herznahen Blutgefäße (Beweismittel I Blätter 464-471) ist von unterschiedlichen Ärzten befundet: es findet sich in keinem Befund die Angabe über einen Pneumothorax oder über Rippenserienfrakturen. Zur Ableitung des im Rahmen der Pneumonie entstandenen Pleuraergusses wurde allerdings, wie bereits oben erwähnt, eine Pleurasaugdrainage gelegt.</p>
<p>Zusammenfassend ergibt sich nach der Aktenlage kein Hinweis für die Behauptung des Beschuldigten, Olivia sei klinisch tot gewesen, reanimiert worden und habe dabei einen Pneumothorax und Rippenserienfrakturen erlitten.</p>
<p>Abschließend möchte sich der Gutachter nicht versagen, die folgenden Gedanken zu äußern: Nach gründlicher Lektüre der Akten ist bei mir der Eindruck entstanden, daß die Motivation für die Handlungsweisen des Herrn Hamer weder in der Gewinnsucht noch niederen Beweggründen zu suchen ist. Als medizinisch ausgebildeter Mensch stellt sich mir vielmehr die Frage nach der Schuld- und Einsichtfähigkeit von Herrn Hamer. Am Beispiel von Olivia Pilhar wird in erschreckender Weise deutlich, wie gefährlich seine Tätigkeit ist. Nach meiner Ansicht sollte man daher alles unternehmen, um kranke Menschen davor zu schützen, Opfer seiner Irrlehren zu werden.</p>
<p><strong>Univ.-Prof. Dr. med. Günter Henze</strong></p>
<p>Berlin, den 31. August 1998</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://germanische-heilkunde.at/gutachter-henze-im-olivia-prozess/">Gutachter Henze im Olivia-Prozeß</a> erschien zuerst auf <a href="https://germanische-heilkunde.at">Akademie für Germanische Heilkunde</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://germanische-heilkunde.at/gutachter-henze-im-olivia-prozess/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
