“Triebwerk”, Grundwasser und andere “Kleinigkeiten” im GR

Debatte über geschmacklose Collage ließ Thema Hauptplatz verblassen

Die politische Debatte der in der Vorwoche aufgetauchten Collage in der Hauszeitung des Jugendzentrums “Triebwerk” deckte alle anderen GR-Themen zu. Zu emotional wurde die Diskussion über die Bilder einer Verspeisung von Babies – im Stile eines Kochrezepts angelegt – am Mittwoch geführt.

Die Anträge auf Streichung der städtischen Subvention (ÖVP) bzw. Schließung des erst kürzlich angelaufenen Betriebs am Schlachthof-Areal (Liste Schreiner) fanden keine Mehrheit. Dennoch schloss sich eine lange Debatte über den Umgang mit dem “Kunstwerk” in der Hauszeitung ” an. Die Distanzierung des Geschäftsführers von der Zeitung, die “von einer Redaktion völlig eigenständig produziert wird” – Ausnahmen seien nur “gesetzeswidrige Texte” – wurde von der Volkspartei nicht akzeptiert.

Daß man die Collage selbst “ohne erklärende Worte oder irgendetwas”, nicht gutheißt, war auch für Jugendstadträtin Traude Dierdorf (SP) kein Thema. Darin schloß sie sich Stadtoberhaupt Peter Wittmann an, der die Sache “abscheulich und für kein Kunstwerk” hielt. Dierdorf allerdings legt Wert darauf, daß “das Projekt Jugendzentrum nicht in Frage steht. Wir werden weiter darauf schauen, daß das gut geführt wird. Ich will aber sicher nichts zensurieren”, sagte die Vize-Obfrau des Träger-Vereins des “Triebwerk” im WNN-Gespräch.

Fast untergegangen wäre angesichts der ausufernden “Triebwerks”-Debatte die Neugestaltung des Hauptplatzes …

Kunst-Streit: ÖVP gegen Primar

Weitere Nachwehen zur “Kannibalismus-Montage” in Jugendhaus-Zeitung

Mit einer “Kleinen Zwischendurch-Mahlzeit”, die aus einem Baby bestand, fing die Debatte an. Nun attackiert der VP-Chef den Obmann des “Triebwerks”, in dessen Zeitung das Werk erschien. Primar Jürgenssen ist auch Vater des Schöpfers der Collage …

LAbg. Klaus Schneeberger (VP) sieht vor allem dieses “Kunstwerk” nicht durch den Willen zur Provokation zu rechtfertigen. Neben einer Attacke gegen die Stadt-SPÖ, die im Jugendresort amtsführend ist, versteht er auch die Stellungnahme von Prim. Jürgenssen nicht: “Ein leitender Kinderarzt, der die Verspeisung von Babies mit der Zerstückelung von Tieren und Schweineblut-getränkten Bildern (der Obmann des Jugendzentrums hatte auf den seinerzeit ebenfalls angegriffenen Aktionisten Hermann Nitsch verwiesen) gleichsetzt – das kann nicht sein Ernst sein.”

“Es zeigt sich wieder einmal die beklagenswerte Überforderung heutiger Politiker, die glauben sich zu allem und jedem äußeren zu müssen”, leitet Primar Jürgenssen seine eine Seite lange Ausführung ein. Wieder erteilt er der VP Nachhilfe in Sachen Kunst, diesmal vergleicht er die Arbeit seines Sohnes mit John Heartfield, dem genialen Propagandisten gegen die Nazis. Schluß: “Ich möchte Herrn Mag. Schneeberger schon fragen, ob er ernstlich annimmt, daß mein Sohn Nils kleine Kinder verspeist?”

Für LiF-Mandatarin Monika Halmer ist die Montage selbst auch “grauslich”, von Vorschriften, “des dürft´s und das ja nicht”, hält sie allerdings nichts.

Anmerkung von HPilhar

Die Diskussion über dieses Machwerk als “Kunst-Streit” zu bezeichnen, ist eine grobe Verharmlosung. Es zu tolerieren, ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Nils Jürgenssen soll dieses Machwerk bereits im 16. Lebensjahr fabriziert haben. Solcherart Grafiken kennt man von sexuell und rituell mißbrauchten Kindern. Das wirft einige Fragen auf …

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