Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeit haben ein extremes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, Anerkennung und Bewunderung. Oft stechen sie durch Arroganz und Selbstidealisierung hervor. Kritik ertragen sie nicht und Misserfolg kann sie in schwere Krisen stürzen (Wikipedia)

Narzissmus

Das Verhaltensbild eines Narzissten, oder umgangssprachlich eines selbstverliebten Menschen, ist durch einen bzw. zwei Konflikte im Revierbereich eines Menschen zu erklären. Es geht um den männlichen Revierärger und den weiblichen Identitätskonflikt. Sowohl der Mann, als auch die Frau können den Charakterzug des Narzissten entwickeln. Narzissten sind Menschen, die sich im weitesten Sinne für etwas Besseres halten, bzw. sich im Rang weit über ihren Mitmenschen sehen.

Dafür verantwortlich sind Konflikte, die den Betroffenen in seiner Autorität bzw. Identität in Frage stellen und somit degradieren. In Abhängigkeit von der Händigkeit und dem Geschlecht eines Betroffenen, wird dieser Mensch durch das konfliktive Ereignis manisch oder depressiv. Dadurch fühlt er sich zum Handeln motiviert, um die Autorität oder Identität wieder herstellen zu können, den Respekt seiner Person.

Es gibt selbstverständlich noch weitere Reaktionsmöglichkeiten, neben dem Revierärger und dem Identitätskonflikt, im männlichen und weiblichen Revierbereich, die einen Menschen manisch und depressiv stimmen können. Aber nur der Identitätskonflikt und Revierärger, können dabei das typisch narzisstische Verhaltensbild zu Tage bringen.

Der Narzisst fühlt sich nämlich im Rang höherwertig, für das was er, zum Ersatz seiner wahren Identität oder Autorität, tut und präsentiert. Diese Aspekte finden wir eigentlich eindeutig in den Kompensationshandlungen des Revierärgers und dem Bedienen des Identitätskonflikts wieder. Keine anderen Konflikte im Revierbereich können dafür verantwortlich sein. Narzissten unterscheiden sich aber voneinander, weil die Wege zu diesem Charakterzug unterschiedlich sein können. Je nach Reife und Abhängigkeit zur Identität oder dem persönlichen Rang, kann nur ein Konflikt, die Basis dieses Charakterzuges bedingen.  Oder aber der Mensch steckt in der aggressiven Konstellation. Dann steckt der Betroffene sowohl in einem Revierärger-, als auch in einem Identitätskonflikt fest und kann über das narzisstische Verhalten, beide Konflikte kompensieren bzw. bedienen.

Wenn für eine rechtshändige Frau, ihr erster Konflikt ein Identitätskonflikt ist, dann kann dieser alleine schon, zum Basisverhalten des Narzissmus führen. Wurde diese Frau z.B. für ihr Aussehen, ihren Stil, oder ihre Mode kritisiert, kann dieses Ereignis einen Identitätskonflikt auslösen, welcher die Frau nun zu einem bekannten Handeln bzw. Verhalten motiviert. Es erfolgt eine defensive Reaktion und sie wird manisch, was bedeutet das sie sich anpassen will, um sich wieder glücklich und akzeptiert zu fühlen. Aus diesem Beispiel entstehen Verhaltensbilder von Frauen, die wir gesellschaftlich als sehr oberflächlich beschreiben würden. Eine Frau mit diesem Identitätskonflikt, wird sich nun anpassen um zu wieder gefallen, das macht sie glücklich. Das bedeutet sie beugt sich den vermeintlich mehrheitlichen Ansprüchen ihrer Mitmenschen, welche sie gegenüber einer Frau bzw. ihr hegen.

Die Frau fängt an sich übertrieben zu schminken, körperbetonte Kleidung zu tragen und attraktive Identitäten zu imitieren. Manche von diesen Frauen, wissen das sie eine Maske der Anpassung tragen. Andere Frauen mit einer vielleicht geringeren emotionalen Reife oder einem früh beginnenden Identitätskonflikt im Kindesalter, lassen diese Maskerade mit ihrem wahren Ich verschmelzen. Das bringt eine neue Wahrheit in ihr Weltbild, nämlich dass ihr Verhalten natürlich und richtig sei und alle sie dafür bewundern müssen. Die Abhängigkeit bewundert zu werden kann hier maximal wirken.

Wurde die Frau in ihrem Verhalten oder Handeln kritisiert, kann der folgende Konflikt etwas anderes bewirken, als eine oberflächliche Anpassung, um schöner und wertvoller zu erscheinen. Aus dem Vorwurf, nicht genug oder nicht das Richtige getan zu haben, kann daraus ein Konflikt mit einem Schuldkomplex resultieren. Das heißt, sie strebt ab nun eine Art überdurchschnittliche Dienstleistungsbereitschaft oder eine Interessenanpassung an, um den Anforderungen der Mitmenschen genüge werden zu können. Das macht sie glücklich. Dieses Verhalten kann ebenfalls, wenn es mit dem Ich verschmilzt, zu dieser Selbstverliebtheit führen, weil auch hier die Abhängigkeit zu Bewunderung sehr groß sein kann.

Wenn für einen rechtshändigen Mann, sein erster Konflikt ein Revierärger ist, kann dieser alleine nur indirekt zum Narzissmus führen. Dieser Rechtshänder wird nämlich depressiv, weil er sich durch ein konfliktives Ereignis, in seiner Autorität und seinem Rang untergraben und nicht respektiert fühlt. Sein Testosteron sinkt. Dadurch wird er nicht, wie die rechtshändige Frau defensiv, sondern offensiv reagieren und sich selbst nicht anpassen wollen.

Der streitig gemachte Rang durch Kritik oder mangelndem Respekt, wird anders als bei der rechtshändigen Frau, nicht bedient sondern kompensiert. Wenn man sich im echten bzw. ursprünglichen Revier nicht durchsetzen kann, dann tut man es an einer anderen Stelle im Leben, um wieder glücklich zu werden. Je nachdem, was den Revierärger ausgelöst hat, wird sich der Betroffene mit Statussymbolen oder Machtmissbrauch wieder glücklich machen wollen. Er will mit künstlichen Werten und dem Unterdrücken anderer, seinen männlichen Selbstwert und seine Anerkennung im Revier kompensieren. Und wie bei den Frauen gilt aber, dass auch manche Männer, mit einer geringeren emotionalen Reife oder einem frühen Eintreten des Konflikts, ihre Maskerade mit ihrem wahren Ich verschmelzen lassen. Diese neue Wahrheit lässt sie auch ihr Verhalten als natürlich und richtig betrachten. Für den rechtshändigen Mann ist der Revierärger die Vorstufe zum typischen Narzissmus.

Beide Geschlechter können nach dem ersten Konflikt, mit einem Revierärger oder Identitätskonflikt, in die aggressive Konstellation geraten. Das bedeutet, dass für den Mann und die Frau, ein zweites Ereignis, inhaltlich ähnlich, dem Ersten folgt. Das Ereignis wird nur nicht mehr dem eigenen Geschlecht entsprechend interpretiert, sondern gegengeschlechtlich interpretiert. Die Frau hat es somit schwieriger, ihren Identitätskonflikt zu bedienen und der Mann hat es „einfacher“ seinen Ärger zu kompensieren. Denn für die Frau steigt das Östrogen wieder und für den Mann das Testosteron.

Für die Frau resultiert daraus die Motivation, ihren Identitätskonflikt noch mehr bedienen zu wollen, als vor dem Eintreten des Revierärgers. Andernfalls müsste sie wie der Mann, den Revierärger durch offensives Verhalten kompensieren. Für den Mann resultiert daraus die Motivation, sich durch mehr Offensive, besser durchsetzen zu können. Zusätzlich möchte er nun aber auch, wie die Frau, für seine Identität wertgeschätzt werden.

Beide Geschlechter fühlen sich nun aber tendenziell beleidigt und verlagern bzw. verändern ihre Verhaltensschwerpunkte zu besonderen Taten und Handlungen. Diese Handlungen bieten die vermeintlich besseren oder größeren Erfolgschancen, wodurch die Betroffenen ihr Ansehen, die künstliche Identität und ihren Respekt nicht verlieren werden. Hieraus resultieren die bekannten und gefürchteten narzisstischen Züge. Der auffällig böse Narzissmus, unter dem die Mitmenschen des Narzissten oft leiden müssen, entsteht in der aggressiven Konstellation bzw. aus der zeitgleich stattfindenden Kompensation des Ärgers und dem Bedienen des Identitätskonflikt.

Die Voraussetzungen für das Entstehen der typisch bösen narzisstischen Handlungen, sind zum Einen ein stark empfundener Identitätskonflikt, der das glücklich machende Anpassen an andere Menschen oder das Dienen einer Ideologie bedingt. Und zum Anderen ist es ein etwas weniger stark empfundener Revierärger, der durch Machtmissbrauch und Unterdrückung anderer, kompensiert wird. Der Narzisst hält sich, wegen der glücklich machenden neuen künstlichen Identität, für unverbesserlich. Ein parallel laufender Revierärger lässt ihn beim Bedienen einer Ideologie in dieser neuen Identität, aggressiv werden. Die Aggression richtet sich gegen die Menschen, die der glücklich machenden Identität im Weg stehen.

Für die Handlungen die aus dem Identitätskonflikt resultieren, nicht respektiert, gemocht, geliebt oder vergöttert zu werden, lassen den Narzissten zu subtilen oder auch zu primitiven Mitteln der Gegenwehr greifen. Denn dann wird der Revierärger des Narzissten betont, der bei einer Frau das Östrogen steigen und bei einem Mann das Testosteron fallen lässt.

Der deutlicher zu erkennende Narzissmus, beruht auf der geringeren emotionalen Reife des Betroffenen. Er handelt schamloser und taktloser, eben emotionaler seinen Opfern gegenüber, als jemand mit einer höheren emotionalen Reife. Die Ersatzidentität und der Ersatzstatus, ist durch die geringere emotionale Reife, zu einem großen oder ganzen Teil des Ichs geworden, welche alle bewussten Gedanken und Emotionen beinhaltet. Solche Menschen können nicht mehr unterscheiden, was wirklich richtig oder falsch ist.

So wie es bei der postmortalen Konstellation verschiedene Typen und Charakterzüge bei den beiden Geschlechtern gibt, können aus der aggressiven Konstellation ebenfalls verschiedene Typen und Charakterzüge entstehen. Der narzisstische Charakter reiht sich ein neben dem Workaholicer, dem Kampfsportler, dem Punker, dem Politiker, dem Comedian, dem Borderliner und weiteren Varianten der aggressiven Konstellation.

Was den Narzissmus so besonders macht, ist vielleicht seine scheinbare Undurchsichtigkeit. Der Narzisst wird selten körperlich aggressiv und auch nur gelegentlich cholerisch. Er versteckt seine Kompensationshandlungen hinter subtilen und vermeintlich moralisch vertretbaren Taten und fairen Absichten. Er ist ein aggressiv konstellierter Mensch, mit einer geringen emotionalen Reife, aber einem relativ hohem Intellekt. Es fehlt ihm an Empathie, täuscht sie intellektuell vor und nutzt seine Kenntnisse und sein Wissen maximal effektiv aus, um den Wert seiner Identität und des Ranges zu schützen.

Anmerkung von HPilhar

Über Narzissmus hat sich Dr. Hamer – meines Wissens – nicht explizit ausgesprochen. Ich stelle diesen – meiner Meinung nach, gut durchdachten – Artikel von Martin Gärtner hier zur Diskussion. Im Rahmen der Universität werden wir für solche Spezialfragen eigene Arbeitsgruppen einrichten, deren Aufgabe es ist, zu prüfen und anhand von Fallbeispielen zu belegen.

Anhaltspunkte der Organebene

Folgt man den Ausführungen von Martin Gärtner, dann sind auf der Organebene die beiden SBSe Rektumschleimhaut UND (kleine Kurvatur vom Magen oder Lebergallengänge oder Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse oder erster Abschnitt des Zwölffingerdarms involviert. Die Rektumschleimhaut gehört zum Äußeren-Haut-Schema und schmerzt nur in der Heilungsphase (Hämorrhoiden), d.h. in der aktiven Phase hat der Betroffene keinerlei Symptome. Umgekehrt bei der kleinen Kurvatur des Magens (Magengeschwür, Sodbrennen), der Lebergallengänge (Gelbsucht in Heilungsphase) und Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse (Bauchspeicheldrüsenentzündung in der Heilungsphase), Zwölffingerdarmgeschwür. Diese SBSe gehören zum Schlund-Schlleimhaut-Schema und schmerzen in der aktiven Phase.

Der Narzisst muß also – lt. Martin Gärtner – mit mindestens einem dieser SBSe zu schaffen haben.

Anhaltspunkte auf der Gehirnebene

grafik gehirn cortex
Cortex (Gehirnrinde)

Mittels einem Cts des Gehirns von einem Narzisst wäre zu prüfen, ob mindestens eines der angeführten Relais mit einem aktiven Hamerschen Herd belegt ist.

  • Rektumschleimhaut links im weiblichen Revierbereich (Hämorrhoiden in der Heilungsphase)
  • kleine Kurvatur des Magens (Magengeschwür), Zwölffingerdarmgeschwür, Lebergallengänge, Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse genau vis-a-vis im rechten männlichen Revierbereich

 

Eine Idee zu “Martin Gärtner – Narzissmus

  1. Anna Tara sagt:

    Der Narzisst fühlt sich nicht überlegen oder ranghoch, er kämpft permanent gegen sein inherent niedriges Selbstwertgefühl, dass auf extrem tiefen Trauma aufbaut. Psychologischer Narzissmus ist nicht ohne gravierende Selbstwerteinbruchskonflikte (bezogen auf nicht nur körperliche Funktion und beidseitig ergo megalomanisch) zu erreichen. Der Identitätskonflikt ist ein weiterer, der immer wieder rezidiv/reaktiviert bedient wird.

    Hier wird außerdem nicht unterschieden zwischen overt und covert Narzisst.

    Diese Thematik (und alle psychologischen Veränderungen, die die durch biologische Konflikte initiiert werden und die, die nicht primär durch biologische Konflikte initiiert werden) sind eine gesamte weitere Studienrichtung und nicht durch ein paar persönlich gefärbte Vermutungen in einem oder ein paar Artikeln abzubilden. Ich habe ausführlich dazu experimentiert – mit pathologischen Persönlichkeitsveränderungen und auch -störungen aller Richtungen, inkl. Schizos, Zwangsneurotikern, Boarderlinern, Psychopathen und beiden Versionen des Narzissten. Die Aussage der Psychologie dazu ist, dass pathologische Persönlichkeitsstörungen nicht heilbar sind. Das wollte ich nicht so stehenlassen, also „musste“ ich es mir (konfliktiv getrieben lol) beweisen. Es IST möglich, aber den Aufwand nicht wert. Mit der gleichen Investition an Kompetenz und Zeit kann zig Menschen mit „nur“ neurotischem Ausmaß und hunderten mit „nur“ Zügen an Persönlichkeitsveränderungen geholfen werden – so sie es denn wollen.

    PS: Heutzutage rufen alle überall „Narzisst, Narzisst“, obwohl es sich meistens nicht um Narzissten handelt bzw. die Rufenden ihren eigenen mehr oder weniger verdrängten Narzissmus auf alle möglichen anderen Menschen projizieren, üblicherweise weil sie ihre eigenen Kindheitstraumas ned aufgearbeitet haben. Kehre vor deiner eigenen Tür – zuerst. Und dann – FALLS jemand darum fragt – überlege dir gut, vor wessen Türen du kehren helfen willst.

    Grüße aus Wien.

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