Ich will mein Baby zurück!

Erlebnisbericht Germanische Heilkunde

Baby nach Sturz über die Treppe, halbseitig gelähmt.

Vorwort:

Als Vater schreibe ich diesen Erfahrungsbericht in chronologischer Reihenfolge, weil jedes kleine Detail wichtig ist und neue Informationen und Komplexität zu der Geschichte hinzufügt, die mit meinem Sohn Max passiert ist.

Ich habe die vollständige Dokumentation beigefügt, einschließlich der Original-Krankenhausbefunde und Gehirn-CT-Scans, damit jeder Leser die Gültigkeit meiner Worte nachvollziehen, und auch selber mehr über die Germanische Heilkunde erfahren kann.

Für all jene Menschen, die mit der Germanischen Heilkunde bereits vertraut sind, dient dieses Zeugnis als Hilfe, um alle Teile zusammenzufügen, die man braucht, um die Germanische Heilkunde wirklich verkörpern, und in seinem täglichen Leben integrieren zu können. Ich hoffe, es wird eine hilfreiche Unterstützung für Sie sein.

Wir sind eine vierköpfige Familie. Marco ist 9 und der kleine Max wurde gerade 11 Monate alt. Er ist Rechtshänder. Was im weiteren Verlauf der Geschähen von Bedeutung sein wird.

Meine Frau Astrid und ich kennen, studieren und leben seit Jahrzehnten nach der Germanischen Heilkunde.

Je besser jemand die Germanische Heilkunde kennt, desto besser versteht er, wie sein eigener Körper funktioniert. Und desto mehr Abstand hält er in der Regel zur aktuellen, fest etablierten Medizinindustrie.

Oder wie es Johann Wolfgang von Goethe sagte: „Zweifel wächst mit dem Wissen.“

Unsere beiden Kinder haben das Licht der Welt bei uns zu Hause erblickt, wo sie geboren wurden.

Sie waren ihr ganzes Leben gesund und natürlich frei von Impfungen. Sollte tatsächlich einmal das eine oder andere Symptom auftreten, identifizieren wir selber die Ursache mit unserem Wissen über die fünf biologischen Naturgesetze, und führen so, falls nötig, eine „ursachenbezogene Behandlung“ durch.

Was aber würden wir im Falle eines Unfalls tun? Oder im Falle einer schweren Verletzung?

Im Prinzip ist die Notfallmedizin notwendig. Oft vollbringen Notärzte und Chirurgen wahre (handwerkliche) Wunder. Das bestreitet niemand.

Allerdings bringt der „Big Business“-Aspekt des etablierten Medizinmodells jedoch die Ärzte und die Verantwortlichen des Krankenhauswesens in die Lage, vor allem anderen nach Gewinnmaximierung zu streben – auf Kosten dessen, was für die Patienten das Beste wäre.

Da ich die Art und Weise, wie die Dinge in Krankenhäusern ablaufen gut kenne, habe ich mich oft gefragt, ob ich mich selbst auch nur mit einem trivialen Beinbruch ins Krankenhaus wagen würde. Meinen Glauben an die moderne Medizin, haben wir schon vor vielen Jahren verloren.

In Anbetracht dessen haben wir uns oft gefragt, was meine Frau und ich tun würden, wenn eines unserer Kinder schwer verletzt wäre. Würden wir es in die Notaufnahme bringen?

Wir konnten uns einfach keine Situation vorstellen, in der wir das tun würden.

Gestern jedoch haben wir genau das getan.

Kapitel 1: Mittwoch, 15:30 Uhr. Der Unfall:

Wir haben in unserer Wohnung eine sehr steile Holztreppe (fast eine Leiter) zwischen einem Hochraum und der unteren Ebene.

Unser Sohn Max ist gerade in dem Stadium, wo er schnell krabbelt und auch selbstständig aufsteht, wenn er sich an etwas festhalten kann. Er kann aber noch nicht selbständig laufen.

Am oberen Ende der Treppe befindet sich eine Art Babygitter mit einem Riegel, der verhindern soll, dass er herunterfällt, wenn er mobiler wird.

Gestern Nachmittag saß ich mit Max auf dem Hochraum und ließ ihn krabbeln. Er hörte seine Mutter von unten und ging direkt auf das Babygitter zu, um sich daran festzuhalten und aufzustehen. Ich wusste, dass der Sicherheitsriegel geschlossen und verriegelt war, also war ich nicht besorgt.

Plötzlich war er weg!

Die Klappe öffnete sich, und er war weg.

Zuerst konnte ich nicht glauben, was passiert war. Die Sicherheitsverriegelung war fest; wie hatte er fallen können?

Was ich nicht wusste: Meine Frau Astrid hatte einen Korb voller Wäsche, und sie hatte den Sicherheitsverschluss von unten geöffnet, um den Wäschekorb die Treppe hinauf zu bringen.

Genau in diesem Moment hörte unser Sohn sie, kam gleichzeitig an der Klappe an und stürzte die steile Holztreppe hinunter. Mit einem lauten Knall schlug er auf dem Boden auf, direkt vor den Füßen seiner Mutter. Ebenfalls unter Schock stehend, hob sie ihn auf und versuchte, den laut weinenden Jungen zu trösten.

Sofort begann sie immerzu zu wiederholen: „Wir müssen zum Röntgen. Er muss sich etwas gebrochen haben und innere Verletzungen haben; wir müssen zum Röntgen!“

Wir legten uns gemeinsam auf das Bett. Meine Frau ließ ihn an der Brust saugen und ich versuchte, mögliche Verletzungen festzustellen. Mit der Zeit wurde mir klar, dass unser Sohn wie durch ein Wunder unverletzt war, kein Blut, noch nicht einmal einen Kratzer hatte er; nur der Schock und sicherlich Schmerz vom Aufprall.

Astrid wiederholte immer wieder wie in Trance: „Wir müssen zum Röntgen…. wir müssen zum Röntgen.”

Ich versuchte, sie zu beruhigen, denn ihre Panik war dem Kind deutlich anzusehen.

Gemeinsam suchten wir seinen kleinen Körper nach Verletzungen ab. Aber alles, was wir fanden, war eine leichte Rötung an seiner Stirn.

Langsam beruhigten sich alle, obwohl meine Frau immer noch nicht glauben konnte, dass dieser Unfall ohne Verletzungen hätte verlaufen können.

Wie sie mir später erzählte, hatte sie das Gefühl, dass sie es sich nie verzeihen könnte, wenn Max sterben oder bleibende Behinderungen behalten würde. Sie konnte dann nicht mit dem Gedanken leben, nicht jede Möglichkeit genutzt zu haben, ihm zu helfen.

Diese Selbstvorwürfe wären noch schlimmer als der Tod oder eine bleibende Behinderung. Damit könnte sie nicht leben.

Nach etwa 10 Minuten war aber klar, dass Max keine Verletzungen oder Brüche erlitten hatte.

Er hatte geschluchzt, aber jetzt, wo er gestillt wurde, war er ruhig.

Ich war schon überzeugt, dass wir sehr viel Glück hatten, und ich versuchte Astrid zu beruhigen, da sie immer noch ein Röntgenbild haben wollte.

Allein der Gedanke an ein Krankenhaus weckte sämtliche Abwehrinstinkte in mir. Sollten wir in diesen verrückten Zeiten ins Krankenhaus gehen? Ich konnte mir gut vorstellen, dass der erste Schock für uns alle darin bestehen würde, dass wir gleich beim Betreten einer Klinik Masken im Gesicht tragen müssten. Unsere Kinder hatten uns noch nie mit Masken gesehen.

Nach einem Jahr COVID besaßen wir nicht einmal eine Maske, und mir war klar, dass Max in dieser Situation alleine dadurch weiter traumatisiert werden würde.

Unsicher was wir machen sollten, fühlte ich mich wie am Ende einer Sackgasse, die gleichzeitig eine Einbahnstraße ist.

Gerade als wir uns alle ein wenig beruhigt hatten, bemerkten wir, dass das linke Bein unseres Sohnes schlaff lag. Ich kitzelte ihn an der Fußsohle und er reagierte nicht.

Sein rechter Arm und sein rechtes Bein bewegten sich normal, aber sein linkes Bein nicht.

Dann bemerkten wir, dass sein linker Arm ebenfalls bewegungslos war, und er reagierte ebenfalls nicht auf einen Reflex Reiz. Wir versuchten ihn aufzusetzen, und da kippte er langsam wieder nach links hinten um.

Da dämmerte es uns, dass die gesamte linke Seite seines Körpers gelähmt war. Er konnte nur noch seinen Hals und sein Gesicht normal bewegen, zusätzlich zu seiner rechten Körperseite.

Wie durch einen Nebel hörte ich meine Frau sagen, dass es zwei Straßen weiter einen Radiologen gäbe. „Wir müssen ihn röntgen lassen und wir brauchen ein Schädel-CT.“

Ich stimmte zu und spürte genau im selben Moment kalten Schweiß auf meiner Haut. Mein ganzer Körper begann zu kribbeln, und mir wurde schwindlig. Ich brach auf den Rücken zusammen und war, laut meiner Frau, plötzlich sehr blass. Unser älterer Sohn Marco brachte mir eine Tasse Wasser, und ich konnte meiner Frau sagen, sie solle sich nicht um mich kümmern, sondern alles vorbereiten, damit wir zum Röntgen gehen konnten. Es dauerte etwa 10 Minuten, bis ich mich erholt hatte.

Mit der Erkenntnis, möglicherweise ein teilweise gelähmtes Kind zu haben, hatte ich ein DHS erlitten (Dirk Hamer Syndrom/einen Konflikt Erlebnisschock), der ein biologisches Sonder-Programm meiner Schilddrüse startete.

Es war ein „Ohnmächtigkeitskonflikt“; ich fühlte mich absolut machtlos. Es gab nichts mehr, was ich noch tun konnte.

Wir packten alles zusammen und liefen los. Astrid trug Max, so lange sie konnte, dann setzten wir ihn in den Kinderwagen. Als wir in der Praxis des Radiologen ankamen, standen wir vor verschlossenen Türen. Sie war schon geschlossen.

Schnell wechselten wir den Gang, zum nächsten Taxistand. Wir mussten in ein Krankenhauses und brauchen ein Ganzkörper Röntgen und ein Schädel-CT für unser Baby!“

Als wir am Taxistand ankamen, versuchte Astrid, dem Fahrer zu erklären, wo wir hinmüssen. Was aufgrund der unterschiedlichen Sprachen einige Zeit dauerte. Ich kümmerte mich in dieser Zeit um Max, der immer noch ruhig in seinem Kinderwagen lag.

Er bewegte seine rechte Hand und sein Bein, aber die linke Seite lag regungslos daneben.

Ich werde nie die Verzweiflung vergessen, die in mir aufstieg, als ich sah, wie er im Kinderwagen lag. Mit der rechten Hand nahm er den Zeigefinger seiner linken Hand, hob diese an und sah regungslos zusah, wie die linke Hand wieder nach unten fiel.

Alles, was ich denken konnte, war: „Bitte beweg deinen Arm!“, aber nichts, keine Bewegung.

Erst Tage später brachte ich es übers Herz, meiner Frau von dieser Beobachtung zu erzählen.

Kapitel 2: Die Ankunft im Krankenhaus

In der Notaufnahme angekommen, rannte meine Frau mit unserem Kind im Arm an allen Wartenden vorbei, direkt in das erste Untersuchungszimmer.

Wegen COVID durfte nur Astrid in den Untersuchungsraum. Ich musste mit unserem älteren Sohn im Wartebereich bleiben, und ich beobachtete, dass die meisten ihre Masken hier nur unter dem Kinn getragen hatten. Das hat mich angenehm überrascht, zu sehen dass kaum jemand dort sie „richtig“ benutzte. Offensichtlich glaubt auch hier kaum jemand ernsthaft daran.

Ein etwas zappeliger jüngerer Asistenzarzt kam in den Wartebereich heraus und sprach mich an. Er erklärte mir, dass mein älterer Sohn und ich wegen COVID im Wartezimmer bleiben müssten und dass er nun den Chefarzt rufen würde.

Da hörte ich Max aus dem Untersuchungszimmer wie in Panik schreien. Obwohl ich wusste, dass meine Frau ihn keinen Moment aus den Armen lassen würde, wenn sie nicht dazu gezwungen würde. Alleine schon die Umgebung und die fremden Menschen mit Masken waren nach dem Schock des Tages sehr beängstigend für ihn.

Etwa 15 Minuten später kam ein Arzt zu mir. Er war vielleicht 30 Jahre alt, hatte eine Halbglatze und war „super-soft“. Jeder, der mit dem Wissen der Germanischen Heilkunde vertraut ist weiß, mit wem man es in so einem Fall zu tun hat.

Allerdings hatte dieser Arzt in meiner Situation eine sehr beruhigende Wirkung auf mich, gerade weil er so soft war. Deshalb empfand ich auch keine Bedrohung, die von ihm auf meinen Sohn ausgehen könnte.

Der Gedanke, dass mein Sohn für den Rest seines Lebens halbseitig gelähmt sein könnte, brachte mich an den Rand des Zusammenbruchs. Auch deshalb wirkte dieser Mann sehr beruhigend auf mich und weckte die Hoffnung, dass unserem Sohn bestmöglich geholfen werden würde.

Er besprach mit mir die nächsten Schritte.

Sie würden Max Blut und Urin für eine Laboranalyse abnehmen, und dann würden sie eine Ganzkörper Röntgenaufnahme machen. Um zu sehen, ob es irgendwelche inneren Verletzungen gab. Sie wollten auch ein Gehirn-CT machen. Womit ich unter der Bedingung einverstanden war, dass kein Jod-Kontrastmittel verwendet wird!

Nach unserem Wissen über Germanische Heilkunde, über das sowohl meine Frau als auch ich verfügen, benötigten wir die Schädel-CT-Bilder ohne Kontrastmittel. Nur so konnten wir zum einen die Ringstrukturen im Gehirn sehen, die sich im Moment des Unfalls, im Moment des Schocks, an einer bestimmten Stelle im Gehirn bilden.

Das Kontrastmittel würde diese Ringstrukturen überdecken. Und noch wichtiger, nur so könnten wir sicher sein, dass die Ärzte hier im Krankenhaus nicht eventuell vorhandene Ödeme finden und sehen würden, aufgrund derer sie eine fatale Diagnose stellen würden.

Dieser Arzt versicherte mir, dass bei CT-Untersuchungen von Unfallopfern niemals Kontrastmittel verwendet wird. Sie suchen nach möglichen Blutgerinnseln im Gehirn, und die kann man im Kontrastmittel nicht sehen.

Er schlug vor, eine Ganzkörper-Röntgenaufnahme und ein Gehirn-CT zu machen, was genau das war, was wir auch brauchten und wollten; deswegen waren wir gekommen. Also gab ich dafür mein Einverständnis.

Dann erklärte er – vielleicht um mich zu beruhigen -, dass jederzeit ein Neurochirurg bereitstehe, so dass, falls eine Gehirnoperation notwendig sei, diese sofort erfolgen könne.

STOPP – STOPP – STOPP!

Man schneidet nicht ins Gehirn, niemals! Und unter Garantie nicht in das Gehirn meines Sohnes! Ich war augenblicklich in Alarmzustand versetzt.

Ich sagte ihm, er solle das Röntgen und das Schädel-CT machen, und dann werden wir weiter sehen. Dem stimmte er zu.

Meine Frau trug Max aus dem Untersuchungsraum in die Notaufnahme, wo Blut- und Urinproben entnommen wurden. Alle Vitalwerte wurden überprüft, und sie waren alle innerhalb der normalen Grenzen. Auch das Blut und der Urin zeigten keine abweichenden Werte.

Wie Astrid mir später erzählte, wurde Max für den langen Weg in die Radiologie aus ihren Armen genommen und auf ein fahrbares Bett gelegt. Weil man befürchtete, dass seine Halswirbelsäule angeknackst sein könnte. Die Ärzte bestanden darauf, dass er mit so wenig Bewegung wie möglich transportiert werden musste.

Max war immer noch so verängstigt, dass er den ganzen Weg über schrie, obwohl Astrid neben der fahrbaren Trage herging und versuchte, mit ihrer Hand durch das hochgezogene Gitter Körperkontakt zu halten und ihm ein Lied vorzusingen, um ihn wenigstens einigermaßen zu beruhigen.

Die Ärztin in der Röntgenabteilung war eine Frau, die man sich nur wünschen kann, wenn man Patient ist. Besonders wenn der Patient ein kleines, verängstigtes Kind ist.

Nachdem sie sich vergewissert hatte, dass Astrid nicht schwanger war, bot sie meiner Frau an, mit Max im Röntgenraum zu bleiben.

Sie brachte eine Schale für Kleinkinder und wies Astrid an, Max selbst hineinzulegen und ihn zuzudecken, so das er stabilisiert war. Sie bekam eine Strahlenschutzweste, und der weitere Ablauf wurde ihr genau erklärt.

Während der gesamten Zeit konnte die Mutter an der Seite unseres Sohnes bleiben und seine Hand halten, was ihn ruhiger werden ließ, obwohl er immer noch weinte. Als sich die Lichter über Max zu drehen begannen, wurde er ganz ruhig und beobachtete sie mit Faszination. Das alles dauerte dann nicht länger als 4 Minuten.

Für mich, der ich im Wartezimmer saß, fühlte es sich jedoch wie eine Ewigkeit an. Was in Echtzeit etwa einer Stunde entsprach.

Der gleiche softe Arzt kam mit sehr positiven und zuversichtlichen Auftreten zu mir, um mir die Untersuchungsergebnisse mitzuteilen. Es gab keine sichtbaren Verletzungen, keine Verstauchungen oder Ergüsse, und auch beim Gehirn-CT war alles in Ordnung. Außerdem bewegte mein Sohn bereits wieder seinen linken Arm und sein linkes Bein. Auch hätte er sich erbrochen.

Das konnte ihm aber niemand verübeln; auch mir war zum Kotzen zu mute.

Man wollten ihn noch eine Stunde zur Beobachtung im Untersuchungsraum behalten. Aber jetzt durfte Marco und ich die beiden in der Notaufnahme besuchen, trotz COVID.

Astrid saß erschöpft und immer noch unter Schock auf einem Stuhl und hielt unseren Max an ihre Brust gepresst.

Sein ganzer Körper war mit Sensoren beklebt, und er hatte einen Blutdruckverband am linken Oberarm und eine Kanüle in der Vene des rechten Handgelenks, wo man ihm Blut abgenommen und Kochsalzlösung verabreicht hatte. Außerdem hatte man ihm Schmerzmittel über ein Analzäpfchen verabreicht.

Das war eine Prozedur, die meine Frau selbst durchführen wollte, aber das durfte sie nicht, da Zäpfchen nur von geschultem Personal verabreicht werden durften. Erstaunlich wie exakt das Protokoll befolgt werden musste, selbst bei etwas so einfachem wie einem Analzäpfchen, das Astrid leicht hätte selbst einführen können.

Meine Frau erzählte mir später, wie Max auf das Untersuchungsbett gelegt wurde – gehalten von zwei Krankenschwestern – während der Port in die Vene des rechten Handgelenks eingeführt wurde.

Er hatte versucht, sich gegen jede Berührung der fremden Krankenschwestern zu wehren, und Astrid konnte ihm nur den Kopf halten und ihm Nase an Nase etwas vorsingen, um ihn zu beruhigen.

Ich machte mir Sorgen über die Folgen dieses ganzen Schreckens auf seine junge Psyche und machte mir Gedanken, welche nachhaltigen Auswirkungen dieser Krankenhausaufenthalt auf seine Seele haben würde. Der Seele des Patienten wird im heutigen medizinischen System keine Beachtung geschenkt oder als nicht existent angesehen. Man ist exklusiv auf den physischen Körper fokussiert.

Um Max zu beruhigen, wollte Astrid ihn stillen, aber das wurde ihr sogleich untersagt, für den Fall, das er operiert werden müsste. Daher müsste er nüchtern gehalten werden.

Während des Kampfes mit den Krankenschwestern waren mehrere Kabel von seinem aufgeklebten Sensoren abgefallen und der Monitor piepte einen Alarm nach den anderen, weil sie seinen Herzschlag so nicht mehr anzeigen konnten.

Als ich ins Zimmer kam, wurde gerade die Nadel aus seiner Vene entfernt. Meine Frau hielt ihn an ihre Brust gedrückt und sank danach mit ihm erschöpft in einen Sessel. Später erzählte sie mir, dass genau in diesem Moment – für etwa eine Minute – das Herz unseres Sohnes so stark geschlagen hatte, dass sie es an ihren gesamten Brustkorb spüren konnte.

Da die Kabel zu den Sensoren abgezogen waren, hatte der Monitor nichts bemerkt.

Nach der Auswertung der Hirn CT-Aufnahme durch einen Arzt der Germanischen Heilkunde am nächsten Tag wissen wir, dass Max das linke Myokard aktiv hatte. Er also einen Infarkt des Herzmuskels erlebte. Die Krise, ein Heilungsphasensymptom, das immer nach der Lösung eines „Überforderungskonflikts“ auftritt (in diesen Fall war Max auf den langen Weg zur Radiologischen Abteilung nicht in der Lage, seine Mutter herbei zu schreien).

Astrid hat diese Krise (Myokard-Infarkt) gespürt und Gott sei Dank in keiner Weise darauf reagiert. Sie erzählte mir später davon.

Frisches Oedem im Myokard

Frisches Ödem im Myokard (Herzmuskel)

Wenn die Monitore diesen Herzschlag aufgezeichnet hätten, wäre das für die Ärzte der Anfangsverdacht auf einen Herzklappenfehler gewesen. Ich will mir gar nicht ausmalen, wie viele sinnbefreite und zusätzlich traumatisierende Nachuntersuchungen dieser Befund ausgelöst hätte.

Zum Glück konnte Max inzwischen seine linken Extremitäten bewegen. Er konnte mit der Hand greifen und er bewegte auch seinen Fuß.

Astrid hatte keine Kenntnis davon, dass Max erbrochen hatte, was merkwürdig ist, da sie die ganze Zeit bei ihm war. Wenn er erbrochen hätte, wäre das aber auch völlig verständlich gewesen, da er noch immer stark verängstigt war.

Ich wurde gebeten, mit Marco noch eine Stunde im Wartebereich zu warten, während der Entlassungsprozess stattfand, damit wir alle zusammen nach Hause gehen konnten.

Alles war gut…. so dachte ich wenigstens.

Um 19:00 Uhr gab es aber einen Schichtwechsel.

Kapitel 3: Plötzlich war alles anders:

Plötzlich waren viele neue Ärzte im Raum. Der softe Arzt, jetzt in Straßenkleidung, kam zu mir in den Wartebereich. Er erklärte mir, dass nach dem Schichtwechsel jetzt ein anderer Arzt die Abteilung leiten würde.

Max würde jetzt für die Nacht auf die Intensivstation der Neurologie verlegt, wo er sicherheitshalber besser überwacht werden könnte.

Neurologie?

Das Wort Hirnchirurgie, das vorhin erwähnt worden war, klingelte plötzlich in meinen Ohren.

Nein, auf keinen Fall!

In der Zwischenzeit war Astrid immer noch in der Unfallstation. Ich marschierte direkt zu ihr in die Notaufnahme und fragte Astrid, was man ihr erzählt hätte.

Sie bestätigte die Planänderung, Begründung wusste sie dafür keine, da sich der Zustand unseres Sohnes eher noch verbesserte hatte denn verschlechtert. Und da schrillten in meinem Kopf die Alarmglocken.

Wir kennen Eltern, denen man einfach das Kind weggenommen hatte, weil sie den vorgeschlagenen Maßnahmen der Ärzte nicht zustimmten und ich hatte Angst, dass auch Max uns weggenommen werden könnte.

Mir schwante plötzlich ein finsterer Plan und eine sehr reale Gefahr vor Augen.

Da keine körperlichen Verletzungen vorlagen, konnte die Ursache der Lähmung nur ein Konflikt mit Motorischer Lähmung der gesamten linken Körperseite sein.

Zentraler Konflikt der Motorik

Zentraler Konflikt der Motorik: (Totstellreflex)

 

Da seine Bewegungsfähigkeit langsam zurückkehrte, muss dieser Konflikt in Lösung gegangen sein. Es wird unabwendbar die Krise folgen. In diesen Fall ein epileptischer Krampfanfall der zuvor gelähmten Muskulatur.

Natürlich würde das von den Sensoren aufgezeichnet werden und daraus folgend würde augenblicklich das übliche Programm abgespielt.

Was würde in diesen Fall passieren? Das erfuhren wir schon bald von einen jungen und enthusiastischen Assistenzarzt, der ein paar Minuten später vorbeikam.

Wenn Max irgendeine Art von Krampfanfall hätte, würden sie sofort mit dem Standardprotokoll beginnen. Sie würden Neuroleptika verabreichen und, so wurde uns immer wieder versichert, der Hirnchirurg würde bereitstehen, um zu operieren.

Ich hätte dann keine Möglichkeit mehr meinen Sohn zu retten, jetzt, wo sich der Konflikt gelöst hatte und alles in Richtung Normalisierung zurücksteuerte.

Da gerade kein Arzt anwesend war blieb ich bei meiner Familie im Untersuchungszimmer und besprach mit Astrid meinen Entschluss die Nacht zu Hause zu verbringen, ganz egal was auch immer kommen würde.

Die schwere Tür aus der Ambulanz konnte nur mit einer Schlüsselkarte geöffnet werden und die Fenster ließen sich für eine Flucht nicht öffnen. Ich fühlte mich wie in einer Mausefalle, war aber bereit für meinen Sohn bis zum Äußersten zu kämpfen.

Ich lasse ihn hier nicht zur Opferung zurück. Astrid bat mich nicht laut zu werden, sondern ruhig und bestimmt Klartext zu sprechen. Ich atmete mehrmals tief durch und überlegte mein Vorgehen.

Schließlich kam eine Ärztin ins Zimmer und teilte uns mit, dass unser Sohn zur weiteren Beobachtung für die Nacht auf die Intensivstation der neurologischen Abteilung verlegt würde.

Ich entgegnete ihr,

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