Es gibt prinzipiell zwei Wirkmechanismen von Substanzen: vagoton- oder sympathicoton wirkend. Ob man die Substanzen nun Drogen, Medikamente oder Genussmittel nennt, ist egal. Sämtliche Substanzen wirken über das Gehirn (Vegetativum) auf das Organ.

9 Idee über “Frage/Antwort – Wirkung von Drogen

  1. HARALD TILGNER sagt:

    Lieber Helmut. Nach meinem Wissen über Nicotin gibt es folgendes: Während man raucht bewirkt das Nicotin, dass die Kapilaren sich entspannen und dadurch bekommen die Körperzellen reichlich Sauerstoff. Nach dem Rauchen gehen die Kapilaren wieder in Normalstellung und der Sauerstoff wird zur „Mangelware“. Dadurch fühlt sich das Individium „mies“ und weiß, das der nächste Glimmstengel wieder Abhilfe schafft. Dadurch ist es sehr schwer, das Rauchen aufgeben zu müssen. Man ist also nun süchtig geworden.

    • Helmut Pilhar sagt:

      Der erste, der Nichtaucher-Zonen einführte und überhaupt versuchte, das Rauchen abzuschaffen, war Adolf Hitler. Der Grund war angeblich der Umstand, dass Soldaten die rauchten, eher im Winter erfrieren als Nichtraucher.

  2. Heike sagt:

    Danke für die Ausführungen.
    Ich habe auch eine Frage – was macht das synthetische Fentanyl mit dem Menschen? Ich habe kürzlich die Endpflege und Sterbebegleitung meiner Mutter gemacht – sie hatte keinen bekannten Krebs, hatte nur verschiedene Vorerkrankungen und wollte schon seit mehreren Monaten einfach gehen. Es sei an der Zeit, meinte sie. Sie war dann die letzten 2 Wochen nach einem KH-Aufenthalt bei mir und sie konnte nach Tagen des fast ganztägigen Liegens kaum noch liegen und hatte vielleicht auch noch andere Schmerzen. Die letzten Tage konnte sie keinen Urin mehr lassen, hatte sehr Schmerzen auf dem Nachtstuhl, hatte Verstopfung, blutete sehr stark aus dem Unterleib – ich habe ihr auf Arztanraten 4x 30 bzw. am Schluß 40 Tr. Novaminsulfon gegeben und als sie trotz Katheter am vorletzten Tag nicht Urin lassen konnte und nach meinem Ermessen nach wie vor starken Schmerz hatte (Kath. wurde zuerst falsch gelegt), habe ich ihr auf Anordnung 2x eine Fentynyl-Schmelztablette in den Mund gegeben. Nach der ersten merkte ich, daß sie wegtriftete und nicht mehr wirklich ansprechbar war. Sie war dann später noch kurz ansprechbar, wahrscheinlich, nachdem die Wirkung nachgelassen hatte, aber am letzten Tag gab ich ihr noch einmal eine Tabl. Sie machte die letzten 2 Tage mit den Armen Bewegungen, die ich mir nicht erklären konnte, als suche sie etwas oder winkte jemandem… Haben die Fentanyl, denen ich prinzipiell noch nie gut war – ich habe 13 Jahre in der Altenpflege gearbeitet und mußte damals oft Fentanyl-Pflaster kleben – ähnliche Wirkung wie Morphin? Ich kann es jetzt nicht mehr ändern, aber ich mache mir halt Gedanken. Der Arzt hat Morphin angeboten, was ich rundheraus abgelehnt habe und dann kam er mit Fentanyl um die Ecke, das ich auch zuerst ablehnte, aber ich wußte mir dann keinen anderen Rat, da Mutter nach meinem Empfinden eben trotzdem nach wie vor Schmerz hatte und ich überlegte, ob das im Sterben noch nötig sei. Denke ich aber an die Aussage, daß Schmerz im Prinzip ein Gspräch mit Gott, also mit unserem tieferen Selbst sei, dann habe ich meiner Mutter womöglich ihr letztes Gespräch unterbrochen? Oder haben die Mittel deshalb mit richtig wirken können (meines Erachtens auch das Fentanyl nicht vollständig), weil ein echtes Gespräch mit Gott nicht zu unterbrechen ist? Hat die Natur des Körpers und des Geistes dafür gesorgt, daß eventuelle Konflikte noch gelöst wurden?
    Viel Text – sorry, aber ich wollte es verständlich machen, was ich wollte.
    Liebe Grüße von Heike

  3. Lilli Steingraeber sagt:

    Mit jedem Video wird die Welt ein bisschen klarer, vielen Dank!
    Was mich brennend interessieren würde wäre die Frage, wie man in der Germanische Heilkunde die uralten Heilpilze (oder auch „heiligen Pilze“) einordnet, die ja einst eine enorme Rolle gespielt haben. Sowohl der Fliegenpilz, als auch der Psilopilz sind in der Folklore und sogar in den germanischen Sprachen umwerfend stark vertreten (siehe John Marco Allegro).
    Sie werden mittlerweile von der Schulmedizin aufgegriffen als gaaanz tolle neue, in Wirklichkeit seit Jahrtausenden bekannte medizinische „Wunder“ – mittelchen. So wie eben Wasser unfassbare Wunder gegen Durst wirkt, in einer Welt die von Coca Cola beherrscht wird.
    Ähnlich dem Ayahuasca kann eine Begegnung mit dem Geist der Zauberpilze Konflikte aufdecken und, wie ich laienhaft vermute, die Waage ins Gleichgewicht bringen. Auch werden Pilzerfahrungen (bzw. wie die Schulmedizin insistiert „Psilocybintherapien“) dazu genutzt, Nikotinsucht auf einen Schlag zu… kurieren? Das müsste wohl heissen, dass sie sogar zur Konfliktlösung selbst geeignet sind?
    Nicht toxisch, nicht abhängigkeitserzeugend und weit weniger widerlich als Ayahuasca, welches lediglich einen Ersatz darstellt, dort wo das Klima für diese Pilze nicht geeignet ist. Sehr nett von Mutter Natur, aber so ist sie.
    Meskalin ist das gleiche in Grün – auch dort wo es für Pilze wirklich zu trocken ist, sollen die Menschen nicht auf Heilung verzichten müssen.

    Doch der Pilz ist einzigartig. Die Pilze sind in Europa heimisch und wie gesagt in der germanischen Mythologie so tief verwurzelt wie Yggdrasil selbst. Thor läuft jedenfalls nicht zufällig mit einer pilzförmigen Doppelaxt herum. Da wäre es doch gelacht wenn die nicht in die Germanische Heilkunde passten, wie die Faust auf’s Auge?
    Wie bringt man die zwei am besten zusammen und könnte der Pilz dem Germanischen Heilkundler neue Möglichkeiten eröffnen?
    Hochachtungsvoll,
    Lilli

    • Helmut Pilhar sagt:

      An dieser Stelle muss ich auf die Gefahr hinweisen, während der Drogenwirkung einen Konflikt zu erleiden und sogar für immer in eine schizophrene Konstellation geraten zu können. Man nennt das auch „hängen bleiben“. Danke für den Hinweis auf Pilze im Zusammenhang mit der germanischen Mythologie, der mir bisher unbekannt war.

      • Lilli Steingraeber sagt:

        Vielen Dank für die Antwort!
        Das ist eine viel vertretene Meinung, die man aber womöglich relativieren sollte.
        Dieses „hängen bleiben“ ist ein Phänomen das bei Pilzen bisher noch nie aufgetreten ist, obwohl es in den letzten 100.000 Jahren wirklich genug Gelegenheit gegeben hätte. Beim synthetischen LSD passiert das durchaus und deswegen ist der Sammelbegriff „Psychedelika“ auch so trügerisch. Damit wurde das uralte Sakrament, welches heilt und den Menschen sehend macht, mit der brandgefährlichen Hirnwäsche-Chemikalie LSD25 (entdeckt von Albert Hoffmann mi Auftrag des Deep State) in einen Topf geworfen und verteufelt.
        Prinzipiell werden die beiden Wirkstoffe in einem Atemzug genannt, ein Meisterwerk der Propaganda und extrem irreführend. Ein Psilocybin-induzierter Rausch ist immer nach einigen Stunden immer vorbei, und wenn die Hölle zufriert, da gibt es kein Hängenbleiben.
        Es ist ein verwurschteln der Tatsachen im Gange, durch das die Gefahr der Pilze permanent künstliche erhöht, die des LSD künstlich heruntergeschraubt wird, denn dem LSD wohnt kein Geist inne, es ist synthetisch, binär und tot.

        Pilze sind dagegen ein Wink mit dem Zaunpfahl der Natur, ihr Konsum verschafft evolutionäre Vorteile, schweisst das Rudel zusammen und fördert verbale Fähigkeiten. Es ist nicht völlig absurd zu vermuten, dass sie in unserer Entwicklung eine wichtige Rolle gespielt haben.
        Leider ist von der Schulmedizin nicht zu erwarten, dass sie irgendwann eingesteht, dass Pilze ja doch nicht gefährlich sind, also wartet man auf das medizinische OK vergebens und muss sich durch mühsame Kleinarbeit selbst überzeugen, dass sämtliche Berichte von Schäden durch Pilze getürkt, zusammen-mythomanisiert und erstunken und erlogen sind.

        Einen Hinweis darauf liefert die Recherche nach den sog. “Bad Trips”, den unangenehmen Erfahrungen:
        1. Der Betroffene ist offensichtlich nicht steckengeblieben, sonst könnte er nichts davon berichten.
        2. Die schlimmsten Erfahrungen sind die besten. Sie reissen zwar absurde Überzeugungen in Stücke (die gibt es ja wie Sand am Meer) und hinterlassen scheinbar Chaos – aber wie will man ein gesünderes Weltbild aufbauen, wo das alte noch steht? Je heftiger die Konfrontation, desto grösser das Potential zur Verbesserung – und niemand, nicht eine Seele – bleibt auf dem Trip stecken.

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