Eine junge Frau beschreibt, wie es dazu kam und wie sie daraus wieder heraus fand.

Hallo Helmut,

hier mal mein Erfahrungsbericht zum Thema Klitoris- bzw. Penis-Konflikt, welcher eine sado-masochistische Konstellation zur Folge hat(te). Hoffentlich bekomme ich alles noch zusammen, ist immerhin auch schon 10 Jahre her. Wird evtl. etwas verwirrend.

Herausgekommen ist die Konstellation am 17.02.2016 (ich war zu diesem Zeitpunkt 24 Jahre alt), als ich das erste Mal mit Dr. Hamer telefonierte. In meinem CT (vom 24.11.2015) sah er sofort was los war und sprach mich direkt drauf an. Ich war damals recht perplex, schließlich merkt man selbst oft zuletzt, dass man „nicht mehr ganz normal“ respektive in einer Konstellation ist – Gedanken, wie jemandem mal ein Stück Fleisch beim Sex rausbeißen, fand ich nicht absonderlich. Auch hatte ich oft wenig Gespür noch in der Klitoris, weswegen ich sogar relativ arg draufhauen als angenehm empfand (heute undenkbar…). Mein heutiger Mann, damals mein bester Freund, fand diese Gedanken höchst suspekt, er kann sich noch gut an solche Äußerungen meinerseits erinnern.

In Sodo-Maso-Kreisen habe ich mich nie bewegt. Ich habe meine eine erste Konstellation aus der Jugend, die mich manisch-depressiv machte, dann kam mit – Dr. Hamer schätzte mit 19 – die zweite Konstellation. Ich nahm zu dem Zeitpunkt noch die Pille. Durch mein Gedankengut und mein Misstrauen hielt ich mich immer schon fern von derartig Fanatischem. Ich hätte auch gar nicht gewusst, wie ich das hätte anstellen müssen. Dieser Gedanke kam mir nicht. Ich muss sagen, dass ich da froh drüber bin, wer weiß, was sonst noch alles passiert wäre. Mit 22 Jahren setzte ich die Pille ab (mit 21 das erste Mal von der GNM gehört, das war ein Prozess. Mit 22 befasste ich mich immer mehr damit, daher dann auch das Absetzen der Pille), da wurde ich dann auch zusehends depressiver. Ich saß jetzt lieber mit heruntergelassenen Rollos daheim.

Also gut, Dr. Hamer fragte, ob mir weh getan wurde (an der Klitoris, versteht sich) – sofort (!) fiel mir der Piercing ein! Mit 18 habe ich mir das erste Mal einen Piercing stechen lassen – einen Lippenpiercing. Bald darauf dann einen Zungenpiercing. Damals hatte ich auch einen Freund, wir lebten zusammen in einer Wohnung – er Werkstudent, ich Azubi. Weil ich Piercings in meiner rebellischen Phase so toll fand, dachte ich, dass ein Piercing über dem Gewebe der Klitoris (also NICHT durch die Klitoris! Das gibt es ja auch. …ich möchte gar nicht nachsehen, wie der noch gleich heißt, die haben ja alle eigene Namen… mir ist das einfach total zuwider) sexy wäre. Es hieß, dass es kaum weh tun würde. Als mir das Teil gestochen wurde, war das aber nicht der Fall – zugegeben: Der Schmerz war nur kurz aber sehr heftig. Heute weiß ich auch, warum.

So, das war der zweite Klitoriskonflikt, der mich in die Konstellation brachte, das war schon mal klar. Der Piercer kratze meine Klitoris an oder stach sogar durch, wer weiß. Piercer kann ja jeder mit mehr oder minder einem Wochenendseminar werden.

Dr. Hamer meinte aber, dass es noch was geben muss. Ein Jahr zuvor ungefähr. Ich solle doch in 2 Wochen nochmal anrufen und überlegen. Zudem habe ich im Übrigen zu dieser Zeit ein Dreiviertel Jahr lang ununterbrochen „Mein Studentenmädchen“ gehört – dafür habe ich mir extra mehrere (zum Austauschen) kleine hautfarbene Bluetooth Kopfhörer besorgt, durch meine langen Haare hat es auf der Arbeit keiner bemerkt. Ich hatte zwar immer nur auf einer Seite einen im Ohr, aber das reicht schon.

Nach zwei Wochen präsentierte ich 2 oder 3 dürftige Gedanken, da war aber nichts dabei. Ich weiß gar nicht mehr, um was es ging – aber beim nächsten Telefonat dann: Es kann ja auch sein, dass wem anderes weh getan wurde und ich reagiert habe! Genau das war der Fall, denn beim Sex mit meinem damaligen Freund, verletzte ich mit meinem langen Daumennagel sein Vorhautbändchen, was natürlich ziemlich heftig blutete und DAS war der erste Konflikt.

Allein durch das Erkennen habe ich diesen auch gleich schon gelöst:

Im Revierbereich muss ja der Reihenfolge nach rückwärts gelöst werden, also, mit 22 entfernte ich alle Piercings, die ich hatte: 1x Augenbraue, 1x Zunge, 2x Lippe (insgesamt 3x, ich hatte irgendwann dann auch sogenannte Snakebites), 1x Damm (ja… zwischen Scheide und Po. Warum macht man sowas?!) und den Piercing über der Klitoris hatte ich so wie so nur einen Monat drin, da dieser nicht verheilen wollte und rauswuchs. Das Thema Piercings hatte sich ein für alle Male erledigt, damit auch der Konflikt.

Der nächste Konflikt, der Unfall mit meinem Freund, löste sich allein durch das Erkennen. Dr. Hamer fragte mich, ob ich denn was gegen Männer oder Penisse hätte – nein, natürlich nicht. Im Gegenteil!

Das war‘s dann auch schon. Habe am 25.05.2016 noch ein CT machen lassen und da sah Dr. Hamer, dass wieder alles ok war (ist).

Ein paar Tage oder Wochen nach dieser einen Lösung (da es sich um einen dritten Revierbereichskonflikt handelte, war dieser ohne Masse) schwoll meine Klitoris mal so sehr an, dass sie vom umliegenden Gewebe kaum noch unterschieden werden konnte – als wäre da nichts gewesen. Das wäre ohne entsprechendes Wissen auch beängstigend geworden.

Meine Gedanken bzgl. Gewalt änderten sich unmerklich rapide. Ich wurde wieder ein völlig anderer Mensch. Schlagen etc. empfand ich fortan nicht mehr als „prickelnd“. Auch die Optik des kompletten vaginalen Bereichs änderte sich enorm, das fiel vorher gar nicht auf! Es wurde alles wieder rosa, fleischiger und lebendiger. Tatsächlich sah der Bereich (Schamlippen, vor allem innen und die Klitoris, der „Bereich“ eben) mit dem Konflikt irgendwie grau, „verhungert“ und kränklich aus. Zumindest/Vor allem im Vergleich.

Als ich mit Helmut Pilhar über diese Konstellation sprach, meinte er, ich hätte damals frigide sein müssen. Auch hier reagierte ich erst mal perplex. Dr. Hamer verlor kein Wort darüber, es tat aber auch nichts zur Sache. Wie ich die letzten Tage so drüber nachdachte: Ja, zu dieser Zeit änderte sich tatsächlich etwas. Es ging z.B. die Beziehung zu Bruch. Ich war schwer verliebt in einen anderen, wir hatten auch Sex, aber nicht mehr so, wie es früher war. Ich konnte mich nicht mehr fallen lassen und es war irgendwie mehr mechanisch und fast schon sowas wie gespielt. Als es mit ihm zu Ende ging war lange Zeit Schluss mit dem Thema. Ich hätte bis dahin gesagt, dass es der Liebeskummer (ich wurde verlassen) war, aber ich war wohl auch frigide.

Erst nach den Telefonaten mit Dr. Hamer normalisierte sich die Sache mit den Männern langsam wieder.

Es kommen im Laufe des Schreibens immer mehr Erinnerungen, ich lasse es jetzt mal gut sein.

Wie viele Leute dort draußen haben einen solchen Konflikt erlitten? Durch einen Piercing, durch lange Fingernägel. Braucht man lange Fingernägel? Braucht man Piercings?

Ich wollte immer Tattoos. Da ich Künstlerin bin, hatte ich nur nie genug Geld für Tätowierer, die gut genug stechen können. Auch da bin ich heute sehr froh drüber. Natürlich gibt es viele Leute, die sich an dieser „Körperkunst“ erfreuen, die sich dadurch schön finden, die keinen Konflikt erlitten haben. Ebenso beim Thema lange Fingernägel – für mich ist das alles durch meine Erfahrungen einfach keine Option mehr (obwohl ich nach wie vor manche Tattoos sehr schön finde – trotzdem nein danke).

Übrigens erzählte mir Dr. Hamer am Telefon, dass durch die Beschneidung genau ein solcher Konflikt zustande kommt. Nur mit 8 Tagen alten Säuglingen, die diesen Konflikt nie wieder lösen können. Eine sado-masochistische Konstellation… mir tut das so Leid…

Ich selbst habe keine gesehen, aber es gibt dazu auch genug Pornos – für das Gehirn ist ein Film „echt“ – wer weiß, was das mit dem ein oder anderen Jugendlichen macht, wenn er solche Filme sieht. Vllt. übertreibe ich auch hier aufgrund meines Erlebnisses, bitte gebt auf eure Kinder acht…

So, das wars von mir.

Liebe Grüße an Euch alle!

Anmerkung von HPilhar

Herzlichen Dank für diesen mutigen Bericht, der Licht in diese dunkeln Abgründe menschlichen Verhaltens bringt.

7 Idee über “Erfahrungsbericht Klitoris-, Peniskonflikt – sadomasochistische Konstellation

    • Andreas Jakob sagt:

      Wem gegenüber hörig?, nur dem, der dem Kind einen sexuellen Konflikt gesetzt hat, oder später auch anderen „Partnern“ die sich ähnlich verhalten?

      • Helmut Pilhar sagt:

        Hörig gegenüber der jeweiligen Schiene, die sich dabei einprogrammiert hat. Auf die gleiche Weise produzieren die Geheimdienste „Schläfer“, die auf Knopfdruck „zu arbeiten“ beginnen.

  1. Kai sagt:

    Ich denke von mir, dass ich die Germanische schon gut kenne. Aber die Revierbereichs- Konstellationen auflösen ist schon eine harte Nuss. Hier dieses Beispiel „Dr. Hamer meinte aber, dass es noch was geben muss. Ein Jahr zuvor ungefähr….“ – woher wusste er den Zeitpunkt? Dies ist wohl der Unterschied zwischen den Meister und den Theoretiker.

  2. Ramon sagt:

    Dein Bericht hat mich sehr berührt. Ich bin ein Mann und merke, wie sehr mich deine Erfahrungen bewegen. Ich habe auch einiges Verletzendes über mich, einmal durch mich selbst und auch durch meine Partnerinnen, erlebt. Vielleicht sitzt dies alles tiefer als ich dachte, weil ich mich so gar nicht mehr einlassen und fallen lassen kann und will. Merke aber gleichzeitig meine Zerrissenheit über dieses so schöne und wertvolle Thema Partnerschaft und Sexualität. Danke dafür.

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