Lieber Helmut,

Ich (männl., LH, >60 J.) hatte im Oktober 2019 sich innerhalb einer Woche extrem steigernde Schmerzen im unteren Rückenbereich rechts. Nach ein paar Tagen versuchte ich die Schmerzen mit vorgetäuschter Schmerz-Wegatmungs-Lust zu bewältigen: „Ja – Jaa – Jaah!“ Die schwere Geburt der Krise des Sinnvollen Biologischen Sonderprogramms folgte dennoch rasch. Nach einer Woche war ich dann förmlich über 70 Stunden wie auf dem Sessel in Liegeposition bewegungsunfähig festgeklebt. Weil ich dadurch 6 Tage nicht mehr groß aufs Klo machen konnte, sah ich die Grenzen des Machbaren ein. Als alternder Nachwuchsgermane wollte ich ja einen Arzt- und Klinikbesuch vermeiden, aber meine Lage war meinen Angehörigen nicht mehr zuzumuten und für den Tierarzt war ich noch zu menschlich.

Ein Telefonat im germanischen Netzwerk führte mich zu der Einsicht, dass ich ja ein Notfall bin und dass Dr. Hamer sich für Notfallmedizin ausgesprochen hatte und Cortison bei nicht mehr erträglichen Heilungssymptomen empfohlen hatte. Na ja, in der freien Wildbahn der Natur wäre ich in so einem Zustand das willkommene Futter für Raubtiere geworden. Stattdessen durfte ich ein Opfer notfall-/medizinischer Maßnahmen werden. Der alarmierte Rettungsdienst rief mangels meiner Transportfähigkeit den Notarzt herbei, der mich mit einem Cocktail in einen mir unbekannten Zustand versetzte. Da war Fentanyl enthalten, das 200 mal stärker als Morphium wirkt. Meine normale Schmerzwahrnehmung und auch mein normaler Wille waren gebrochen, ich konnte daraufhin aufstehen und gehend in den Krankenwagen begleitet werden.

Eigentlich hatte ich davor gedacht, dass ich maximal 12 Stunden in der Notaufnahme des Krankenhauses bleiben wolle. Vollgepumpt mit dem schmerzlindernden Gift kotzte ich dort wie ein Weltmeister, so dass aus dem geleerten Magen selbst der kleinste Schluck dann mit Galle wieder hoch kam. So war statt eines oralen nur ein rektales Abführmittel anzuwenden, um den Stau im Darm zu beheben. Diese Gefahr zu beseitigen war mein ursprüngliches Hauptziel. Aber mein körperlicher und geistiger Zustand war für eine Entlassung nicht geeignet. So wurde ich auf eine Station gebracht, die Infusionen für Flüssigkeitszufuhr waren notwendig, die für Schmerzmittel eher fraglich. Auf lokale Infiltration von Cortison ließ ich mich ein, um die schmerzhafte Heilung zu dämpfen. Die zusätzlich oral verabreichten Opiode (Tilidin, Palexia) verursachten Übelkeit und Appetitlosigkeit, so dass ich zum Glück auch durch germanische Hinweise meines Sohnes schnell auf Umstellung und Absetzung hinarbeitete. Es war deshalb ratsam vernehmbare Schmerzäußerungen zu unterdrücken. Wegen Nicht-Mitwirkung wollte ich nicht rasch aus der Klinik fliegen, da ich noch nicht so bewegungsfähig war und zuhause kein Pflegebett zur Verfügung stand, das mir ermöglicht hätte dort aus dem und ins Bett zu kommen, um mich dann ebenerdig mit Krücken zu bewegen. Besonders wichtig war krankengymnastische Unterstützung, um zunächst wenigstens eine eingeschränkte Bewegungsfähigkeit rasch wieder zu erlangen. Kaum zu fassen ist, dass ich 6 Tage in der Klinik auszuhalten hatte; aber die Schmerzen machten es möglich. In einem eingeschränkten Zustand wurde ich entlassen; zum Glück gibt es Krücken und Greifzangen.

Als am Folgetag beim Hausbesuch der Arzt von einem möglichen Bandscheibenvorfall und MRT-Überweisung sprach, winkte ich ab, denn ich hatte voll genug. Die ISG-Blockade-Diagnose aus dem Krankenhaus reichte mir. Ich wollte zuhause in Ruhe genesen. Zur Aufrechterhaltung der Moral in dem Leid, half mir die Germanische Heilkunde, denn sie bot mir eine passende Erklärung für die ISG-Blockade mit schmerzender Heilung. Das ISG war mir bis dahin als Problemort nicht bekannt gewesen, da ich früher die Schmerzphasen in dieser Region des Körpers auf den Ischias geschoben hatte. Dass da ein Selbstwertproblem in der Mutter-Kind-Beziehung immer wieder in Lösung ging, war mir ja durch Dr. Hamers Erkenntnisse logisch klar. Ich hatte aber über die Jahre nie ein voll griffiges Gefühl dazu bekommen. Jetzt erst kam ich besser dahinter:

Am Tag vor dem Beginn der Schmerzen fand nach langem Hin und Her beim Notar eine Abklärung und Vereinbarung eines Termins statt für den Vertrag von wichtiger Abwicklung mit Miterben nach dem Tod der Mutter. Noch nie zuvor hatte ich mich ähnlich in meiner Herkunftsfamilie so durchgesetzt, sogar mit unschöner schriftlicher Argumentation, die meinen gutmütigen Seiten gar nicht so liegt. Vom Instinkt her hätte ich zur Geschichte des mütterlichen Erbes Distanz gehalten, aber in der beim Notar anhängigen Sache, setzte ich mich nach Orakelrat zum Wohle meiner Kinder doch dafür ein. Auf meiner Mutter-Kind-Seite hatte sich da schon lange Zeit eine große und womöglich doppelte Konfliktmasse (bzgl. meiner Mutter und meinen Kindern) aufgebaut gehabt. Ich meinte diesen biologischen Konflikt austricksen zu können, indem ich den Einsatz für den Erbwert ja nicht für mich, sondern zur Weiterleitung an die Kinder erbringe. Irgendwie war es ja vermessen zu meinen, dass ich einen starken und lange wirksamen biologischen Konflikt einfach so übergehen könne. Die Erbwert-Selbstwert-Konfliktmasse und deren Lösung nahm also ihren Lauf mit der Immobilisierung durch die ISG-Blockade. Das Gewebe, das im engen Spalt das Kreuzbein (Sakrum) mit dem Darmbein (Ilio, Beckenschaufel) verbindet (dort ist die Wirbelsäulenschlange an den Lauf-Apparat für die aufrechten Bewegungen angedockt), hatte durch Konfliktlösung demgemäß eine Heilungsschwellung bekommen, die einen Druck aufbaute, der immer mehr auf die Nerven ging und zur Blockade führte. In der von mir schon als Kind unbewusst gewünschten Dynamik eines unabhängigen persönlichen Wertes, war ich lange konfliktaktiv auf der Mutter-Kind-Seite psychisch blockiert gewesen, da war‘s natürlich bio-logisch, dass es in der Konfliktlösungsphase physisch/körperlich in der Heilkrise zu einer ISG-Blockade kam.

Erst später wurde mir klar, dass die Selbstwert-Konfliktlösungsphase im SYNDROM stattfand, d.h. durch einen aktiven Zusatzkonflikt des Mutterseelenalleingelassenseins lagerte der Körper noch mehr Wasser ein.

Zwei Tage vor dem Beginn der Schmerzen hatte ich trotz guten Diensten für eine wichtige Bezugsperson quasi eine Kündigung für das Miteinander-Unterwegs-Sein bekommen. Diesen Konflikt, der ausgelöst worden ist, nachdem ich kräftemäßig unerwartet viel bzw. alles geben musste, konnte ich nicht lösen und ich schleppte ihn mit riesiger Frustration mit mir rum. Der Sinn dieses Zusatzkonfliktes ist eben, dass die Nierensammelrohre nun einmal auf Wassereinlagerung schalten. Das Bevorraten von Wasser ist sinnvoll, wenn man emotional oder körperlich gestrandet ist. Kein Wunder, dass ich ja eigentlich nicht ins Krankenhaus wollte, da dort so Flüchtlings-/Existenzkonflikt mit Wassereinlagerung noch verschärft werden kann.

Beim Sinnvollen Biologischen Sonderprogramm (SBS) der Nierensammelrohre nutzt der Körper zur Wassereinlagerung besonders Organteile, die ohnehin im „Heilungsödem” des 1. Konflikts schon Wasser einlagern, zur zusätzlichen Wassereinlagerung. Und gerade die erste Konfliktlösungsphase mit ihren Schwellungen ist in der Regel die problematische und auch oft schmerzhafte Phase. Durch das Zusammenwirken mit dem Nierensammelrohr-SBS, werden die Schwellungen noch verstärkt und dadurch sämtliche Symptome der Phase der Lösung des 1. Konflikts noch ausgeprägter.

Ohne Dr. Hamers Wissen der Germanischen Heilkunde wäre dieser Schmerz ein Grund zum Verzweifeln gewesen, so aber gab es den Trost, dass eine große Heilung angelaufen ist. Die sollte natürlich nicht unterbrochen werden, weshalb es wichtig war zur Vermeidung einer hängenden Heilung den anvisierten Notartermin zur Vertragsunterzeichnung wahrzunehmen. Es ging zeitlich knapp her, so dass 2 ½ Stunden nach der Heimkehr aus der Klinik der Notartermin wahrgenommen werden konnte. Die Zeit in der Klinik, in der ich mich nicht ablenkte, gab mir weitere Aufschlüsse: Indem mein Konflikt im Übergangsbereich von Kreuzbein und Beckenknochen sich ansiedelte, entstand die tiefe Überzeugung, dass es ein kombinierter Konflikt war, nämlich der tief verankerte Mangel an Selbstwert im Zusammenhang dem Nicht-Durchsetzen gegenüber der Mutter, die gut meine individuellen Ansprüche blockieren konnte, zumal ein anderes Geschwisterteil eine Vorzugsposition bei ihr bekommen hatte. Die mit der ISG-Blockade verstärkt wirksamen Missempfindungen im Oberschenkel konnte ich bezüglich ihrer Entstehung 45 Jahre zurück datieren. Damals war ein schockierender Konflikt durch ungerechte Behandlung meinen Selbstwert sehr kränkend und ich hatte keinerlei Chance auf Durchsetzung meiner normalen, individuellen Interessen im Elternhaus. Ich konnte dort nicht genug bewegen, voranbringen bzw. durchsetzen. Mein junger Selbstwert war in dem Sinne angeknackst, dass meine autonome Entwicklung im Sinne von Individualisierung kritisiert wurde; es war ein Problem, dass ich weiter auf die Schule ging, statt eine Lehre zu machen; es gab damals Vorwürfe ich wolle nur nicht arbeiten…

Die teilweise Lösung des Konflikts ergab sich damals durch eine innere Emigration und die Anbindung an ein ungesundes soziales Umfeld. Als ich damals diese Missempfindungen an meinem rechten (Mutter-Kind-) Bein verspürte, hatte ich auch die Angst, das könne sich mal zu einer Lähmung entwickeln. Damals verstand ich die Zusammenhänge natürlich nicht. Es ist erfreulich, dass mit der Germanischen Heilkunde die Zusammenhänge zwischen den psychischen Konflikten und den körperlichen Abläufen besser nachvollziehbar sind.

Ich hätte den Schmerz der Heilung viel lieber ohne Klinik ausgehalten. Aber es wäre töricht gewesen es auf einen Darmverschluss anzulegen und damit sich dann noch stärker einer Schnippelmedizin auszuliefern. Manchmal ist es besser sich auf Schlimmes einzulassen, als noch schlimmere Möglichkeiten herauszufordern. Immerhin hatte ich einmal eine Operation abgelehnt, die Dr. Hamer vorgeschlagen hatte; so hatte ich eine Freikarte für 1x Klinik und zurück.

Selbst mit dem Wissen des Meisters, sind natürlich bei so einem gravierenden körperlichen ISG-Erlebnis Schonhaltungen und Ängste vor Rückfall natürlich. Deswegen ließ ich mir Krankengymnastik und Fango verschreiben, um den Willen zur Rekonvaleszenz mit Geduld besser zu unterstützen. Langsam ging es mit Geduld und achtsamem Willen voran. Ich muss sinnvollerweise aufpassen, dass ich nicht wieder auf Schienen des Konfliktes komme.


Anmerkung von HPilhar

Unser leidende Patient datiert seinen ursprünglichen Konflikt auf vor 45 Jahren, denn damals begannen seine diesbezüglichen Symptome. Der Selbstwerteinbruch “sich nicht durchsetzen können” ginge auf die Hüfte, in seinem speziellen Fall auf die Mutter/Kind-Hüfte rechts (er ist Linkshänder). Er beschreibt aber keine Hüftschmerzen, sondern Schmerzen im Iliosakralgelenk und hierfür wäre ein sexueller Selbstwerteinbruch zuständig, in seinem speziellen Fall in Bezug auf seine Mutter. Er selbst muss damals um die 20 Jahre alt gewesen sein. Vielleicht hat sein Konflikt mit der Mutter etwas mit seiner damaligen Freundin zu tun gehabt? Eventuell war seine Mutter mit seinem Mädchen nicht einverstanden?

Egal, welcher Konflikt mit der Mutter da in Lösung ging. Das Lehrreiche an diesem Fall ist, dass der Tod der Mutter für seine chronischen Schmerzen, welche er als “Ischialgie” eigentlich richtig deutete (Heilung eines sexuellen Selbstwerteinbruchs), eine definitive Lösung brachte, samt heftiger Heilungsphase.

4 thoughts on “Erfahrungsbericht – Iliosakralgelenk- bzw. ISG-Blockade statt Ischalgie

  1. HARALD TILGNER says:

    Die Illustration ist eine wunderbare Erklärung der Selbstwerteinbrüche das gesamte Skelett betreffend. Vielen Dank, Helmut, für Deine fortwährenden Bemühungen in Bezug auf die Germanische Heilkunde.

  2. S.J. says:

    Dieser lebendig geschriebene Bericht kommt für mich gerade richtig. Nach 6 jährigem rumdoktern wegen Beschwerden mit dem Illiosacralgelenk (linksseitig, Rechtshänderin), bin ich heute schier am verzweifeln. Nachdem der mittlerweile 5te Orthopäde ein MRT beauftragte, auf dem auch das Sacrum zu sehen ist (im Normalfall wird dies nicht erfaßt), ist die Diagnose “linksseitig zeigen sich mäßige und degenerativ imponierende Konturunregelmäßigkeiten”. Ich war irgenwie erleichtert, weil ich nun wußte … hier muß ich ansetzen mit einem speziellen Training.

    Falsch gedacht !! Dieser Bericht hier bringt mich auf die richtige Spur !! Zunächst hatte ich diese Symtomatik auf einen Steißbeinsturz geschoben und ich weiß nun, daß ich in der Mutter/Kind – Beziehung suchen muß. Und genau da habe ich ein großes Problem. Meine Tochter (56 Jahre) verhält sich mir gegenüber dermaßen opportun, bei allem was ich sage oder tue, daß ich nicht weiterkomme … ich habe dadurch einen ataktischen Gang … wie wenn mein linkes Bein verkürzt wäre. Schmerzen habe ich gottseidank keine.

    Gleichzeitig habe ich auch hohen Blutdruck, aber nur abends in Ruhe. Das würde ich einem Überforderungkonflikt zuschreiben … was ja letztendlich auch zutrifft. Es ist schwer einen solchen Konflikt zu lösen, da es sich um ein engstes Familienmitglied handelt.

    • Helmut Pilhar says:

      Ja, Konflikte innerhalb der Familie sind sehr schwer zu lösen und deshalb sind sie sich oft die Ursache für lang anhaltende, chronische Leiden.

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