Wie in einer Familie ein Konflikt den anderen nach sich ziehen kann!

In der finstereren Jahreszeit mit der Reichhaltigkeit an Infektmöglichkeiten könnte man glatt meinen, dass die Mikroben (unsere Symbionten) in närrischem Treiben bei den in uns wirksamen Konflikten körperlich uns Schabernack bescheren.

Zum Glück hilft da die Germanische Heilkunde zu einem besseren Verständnis.

Sie half mir in diesem Winter noch besser zu verspüren, wie wichtig die Beachtung des Bedürfnisses nach Entspannung, Ruhe, Vagotonie ist.

Ich (männl., LH) fühlte mich stabil, obwohl meine Frau im beruflichen Ehrgeiz seit November 2012 sich im Dickdarm einen schwer zu lösenden Brocken wiederholt eingefangen hatte, der bis Weihnachten hin sehr schmerzhaft war, aber auch danach nicht richtig abklang; 1 ½ Jahre zuvor hatte sie bei einem Auslandsaufenthalt bereits über einen schwer bis kaum zu lösenden Konflikt im Dickdarm eine lange wirksame schmerzhafte Reizung erfahren.

Da ich 2012 mehr Baustellen als vorgesehen angenommen hatte, verspürte ich Anfang 2013 ein riesiges Bedürfnis nach Vagotonie bzw. Ruhe. Dieses berücksichtigte aber ich nicht, als meine Frau nach längerer Abwesenheit zurück nach Hause kehrte; denn ich wollte sie liebevoll empfangen und ein aufmerksamer Ehemann sein. Aber ich schlief beim Zuhören ein, worauf meine Frau, mich aus dem Schlummer reißend, verärgert bis bedrohlich reagierte. So bekam ich urplötzlich in der Wehrlosigkeit der tiefen Vagotonie einen Konflikt des Erschreckens mit Sprachlosigkeit. Die resultierende Schädigung im Stimmbänder-/Kehlkopf-Bereich verschlechterte meine Stimme ab dem folgenden Morgen erheblich etwa eine Woche lang.

Durch die von meiner Frau angenommenen vielen Aufgaben und Aktivitäten konnte ihr putziges Wesen zuhause nicht wie üblich zum Tragen kommen – so ergab sich im Zuhause ein Reviermarkierungskonflikt. Als Ende Januar 2013 der Empfang von Gästen anstand, war sie dann bei der Reinigung des häuslichen Reviers mit Putzen aktiv in der Lösung wie ein weißer Wirbelwind (parallel hatte sie kurz zuvor einen maßgeblichen, volle Stärke demonstrierenden Schritt zur Bereinigung eines lange wirksamen Konfliktes in Bezug auf ihr berufliches Revier vorgenommen). Ich dachte noch am Freitag dieser Woche der Lösungen meiner Frau beim Einschlafen, dass es zuhause heftig gereinigt riecht. Am nächsten Morgen hatte meine Frau durch die Lösung der Reviermarkierungskonflikte die Bescherung mit heftigsten Schmerzen und Blut im Urin. Ich konnte sie nicht zur Freude an dieser Lösung überreden. Sie fuhr in die Klinikambulanz, wo sie Schmerzmittel und Antibiotika bekam, wodurch der Brockenkonflikt im Darm im Sinne stärkerer Unverträglichkeit beeinflusst worden ist. Ein kompetenter Internist sagte 3 Wochen später, dass die Verschlimmerung der Schmerzen im Dickdarm mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Antibiotika zurückzuführen sei.

Im Mitgefühl für meine leidende Frau war ich echt rücksichtsvoll eingestellt, so dass ich am Folgetag, als meine Tochter noch da war, problematische Debatten vermeiden wollte. Ich hatte bereits Wochen zuvor ausführlich meiner Tochter die Gründe genannt, dass ich nicht zu ihrer Hochzeit als Gast könne, wenn ich nicht vorher ein ausgiebiges Gespräch mit ihrem Erwählten über die Germanische Heilkunde haben könne, die dieser bisher nur ablehnte. Ihm zuliebe hatte meine Tochter mir verbieten wollen, mit ihren möglichen Kindern über die Germanische Heilkunde zu sprechen. Über so einen Unsinn war ich empört, denn wie kann man Kindern die Stärkung des Vertrauens in ihre Selbstheilungskräfte verwehren. Da meine Tochter intelligent ist, fragte ich mich, ob sie durch ihre Partnerorientierung so verblödet sein kann. Ich fühlte mich erst recht berufen sie wach zu rütteln.

Da steckt in mir eine Menge Revierärger, Revierangst und Verlust-/Todesangst, denn 4 Jahre zuvor hatte es mich gesundheitlich heftig erwischt, nachdem meine Tochter sich aufgrund von gefälschten Befunden zu einer Operation hatte überreden lassen. Meine seit der Kindheit bestehende Schwachstelle Revierangst hat sich da als Schiene zum Thema Klinik gebahnt. Im Wissen um diese mich leicht aus dem Gleichgewicht bringende Schiene wollte ich nun ja meiner Tochter helfen, ihren Verächter der Germanischen Heilkunde aufzuklären bzw. besser ehe- und familienreif zu machen. Mir war einfach klar, dass wenn ich nicht darüber offen reden darf, ich dann zum Selbstschutz auf eine gesunde Distanz zur von meiner Tochter sich in der Gründung befindenden Familie gehen muss.

Diese, meine an Gesundheit orientierte Position, wurde nicht respektiert. Meine Frau und meine Tochter hatten es sich in den Kopf gesetzt gehabt, mich an diesem Tag zur Zusage der Teilnahme an der Hochzeit rumzukriegen. Anstatt mir die gefühlte, notwendige Vagotonie zu gönnen, war ich plötzlich in ein nicht enden wollendes Streitgespräch verwickelt. Ungerechtfertigte Unterstellungsbrocken konnte ich nicht verdauen, so dass bei der Lösung ich durchfällig wurde, und der Revierärger ließ den unausgelebten Zorn im Magen anschwellen, bis nur noch ein Grundgefühl der Speiübelkeit übrig blieb.

Aus Rücksicht auf die kränkelnde Frau und die Tochter im Gaststatus, musste ich zu viel runter schlucken, was mir wirklich nicht passte. Die Revierangst um meine Tochter wegen der drohenden Eheschließung (Trauring, traurig, aber wahr) wurde am Folgetag ergänzt durch die Revierangst um meine Frau, die sich wegen der Dickdarmschmerzen in die Klinik einliefern ließ. Jetzt war ich allein mit meiner Frustration und meinen Ängsten; was wird womöglich alles in der Klinik angestellt? Es war ein Hin und Her der Aussagen.

Nach einer gewissen Entwarnung am Ende des 3. Kliniktages begann am Morgen des 4 Tages bei mir der Kollaps: Extremste Übelkeit mit Brechreiz, Durchfall, Bronchitis (als Lösung des Revierangstkonfliktes um meine Frau), Kraftlosigkeit, vom Schlaf weg gerissen werden, Schmerzen in beiden Ohren (ich hatte blöde Hörbrocken nicht losgekriegt und die gewünschten Hörbrocken nicht bekommen).

Mir entglitt das Konzept des Handelns; im Gegensatz zu sonst, gelang es mir diesmal nicht mit warmem, alkoholfreiem Bier den Magen zum Durchschaffen anzuregen und wieder frei zu kriegen; auch die früher hilfreiche Magenspülung mit warmem Wasser gelang nicht. Es war ein Magenstillstand, bei dem die Muskulatur wie gelähmt erschien.

Indem keine Flüssigkeit mehr normal in mich reinzukriegen war, verschlimmerte sich mein Zustand über 3 Tage. In der Dehydration mit der Konfliktkonstellation wurde ich unfähiger vernünftig vorzugehen, denn ins Krankenhaus wollte ich nicht. Zwischenzeitlich habe ich abgeklärt, dass man sich auch zuhause Infusionen geben lassen kann; die hätte ich dringend brauchen können. Wenn jemand in eine ähnliche Situation gerät, dann kann ich nur dringlich dazu anraten, sich die notwendige Dosis an Infusionen geben zu lassen, damit ein möglichst klarer Kopf gewahrt werden kann.

Zum Glück ließ am Nachmittag des 6. Tages meine Frau sich von der Klinik verabschieden. Ich hatte ihr telefonisch meinen Zustand geschildert und sie war besorgt um mich. Indem ich dann nicht mehr alleine zuhause war, konnte ich dann doch noch unter dem Risiko eines möglichen Kreislaufzusammenbruchs mit warmem Wasser eine anstrengende, ausgiebige Magenspülung mit oftmaligem Erbrechen vornehmen (es ist ein befreiendes Gefühl, wenn die Übelkeit endlich voll rausgekotzt ist). Damit konnte der Magen dann auch wieder für die normale Funktion (Flüssigkeitsaufnahme) freigeschaltet werden. Das war wichtig für das Abhusten bei der dann noch lange anhaltenden Bronchitis als Lösung der Revierangst.

Das von mir erlebte Flüssigkeitsmangel- und Fieber-Delir war interessant; die fremde Wahrnehmung im Delir war eine andere Realität. Ich hatte ganz andersartige Erlebnisse, die mir so nicht bekannt waren, seit ich mich mit meinem Ich kenne. Ich nahm mich z.B. als jemand anderen wahr. In der 7. Nacht hatte ich die ehrwürdigste Begegnung meines Lebens; als ich später drüber redete, musste ich voller Rührung weinen. Eine phantastische weibliche Gestalt war plötzlich da und sagte, es sei jetzt ja Hilfe da, so dass die Lebensfäden nicht abgeschnitten werden müssen. Es war das Gefühl der Nähe zu einer gnädig eingestellten Schicksalsgöttin, solche werden in der germanischen Mythologie als Nornen bezeichnet.

Aus den hier geschilderten Erfahrungen ziehe ich den Schluss, dass es bei schweren Konfliktinhalten wichtig ist zu vermeiden wieder auf deren Schiene zu kommen; dies ist aber viel einfacher gesagt als gemacht.

An 2 Punkten kann man aber konsequent zum Selbstschutz ansetzen:Um einen gesunden eutonen, normotonen Ablauf des Wechsels von Sympathicotonie und Vagotonie zu fördern, ist speziell das Bedürfnis nach Ruhe wahrzunehmen und zu pflegen.

Bevor man aus lauter Nettigkeit zu viel Übles auf sich abladen lässt, sollte man besser die Kurve kriegen, auch im Winter (im Sommer ist es leichter zum Abreagieren aus dem Haus zu gehen).

Anmerkung von H. Pilhar

Ich habe zwar nicht alles nachvollziehen können, mein Mitleid aber hat dieser arme Mann! Er ist in der eigenen Familie völlig isoliert. Schlimm!

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