Es schreibt eine Frau

Am 22. Dezember 1989 wurde ich morgens um 10.00 Uhr mit heftigen Bauchschmerzen und hohem Fieber (39,5°) in die Klinik eingeliefert. Zuerst wurde ich in der Ambulanz untersucht und man tippte auf Bauchfellentzündung.

Mein Bauch war dickgeschwollen und sehr schmerzhaft, besonders die rechte Seite. Man entschied sich, mich auf die chirurgische Abteilung zu legen. Von da ab hatte ich schon kein gutes Gefühl, denn ich wäre viel lieber auf die Innere Station gekommen.

Zuerst kam ich an den Tropf, abwechselnd bekam ich Antibiotika und Kochsalzlösungen (insgesamt 35 kleine bzw. 30 große Flaschen, in 8 Tagen).

Ich hatte 2 Tage furchtbare Kopfschmerzen und habe Eisbeutel verlangt, um sie mir auf den Kopf und den Bauch zu legen. Das Fieber sank dann auf 36°. Als Schwerkranke – so fühlte ich mich auch – wurde ich noch mal auf ein anderes Zimmer verlegt. Die üblichen Untersuchungen wie Blutabnahme usw., auch Ultraschall, waren bereits gemacht. Ich bekam Astronautenkost.

Am 24.12. – Heilig Abend – begann mein Alptraum! Abends kam die Stationsärztin und teilte mir mit, ich habe Colon-Divertikel im Darm und die seien lebensgefährlich. Ich müsste sofort operiert werden und wahrscheinlich müsste auch ein Stück vom Darm entfernt werden.

Ich bekam einen Schock, war schrecklich aufgeregt, hatte eiskalte Hände und furchtbare Angst. Ich sagte ihr, ich wurde mich nicht so schnell operieren lassen, worauf sie antwortete, dass ich dann sterben könnte. Der Darm könnte nämlich platzen und dann wurde der ganze Bauch vereitern. Trotz meiner Panik sagte ich ihr, das sei mein Risiko.

Später kam auch der Chefarzt zu mir und meinte: “Haben Sie doch Vertrauen zu einem alten Mann, oder wollen Sie in die Binsen gehen?” Als ich verneinte, sagte er: “Das sieht aber ganz so aus. Aber ich werde für Sie schon das Richtige entscheiden. Ihr Bruder ist sicher vernünftiger als Sie.” Ich antwortete ihm, dass ich aber ganz alleine über meinen Körper entscheiden würde und kein anderer.

Weihnachten kam ein Vertreter zur Visite und informierte mich, dass noch Röntgen- und Blutuntersuchungen gemacht würden. Danach könnte ich sicher bald nach Hause gehen. Ich war sehr erstaunt über diese Aussage.

Nach den Weihnachtstagen wurde wieder eine Ultraschalluntersuchung des Darms gemacht mit dem Ergebnis – die Schwellung sei zurückgegangen. Schon die ganze Zeit über hatte ich meditiert und mir vorgestellt, dass die Darmwand in Ordnung sei und der Darm wieder richtig arbeiten würde. Nun war es tatsächlich so gekommen.

Die Ärzte standen vor einem Rätsel und suchten immer noch – jetzt nach einem Virus. Wo war der Böse nur? Die Divertikel waren angeblich verschwunden, mein Darm hatte wieder volle Funktion. Trotzdem genügte es nicht.

Vor Jahresende sollte deshalb noch mal eine Röntgenuntersuchung des Darms – diesmal mit einem Kontrastmittel gemacht werden. Wie ich in die Röntgenabteilung kam, wollte man mir aber die Nieren röntgen. Als ich den vermeintlichen Irrtum aufklärte, sagte man mir, das habe alles seine Richtigkeit, denn das würde immer vor so einer großen Operation gemacht.

Wieder bekam ich einen Schock. Ich lief auf mein Zimmer, weiß wie die Wand, eiskalte Hände. Nach einer Stunde ließ ich dann doch noch die Darmuntersuchung machen.

Der Röntgenarzt war sehr ruhig und freundlich. Er sagte, er ließe sich auch nicht so schnell operieren, außerdem sähe er bei mir keinen Grund für eine Operation. Er zeigte mir die Röntgenbilder und versicherte mir, dass der Darm in Ordnung sei. Ich war sehr beruhigt, obwohl ich das alles nicht mehr begreifen konnte.

Nach Neujahr eröffnete mir die Stationsärztin, man hätte einen Polypen an der Blinddarmnarbe entdeckt und man musste mir nun eine Gewebeprobe entnehmen.

Wieder geriet ich in Panik, lehnte aber jetzt jede weitere Untersuchung ab.

Am 3. Januar war große Visite, mindestens zehn Ärzte. Als der Chefarzt das Zimmer betrat, sagte er, auf mich hindeutend: “Mit der rede ich nicht, ich werde mit ihrem Bruder reden. Ich hoffe, daß der die Sache vernünftiger sieht.”

Er setzte sich später aber doch auf mein Bett, nahm meine Hand und sagte beschwörend: “Ich will Ihnen doch helfen. Sie haben da einen bösartigen Tumor und der wächst weiter (dabei hob er drohend den Zeigefinger), der kann in drei Monaten schon größer sein und in drei Jahren kommen Sie zu mir und sind voller Metastasen, aber dann kann ich nichts mehr für Sie tun!”

Ich antwortete ihm, dass ich das alles anders sehen würde. Ich hätte eine andere Auffassung, ein anderes Denken, sprach von Konflikten, und wusste auch, dass ich meine Probleme in den Griff bekommen und mein Leben ändern müßte. Doch davon wollte er nichts wissen – “Ach was, das hat damit überhaupt nichts zu tun”, sagte er ziemlich unwirsch, “überlegen Sie es sich, Sie sind doch noch so jung.”

Dann stand er entrüstet auf und polemisierte: “Das sei ihm in 40 Jahren Praxis noch nicht passiert, dass ein Patient so unvernünftig wäre, wie ich es sei.”

Als ich ihm trotzig erwiderte, dass ich vor Krebs keine Angst hätte, weil Krebs eine Krankheit der Seele sei und man seine Probleme lösen müsste um wieder gesund zu werden, war er fassungslos und wirkte irgendwie resigniert.

Ich bedankte mich trotzdem bei ihm, dass er mich wieder “gesund” gemacht hätte, aber er reagierte sehr heftig: “Sie sind nicht gesund. Sie vernichten sich selbst!”

Worauf ich konterte: “Nein Herr Doktor, ich will leben!”

Ich bat ihn noch um die Röntgenaufnahmen und die Befunde. Doch das lehnte er ab und meinte: Die Aufnahmen seien Eigentum der Klinik. Nur mein Hausarzt könne die anfordern.

Ich entschloss mich daraufhin, auf eigene Faust zu dem Röntgenarzt zu gehen, der so nett zu mir gewesen war. Ich hielt ihm einen Auszug von einem Grundsatzurteil unter die Nase und sagte ihm auch, dass ich meinen Anwalt bemühen müsste, wenn ich die Aufnahmen nicht bekäme. Er gab sie mir anstandslos heraus.

Am 4. Januar 1990 wurde ich dann auf eigenen Wunsch entlassen, jedoch nicht ohne vorher ein schon vorbereitetes Schriftstück unterschrieben zu haben, mit folgendem Inhalt:

“Ich bin über das Ergebnis der Dickdarm-Röntgenuntersuchung informiert worden. Der im rechten Colon sitzende Tumor kann bezüglich seiner Gut- oder Bösartigkeit nur durch eine Gewebeuntersuchung abgeklärt werden. Eine Tumorentfernung im Rahmen einer Darmspiegelung lehne ich ab. Über die Folgen bzw. evtl. Bösartigkeit bin ich aufgeklärt worden.”

Auf dem gleichen Dokument habe ich dann begründet, warum ich mich denn so, und nicht anders, entschieden habe.

Auch wenn ich zugeben muss, dass ich damals noch nicht so ganz sattelfest war, was die Germanische Heilkunde® anbetrifft – dadurch konnten die Ärzte mich auch immer wieder in Panik bringen – aber immerhin habe ich, trotz meines noch geringen Vorwissens, der Germanischen Heilkunde® schon mehr vertraut als der Schulmedizin.

Nach meiner Entlassung aus dem Krankenhaus habe ich mich dann am 8. Januar 1990 in einer radiologischen Praxis – privat – computertomographisch untersuchen lassen, ohne jedoch von der Vorgeschichte etwas zu erzählen.

In der abschließenden Beurteilung stand:

“… kein tumoröser oder entzündlicher Prozess.”

Wenn ich mir vorstelle, was wohl mit mir passiert wäre, wenn ich damals noch nichts von der Germanischen Heilkunde® gewusst und auch nicht den Mut gehabt hätte, auf eigene Verantwortung das Krankenhaus zu verlassen, oder was mit anderen Patienten in meiner Situation passiert wäre, und wie viele Patienten heute noch aufgrund solcher Diagnoseschocks erst richtig krank gemacht werden und dann tatsächlich daran sterben – dann läuft es mir kalt den Rücken herunter.

Mir ist es gottseidank gelungen, mich aus den Fängen der Schulmedizin noch rechtzeitig zu befreien. Aber es war ein harter Kampf, den Chirurgen unter dem Messer davonzulaufen.

Ich bin glücklich, damals schon von der Germanischen Heilkunde® gewusst zu haben.

Aus meiner Erfahrung kann ich aber nur jedem Menschen raten, sich rechtzeitig und gründlich mit der Germanischen Heilkunde® auseinanderzusetzen. Es reicht sicherlich nicht nur davon zu wissen, einmal etwas davon gehört oder gelesen zu haben.

Solange die Germanische Heilkunde® noch unterdrückt wird, muss der Patient eben das System selbst verstehen lernen!

Katharina Hoffmann

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