Rechte Flosse

Bei Walrossen bevorzugt

Ich bin das Walross! So sangen es die Beatles auf dem Höhepunkt ihres surrealistischen Schaffens 1968. Weiter hinten im Text des Liedes „Glaszwiebel“ hieß es dann, wie erklärend: Das Walross war Paul. Der aber war und ist Linkshänder, und somit irrten die Beatles, denn: Walrösser sind Rechtshänder beziehungsweise Rechtsflosser.

Darin sind sich Biologen aus Grönland, Schweden und Dänemark einig, nachdem sie die bis zu fünf Meter langen und eine Tonne schweren Robben bei der Futtersuche unter Wasser gefilmt haben. Dabei konnten sie auch gleich eine alte Legende widerlegen, zufolge Walrosse ihre langen Hauer dazu benutzen, Muscheln von den Felsen zu schaben oder aus dem Boden zu wühlen. Walrosse fressen tatsächlich gerne Muscheln, aber sie benutzen zum Ausgraben die Flossen, genauer: die rechte.

Zu dieser Beobachtung passt auch, dass bei der Untersuchung von 23 toten Walrossen in der rechten Flosse längere Knochen gefunden wurden als in der linken. Auch bei Menschen haben Rechtshänder längere Knochen in der rechten Hand und im rechten Arm. Man geht davon aus, dass die meisten Tiere „händig“ sind, also in ihren Bewegungen einer Seite den Vorzug geben.

Anmerkung von HPilhar

Auch Tiere haben eine Lateralität (Händigkeit) und “arbeiten” bevorzugt entweder mit der rechten oder mit der linken Pfote (Huf, Flosse, Flügel …).

Tiere haben auch eine Partner- und Mutter/Kind-Seite, welche man über die Lateralität des Individuums feststellen kann. Beim Menschen verwendet man dazu den Klatschtest.

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