Berühmte Menschen und ihre Symptome aus Sicht der Germanischen Heilkunde. Herzlichen Dank an Werner von der Mühle!

Die Unsterbliche Geliebte – Teil 2

Ergänzend zum ersten Teil möchte ich eine Zuschrift bezüglich der Händigkeit Beethovens vorlesen: „Bei Beethovens Klavierstücken ist ungewöhnlich häufig die Melodie im Bass, die mit der linken Hand  gespielt wird. Diese Stellen sind deswegen für Linkshänder leichter gefühlvoll zu spielen. Aus dem Grund munkelt man, er sei eigentlich Linkshänder gewesen, obwohl er mit rechts schrieb.“

Wie ging es mit Ludwigs Gehörleiden nach dem erstmaligen Auftreten weiter? Es war schwankend, mal etwas besser, mal wieder schlechter. 1805 leitet er z.B. ohne Probleme die Proben zur Oper Leonore. 1808 wies er auf feinste Nuancen im Spiele des Wunderknaben Wilhelm Rust hin. Und noch 1811 und 1812 rum hat er präzise das Klavierspiel seiner Schüler korrigieren können. Dazwischen gab es jedoch immer wieder Phasen der Schwerhörigkeit. In den Jahren nach 1813 wurde sein Hörvermögen dann kontinuierlich immer schlechter. Im April 1814 gab er sein letztes Kammermusikkonzert. Als erstes ertaubte das rechte Ohr komplett und 1815 bestellte er becher- und trichterförmige Hörrohre nur für sein linkes Ohr, da dieses noch sehr schwach funktionierte. Ab 1818 musste er Hefte als Konversationsmöglichkeit nutzen. Beethoven war taub!

Wo kam das ständige Auf und Ab seines Hörvermögens her? Warum baute es nach 1813 stetig ab bis hin zum Totalausfall? Und warum war sein rechtes Mutter Kind Ohr als erstes taub? Schauen wir erstmal, wie es mit Ludwigs Partner DHS Josephine weiterging.

Josephine war mit ihrem Mann nach Prag gezogen, so dass der Kontakt zwischen den beiden erstmal abebbte. Im Januar 1804 verstarb überraschend Josephines Ehemann an einer Lungenentzündung. Josephine, zu dem Zeitpunkt schwanger, brachte einen Monat später ihr viertes Kind zur Welt und wurde, vermutlich nach dem Abstillen, länger krank. Sie nahm im Frühsommer wieder Kontakt zu Beethoven auf und ließ sich von ihm fast täglich musiktherapeutisch behandeln. In Adelskreisen wurde über die beiden getuschelt und geredet, doch unter strenger Geheimhaltung setzten die beiden ihre Beziehung von 1799 fort. Ludwig schrieb Josephine in diesen Jahren mehrere leidenschaftliche Liebesbriefe, die vom Stil her allesamt dem an die „Unsterbliche Geliebte“ glichen. Doch eine Heirat/öffentliche Beziehung kam für Josephine nicht in Frage. Zum einen war der Standesunterschied im Weg und zum anderen hatte sie die Verantwortung für ihre vier Kinder. Sie fühlte wohl, dass der impulsive Beethoven nicht als Erzieher taugte, was später die Neffen Geschichte (dazu komme ich im dritten Teil) ja auch belegte. Josephine distanzierte sich immer mehr von Beethoven und ab September 1807 stellte sie den Kontakt ganz ein. 

Im Frühjahr 1812 wurde Josephine von ihrem zweiten Ehemann Baron von Stackelberg verlassen. Tagebucheinträge Josephines zeigen, dass sie vorhatte im Sommer 1812 nach Prag zu reisen. Beethoven hielt sich im Sommer 1812 ebenfalls in Prag auf, wo er unplanmäßig am 3. Juli jene Frau traf, die er in seinem berühmten Brief vom 06.07.1812 als seine „Unsterbliche Geliebte“ bezeichnete. Es ist belegt, dass Beethoven einen Termin am 3. Juli abends unentschuldigt sausen ließ. Der Grund wird das unverhoffte Wiedersehen mit Josephine gewesen sein. Aus Josephines Tagebuch sind für diesen Zeitraum mehrere Blätter herausgeschnitten worden, Auch in den Aufzeichnungen ihrer Schwester Therese gibt es hier auffällige Lücken, eventuell wurden diese gar ebenfalls bewusst entfernt. Warum? Wir werden es noch erfahren. Festzuhalten bleibt, dass Josephine sich auch nach dieser Episode nicht für Ludwig entschied.

Josephines weiteres Leben war kurz gesagt ein einziges Drama. 1815 gebar sie in einer Hütte im Wienerwald ihr aus einer kurzen Affäre entsprungenes 8. Kind, welches sie überfordert dem Kindsvater mitgab. Das Kind starb 2 Jahre später, aus Sicht der Germanischen Heilkunde verstehbar, an Masern. Ihr ältester Sohn verfiel dem Alkohol und verschuldete sich im Glücksspiel. Ihr Noch Ehemann Stackelberg entführte ihr ihre drei „gemeinsamen“ Kinder. Es folgten gerichtliche Auseinandersetzungen und zunehmende finanzielle Schwierigkeiten. Die daraus resultierenden körperlichen Folgen setzten ihr massiv zu. Sie starb, jahrelang leidend, einsam und völlig verarmt am 31 März 1821 im Alter von 42 Jahren. Beethoven soll sie in ihren letzten Jahren unterstützt haben, wo er es konnte. Das letzte belegbare Treffen der unglücklichen Liebe fand im Jahr 1816 statt.

Josephines Schwester Therese schrieb über die Beziehung: „…warum nahm ihn (Beethoven) meine Schwester Josephine nicht zu ihrem Gemahl als Witwe Deym? Sie wäre glücklicher geworden als mit Stackelberg. Mutterliebe bestimmte sie – auf eigenes Glück zu verzichten.“

Zwischen den Josephine Phasen in seinem Leben stürzte sich Beethoven in immer neue Liebesaffären mit adeligen Frauen. Nahezu allesamt nahmen einen identischen Verlauf und gleichen negativen Ausgang wie mit Josephine. Ludwig wurde abserviert. Als Beispiele sind u.a. Therese von Malfatti oder die Gräfin Giulietta Guicciardi zu nennen. Das ständige Auf und Ab mit Frauen, die Josephine ähnelten, weitere Schienen wie Klavier, Unterrichtssituationen, Töne, etc. erklären, warum es zu einer hängenden Heilung seines Hörkonfliktes und somit zur Taubheit auf seinem Partnerohr kam. 

Was für unsere weitere Recherche auf dem rechten Mutter Kind Ohr, welches zuerst völlig ertaubte, wichtig ist, ist die Geburt eines Kindes am 08. April 1813. Exakt neun Monate nach dem Treffen in Prag und dem Brief an die Unsterbliche Geliebte kommt Minona, Josephines 7. Kind, zur Welt. Nun lesen sie Minona einmal rückwärts = Anonym. Minona wird das Ergebnis der überraschenden, leidenschaftlichen Begegnung der beiden am 3. Juli und der darauffolgenden Nacht gewesen sein. Sie war ziemlich sicher Ludwigs Tochter. 

Nähern wir uns im dritten und letzten Teil mit diesem Wissen Beethovens rechten Mutter Kind Ohr. Theoretisch muss es noch mehr Kinder in Beethovens Leben gegeben haben, da seine Schwerhörigkeit auf dem Mutter Kind Ohr vor 1813 begonnen hatte.

Werner von der Mühle

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